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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-01-24 · Heft 5 (24.1.1859) · p. Seite 63

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 5 (24.1.1859)
Date
1859-01-24
Page
Seite 63 (sequence 5)
Language
German
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Wten^vermieÄn:1 Weil ^stuhaEer nichk genügend Miiß in der Anführung von VdrkomHniHnf'ÄWe/'wMig/r' zum eigenÜMeti^ f^egetifjanlöS? jfeiner/Arbeit Nehörett', Abgesehen hiervdn, beAußm wir Drrn vr: Kayftrling Wf dem von ihm betretenen..Wege.mit'^ökzWtcher/AOtun'g "üirdsem^ hfehlen'seist Werk' aufsWing^nhste^ 'das auch det/Laie mch't 'ohne große Anregung durchlesen stvird> . -. ^M'oskaü, ^6/'DeceMber. ' Die' Ruffen haben dvch ist' Allem besonderes Wück,7 dder vielmehr' der Erzschalk, genannt Zufalls begünstigt sie mehr'als sonst Jemanden. Ersten' neuester Zeit Haben Pe eisten LÜurf gethan, dm so' manches' ausländischeBibliographen - und Bibliophylenherz: nicht so leicht verschmerzen wird. Einen nicht unwichtigen Beitrag dazu werden nachfolgende Zeilen zu liefern suchen. ../ '- :';V '; Der ustbeznststgliche Trieb zur moralischen und' physischen / Einigung Mar dem jüdischen Charakter von jeher nicht fremd. ' In früheren Zeiten finden wir ihn bei den Juden'besonders''stärk entwickelt. Wir sehen oft Männer sich zur Lebensaufgabe machen, das Band, welches alle unsere'' Gläuhens^osten umschUstgt, durch Reisen, Briefwechsel Und sonstige' Mittel noch fester zü' ziehen. Unter den Haüptrrprastntattten dieftk Richtung, R. Ba r B estjaMin Jona, genannt TuVela nach seinem Geburtsort 'in Novarra, N P etachjä aU s Reg e n s b urg und R. Chisdai ben Jizchak aus Cordova*), nimmt Ersterer ohne Zweifel die hervorragendste Stellung ein. In den Jährest 1160 — 117^3 unternahm er eine große Reise von Spanien aus bis nach Persien, um Erkundigungen über die Läge seiner Glaubensgenossen in den verschiedensten Ländern einzUziehen/7 Seine auf dieser Reift gesammelten Notizen' find auf den ersten Blick so unbestimmt und Mitunter so fabelhaft klingend, daß manche Kritiker' keinen Anstoß nahmen, unserem Reisenden allen und jeden'Glauben' abzusprechen. Unter ihnen wollen wir nur das Urtheil Adelung's' anführen: „Auf seinen^, sagt dieser berühmte Gelehrte, „nahezu fabelhaften Reisen, die er während der Jahre 1160—1173 in Europa, Griechenland, Palästina, Indien, Aethiopien und Aegypten gemacht hüben will, besuchte er auch Rußlands auch erwähnt er einiger Städte und Thiere 'und anderer Landesproducte. Ueberhaupt aber ist seine Darstellung so voll Unwahr-' schrinlichkeiten, daß der Zweifel entsteht, ob dieselbe wirklich die Frucht eigener Beobachtung, oder blos eine Zu- *) 3'ö st, GM v: Äftäeliten , TI, 11T9 ff.' ’ ' ' ' säulmeststellustg von^'Wß' föimtöß'' Äfeii KchWeü Angaben sei." *)1' Bi'ieS 'h^tbe Und/ gewiß Unverdiente Urtheil ist von den,neueren Kritikern des PeMmin, Akher, Carmoly und Lelewel, dahin'ÄdÄfiEwÄen^ daß, obgleich er über manche Länder, Wie z/ B/Deutschland, Rußland, Indien, ChiM'stW.Än''.MkestsaKn'S'erichiek,^fo/^sind doch seine Äü'gübktt.''sm^AllKm^iNest' Ä^tig,' und' nur' der UnÄiffenhel^'d^'Wschreib'er' stn^^ftHielm' /'bbi' ihm vorkommenden "Unwah'rscheinlichkeit'en ' und' Abgeschmä cktheiten zuzuschreiben.' u ' Eben diese arge Verstümmeküng/duH ÄhMkeiber zeigt, daß er zu den gelesensten Autoren /ftiner Zeit/gehörte und macht dem Kritiker zür Micht, ihn' nach den aktMn Ausgaben zu berichtigen!/ DA tritt nun ^ermißliche Umstand in die Quere, daß die erste Ausgabe (Koststantinopel, 1543) bis jetzt nirgends ' zu ftnben ‘titar/1///J]i,v ‘: : Einer' der neuesten Herausgeber' Venjamin's/ der Berliner Buchhändler Asher// sag? darüberin feine? 'Vorrede': ^Dre erste/Äusgabe' des' Benjamin ist MMeii, ^daß aÄ meine Akühe, Win'vollständig es Eremplar d^erftlbeU' zu' Erhalten, umsonst war. ~ Ein solches w ä r in der Pariser öffentlichen^Wbliothetz, Moch^ckonyt^eI nüht kaufgeftmden werden, trotz der freundschaftlichen Mitwirkung, ^welche mir von Seiten der Direktion Wurlft.^ Jst/Wer Oppenheimer'- schen Abtheilung der Bodleyanischen Bibliothek hefind^et sich ein Ereurplar, aber nicht vollständig. -'•<§&- fe'hlien teN, d. h.' der'vierte Theil des ganzen Werkes.^ ' Alle' Äüh'e' .tüid''Zeitaüf^va8v' der ersteü. büühhäUöleri^ schen Notäbilitaien'' ftüchftten: Nichts/ Die erste' Ausgabe complett, war und blieb'verschwunden! ' ' ' Da' Endlich ' in: Növemberbänd" der ,,'Päterländiscl)eii Jahrbücher"' 1868 lesen'wir Folgendes: ' '' ' ' ' " Vdr einigen Monaten wird in Amsterdam eine Versteigerung hebräischer Bücher angezeigt, 'unter welchen sich aüch die'Kowst'antinopotitnnis^e erste'AUsgabe des Benjam'in von Tudela'befindet: Die anwesen-! den^ Conrurreuten - überfthen' ^ünb^Ei^er^^ : die k. Petersburger 'ö'^nillche- Ähsto^^ ersteht dies wnieum rsrissimum für 1^2 - Thä'lers sage' a'nder'th'ahA Thal er! — ' '';:v y " / "; Unsere Bibliothek hat'also jetzt'folgende Ausgab *) Ueberstcht der Reisendeü in Rüßtünd, l, S: 85: ' **) The: ■ Itin'erary' of R. Benjamin Tudela, - Iranslaied« and edited by A. Asher, London and Berlin, 1840, 41* Vgl. die arfe J?i:itif biefer 5jluÖgabe tCS a r moly: ...Notice hislonque'sür Benjamin ile tiiclela J Brüxeiles,. l(552, chap. II. - "

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