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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-02-07 · Heft 7 (7.2.1859) · p. Seite 90

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 7 (7.2.1859)
Date
1859-02-07
Page
Seite 90 (sequence 2)
Language
German
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fach verschließt/ ist noch nicht aufgehoben; züm Lehrfache in Gegenständen, welch^mit der Religio^in ga^jMr DetzöndMick-OebdnH ist-Wöch Wch JupeA^ruleK worden m Ä W fft ttii?ri ‘-'1 ’&J ht ly Wa % a,j vV>Dtzv «K»SV»W^p G-r «a^.? schränkungen des Judengesetzes von 18*4 7 hinaus gegangen. Eben so wenig ist das Kreisphystkat jüdischen Aerzten eröffnet D.orden././ß)se^lpS.sch^Hud von Provinzial«-', und. Kreistag.chestehl-ffort.^.JHber nichdÄese, '- der Verfassung widersprechenden Beschränkungen allein sind es, welche einer Correction bedürfen. Der Eid mors judaico, wie er in Preußen,nach den Bestimmungendes/: Aligem. Landrechls noch besteht, während in allen deutschen Staaten unv in Oesterreich die veratorischen Formen desselben langst abgeschafft find, bedarf dringend der' Veränderung^ nicht um ihm allen confessionellen Charakter zu nehmen, weil, dieser in Preußen, bei gerichtlichen Eiden aufrecht erhalten ist, sondern um ihm die verdächtigenden, ja beschimpfenden Momente zu entziehen, die noch darin: liegen. Es gilt ferner, den Bekennern deS 3uventhums' .bei verschiedenen Einrichtungen^.deS Staates, z. M beim/- Militär, ..in Strafanstalten u. s. w: diejenige Berücksichtigung'.ihrer. .Religion .zu.sichern,^ welche -den verschiedenen / andern .Confessionen gewährtist. ES.' gilt endlich, den j Gemeinden aus Staatsmitteln einigen Zuschuß zu ihren,; sie vielfach überbürdenden Lasten zu verschaffen, wie Hannover, . Sachsen, . Württemberg und andere deutsche ,Staaten - längst gewährt. . Man glaubenicht,: t>af wir mit dieser < langen Aufzählung die Sache schon wirklich erschöpft -hat- - ten. . Um nur noch Eines anzuführen:, warum sind die - Juden von 1847 der, Civilehe unterworfen, und ihre ri- .tuefle. Trauung - allere staatlichen Berücksichtigung entzogen? Wird..die:.Zivilehe für nothwendig erkannt und für alle Religionsparteien. gesetzlich eingeführt, so haben wir Mchts dagegen;-raber warum für die Juden allein? welche Uebelstände. waren etwa vor 1847 vorhanden, die die Einführung derselben gerade für die Juden nothwendig machten? warumsind die Juden durch dasselbe Gesetz gezwungen, ihre Geburts- und Sterbelisten von den-Gerichten führen zu lassen, bei. jedem solcher Fälle vor Gericht zu erscheinen und eine weitläufige protokollarische Verhandlung, vornehmen, zu lassen / während für.die andern. Confessionen die einfache Meldung bei ihren Geistlichen und der Polizei genügt?, warum find die Rabbinen und jüdischen Lehrer zur Zahlung von CMssen - .und- Einkommensteuer,, von Einzugsgeldern u. s.. w. genöthigt, während die Geistlichen und.Lehrer anderer Confession davon befreit sinh?,; Alle dies^ Beschwerden drücken uns , und es erschien bis' jetzt kein Anhaltspunkt, der uns zu der Annahme berechtigte, daß^as gegenwärtige MinistttiuP von Übst in dieMenEejnMen weKtz. VHtchuHvrrkenKenUst,Raß die -uVnSWi.ua.MM WrK-- °S eine Aussicht vorhanden-,^wenn die Juden Preußens Mchts -selbst dazu thun? wir bezweifeln es gar sehr. v r So ungern,wir .es thun, sso ist es doch nothwendig, Mit wenigen? Worten unsere»persönliches Stellung zu der oben-gezeichneten Frage zu berühren. Zwei Momente mußten uns dazu veranlassen, uns bei dieser Angelegenheit passiv; §u /verhalten. /rZuerstr: iDie preußischen Juden haben jetzt zwei Abgeordnete ihres Glaubens im Landtage sitzen; der Eine derselben.ist durch den Einfluß der Juden und zwar an zwei-Orten gewählt. Es erschien dem Redacteur dieser ZütüngdäheralseineUnbescheidenheit?stchmiteinerSache zu befassen, die .naturgemäß in die Hände eines dieser Abgeordneten gelegt werden müßte. Das zweite ist: daß. wir jedesmal, wenn wir in jüdischen Angelegenheiten die Initiative ergriffen, weil wir uns, an der Spitze der bald ein Vierteljahrhundert durch lalle Länder, verbreiteten, demnächst denangemessenstenMittelpunktdarbietenden-Allgemeinen Zeitung des Judenthums stehend, hierzufür verpflichtet erachten mußten, von mehrfachen Seiten als unberechtigt, ja anmaßend angegriffen wurden. u /; Nun aber' zeigt es. sich, daß in dieser über«utz, wichtigen Angelegenheit von keiner Seite Etwas geschieht, so viel wir wissen. Hingegen erhalten wir fast täglich Zuschriften aus allen Theilen. unsres Vaterlandes, welche uns auffordern, einen gemeinsamen Schritt am rechten Orte herbeizuführen. , Theils um dieses zu belegen, theils damit die betreffenden Wünsche und Gegenstände sich genauer darlegen, wollen wir hier aus einigen dieser Zuschriften die wesentlichen Stellen, mit Hinweglassung der überflüssigen Theile, geben. . : > Aus Westphalen: „WaS mich anbetrifflich bin Jurist — so kann ich dazu exempla odiosa genug liefern; ich erinnere nur daran, daß den bereits zugelaffenen jüdischen Juristen, das Richteramt gänzlich verschlossen und ihnen der erkennende Theil der richterlichen Thätigkeit entzogen ist, nicht blos in Fällen, wo .man die Unfähigkeit vorschützte,: christliche Eide abzunehmen, sondern. auch in allen andern, , z. B. als; Beisitzer.: : Ich erinnere, ferner daran,, daß durch Ministerial-Rescript vom 10. Juli 1857 fernerhin die Zulassung jüdischer Rechtscandidaten zur Auscultatorprüfung den Appellation.sgerichten verboten äst. Nicht Minder willkürlich verfuhren die anderen/ Departements.; Lw. Hochwürden, ist nvohl die Ausschließung^ der

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