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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-03-07 · Heft 11 (7.3.1859) · p. Seite 161

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 11 (7.3.1859)
Date
1859-03-07
Page
Seite 161 (sequence 13)
Language
German
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Personen und Berühmtheiten bei sich. gü sehen. Ajese lernten hh?x, nutzer SchMspielern ünh/.GMetm,/-nftx mg gebildete Wüthe und gleichartige Oxnosse^, hier /und da auch; Haustöchter von etwas -Cültur-Tünche: kennen/ denen sie zwar Artigkeiten sagten/ aber keine Achtung zollten.' Ändere Juden serNtey sie 'selten kennen. Ward/ ihnenhierund. da ein stxehsamer Jün gling empfohlen,; oder suchte ein Kcker Anfängex Einen oder dpn Ändern ans, so genügte ein ^- gexegeltever -deütscher Ausdrück, .und. eine - gut angebrachte gelehrte Phrase-,; auch 'wohl ein-wenig' Anspielung auf classisches Wissen, um in ihm ein Wunder KN sehen, hex lebhafteste« Aufmunterung würdig. Sie waren dann freigebig mit Empfehlungen, sogar mit Stammblättchen und ähnlichen Begünstigungen. Sofort war eine neue Berühmtheit geschaffen. Mn eigentlicher Zweck wurde zwar dadurch nicht erreicht / aber die jüdische Gemeinde erhielt damit, 7 namentlich von außen her/ eine/Anzahl Gecken , die sich bald hier bald' da geltend machten. Die' Folge. davon war, daß selbst die einsichtigsten.Universitäts- Lehrer nicht blos Berlins, sondern noch mehr auswärtiger Hochschulen, und anderweitige wohldenkmdeStaatsmänn'er -sich herbeiließen, dergleichen Snbjecte zu unterstützen, 'und die fratzenhaftesten Narren als bedeutende Personen weiter zu empfehlen. Zch erinnere hier meine noch lebenden Jugendfreunde an einen abenteuerlichen weißbärtigen Polen, welcher Anfangs 1817, als ein Wundermann von Gelehrsamkeit, nach Berlin kam, mit dem Anspruch, an der Universität einige Borträge zu halten, wozu er wirklich die Erlaubniß erhielt. -Er. besaß etwa 30 Zeugnisse, die er gedruckt. vertheilte.. Die. angesehensten Philologen bezeugten , ihm tiefe Kenntnisse in Astronomie, die' Astronomen bewündernswürdige Entdeckungen in orientalischen Sprachen; Fürsten sprachen von seiner Weisheit, große Generale von seiner Alterthumskunde, adelige Gutsbesitzer von seiner, geistreichen Grammatik , Damen von - seiner herrlichen Auslegung des hebräischen Bibeltertes, u. f. f. Er suchte . auch die - jüngere Welt' in Berlin für sich' zu gewinnen. Wir lachten über hie ganze Erscheinung. Da wir aber besorgten, er möchte aus der Erlauhnjtz öffentlich' zu lesen einen Ernst machen, der uns Allen nachher Bittern Spott zuziehen könnte, so verabredeten wir/ ihn um eine Privat-Vorlesung zu ersuchen: Er ging darauf ein. Ich Hatte einen ziemlich geräumigen Schulsaal, richtete denselben feierlich her, und bat alle jüdischen Nötabilitäien und alle jüngeren Freunde, der Vorlesung anzuwahnen. Wohl 50^- HO erschienen, daruntex üuch Bendavid und IM ^vr,'WeMnWe? '' Oer MW^nmarm Wi^ein / hüllt^ sich^ wie zü einem ffeiliKn Act'in feinen^ weißen' GebelmaNtet' und begann 'dann in eiüem gtaüsaünü iMüdeWälfch ' ein' -verworrenes Geschwätz, düs" nichtKmAnhbrenMar!" M' beiden genastnteÜ Mäün^ vchDßen ' NÜch^'Anch" halben-' lStünde mit Entrüstung den'Wal/*W jüstgeren^Zühoter^ folgten " ihn en lachenb ngch und nach/wär derWal^ leer?- \ Er aber schwatzte' iMmeü föit/'bis'-eü' stch" -ganz Meist'' Hh! ~ Mstr ''Zwe^: /auf 'die Künde' voN'' dieser Probe' zurüikgtznommW,}! Wir :legten auf den ganzen' Spaß"so wenig"Gewichk^' baß' inir sogar der Name des Mannes entfallen ist.' --- Dennoch' blieb dieft Erstheinüng Nicht ' vereinzelt;^ denn'"'ein päar' Jahre nachher fand sich' ein gewisser Levis on ünterühn-H lichen' Unständen ein. Natürlich' machte er' bei den Judenkein Glück. Man erzählte' späterhin, daß er bei' der eng-" - lischen ' Gesellschaft ' füt Verhreitüng ^bes'' Ehristenthnüis^ Ausnahme gefunden hätte!'' —' Man; hätte nun /stessich ’■ voraüssetzm sollen/ daß den hochgestellten Männerst ' döch' endlich die Augen aufgehen müßten! Aber' nein! ' Wir^ haben ein' anderes Beispiel von' einem abenteüetlHM Wanderer (den ich nicht nennen' will), dem es gelungenist, in den Jahren 1839 bis heute/ also säst 20 Jahre nach einander einer' Menge Universitäten und' Re-' gi e'r'ungs-B ehorden Z eugnisse zü eü tlöckkn Ünd' damit'zu speculiren! Ja noch im Jahre 1.858 W ein' unwissender FürstenthüNller, der vörgeblich den Orientbesucht,' darüber ein elendes Büch geschrieben, und allen französischen Behörden Äppröbatiöns übgewonnen hat/und' die Absicht, wieder Nach dem Orient zu reiftn^'Blüd' giebt, M Dresden uüd andern Orten ein Aussehön erregt/ l dctß män über' die Zeitungsberichte nur' erstaunen, ' oder^ - vielmehr lächeln/müß. — Ein Anderer bereiste 'mehrere Ähre tzaüz Eüroha, um angeblich ein großes'Werk von - 28 Holiv -Bänden zu übersetzen/'ünd verschaffte''^sich' 'ein^! dickes 'Buch von Höchst''/kostbaren' aütö'grap bischen' EnchfehlUngeN,'woräüf^ eK'Bänd'erschien, M 'seine'Mstz- ' liche Unfähigkeit ans Licht Brachte? — WistÄeÜig^gehM' v doch' 'bftjjuy1 Meü berühmten NMen "'MnHÄ, l'MM?man die Gutmüthlgkeit gM>ng/zÜ'Wandeln weiß! - 3. Bestrebungen nach/Ä-erbesserung. Ich kam im-MieÜ - vöü -21 > Iahtest t-isM -'-«ach B/erlin/ um,;nnterftu^t von der eben dähiü überge^ siedelten Jacobson'schen Familie, welche mich mir Wojhl-.' Achaten überhäufte, meine in Göttingen begonnenen PM-.!die,HW beendest.' chm Jahre iKlhchbeWchM W dtzlöurch'

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