Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 4 (17.1.1859)
- Date
- 1859-01-17
- Page
- Seite 53 (sequence 11)
- Language
- German
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Md'rMokvM mW gswöhO-W'dcksMiize Rechenschaft NUeheMr-Mögewip^Wüstrirte Zeitung" MllLcherliPö HiMliebe -°u'nd''wieSpstzMb'örel, wo P Vorkommens änlden einDüen Subjecten kennzeichnen-; allein wergitzichew darf eben so'wenig vöwEinflüß äüf die Frage über pl^chürgMchtzwMechieMrPebr'äer im Älltzemeinen ftiü, als wenn von Franzöfeü/Deutschen, Rüffenüdie Mede Mre^lUnd durste 'melden Stoff zü antiprogressiven- ÄrtlkeLn eines- 8öiäisanL dem Fört^ schritte-dienenden Journals hergeben." - ' ' Die Artikel der Herren Tschäzkin und Horwitz witrpep in No. 43. Per „Jllüstrirten Zeitung" unter Anderm folgendermaßen beantwortet: „Jener Artikel (in'No.'35. der'Jllüstrirten Zeitung) hat eine Erwiderung von Seiten der Judophiten hervorgerufen; ohne Zweifel/sind, eSAgenten jenes berüchtigten. Herrn N., der,.'wie erstchiliö^ sein' fernen Ruswieder herzüstellen, — und"siehe da,'/zwei hebräische 8<PnMeller Preten auf, rin gewisser Hebbe.. Tschäzkin und'Rebbe Horwitz, von denen Ersterer sein Ärtiketche'n Im „Russischen Boten" (No. 18.): „DieJllüstrirte Zeitung und die Frage über Erweiterung der bürgerlichen Rechte der Hebräer" .erscheinen ließ, der zweite im „Athenäum" Nol 42. unter dem Titel „ Die russLschen Juden".'—' - : „Äehnliche-Ausfälle bleiben ohne Erfolg in Ländernwo. daS lesende Publikum schon im Stande -istdie. niedrigen Beweggründe, zu, erkennen, die sich, hinte): .der, Maske^des guten Zwecks verstecken, und, wo die öffentliche. Meinung -Leute, die sich ähnlicher Verleumdungen., schuldig Machen, die verdienteStrafe^ fühlen zläßt^- Djo Literatur-ist aber, immer.und -überall verpflichtet,-ungegründete Angriffe auf Ehre .und guten - Kamen, wessen, eS auch fei, zu entlarven. , Wir sindmit den Herren Tschäzkin ,und Horwitz nicht, be-, kannt -und stehen mit denselben in keinerlei Verbindung. tWeiN;: durchdrungen Donder hohen und sittlichen Aufgabe -der-.Literatur, halten wir eS -füx unsere Pflicht,, feierlich gegen einenähnlichen Mißbrauch der DrM . zu - pro testiren, —gegen ein.cn,: Miß brauch,- der-dieselbe aus einem,Organ des -Gedankens und der Oeffentlichkeit , zu einem verächtlichen Mittel . persoyli-, cherj Beleidigung, machte %— . ,v - -Jn der^zü Dorpüt erscheinenden Wochenschrift ^Jn- Md^'etschiMw1»rMigevZeit' ein Auffätz von--einem - gewissen- Arzte,; NämenS A: Brandt, worin derselbe ünl ter ANdermdieJudendes' Wltepsk'schen KreiseS berührt und sich m den gehässigsten Ausdrücken über sie ergeht - und 'namentlich von' ihnen behauptet, daß es - unter denselben Gebrauch sei/ ihre Kranken, wenn' sie iN den letzten Zügen liegen, mit Kissen Kopf und Mund zw bedecken, damit sie sich weniger quälen, — welche; falsche' Behauptüng aber H err R?ÄZunderbar in Mitau bereits in einigen Zeitschriften gründlich wider-! legt hat. — ' * ' 1 Dieselbe Wochenschrift. (Jahrg. XVIII. No. 29.U. 30.) enthält einen' Äüffatz von E. Ehr. von Traut- Vetter (emerit. Professor zÜ Mitaü), in. welchem er un- - ter Anderm über die jüdischen Schöngeister zu Berlin' feine Geißel schwingt, von denen er behauptet, daß sie ,,in Witzen Ge sch äfte.machen",dagegen> dem jüdischen Trinium, den, Dichtern Heine (!), Herweg und Freiligrath einen Knir macht, Mr viejüdischenPro- , saiker aber, den Stab bricht, wobei er behauptet, daß : besonders die jüdischen Zeitschriftsteller recht schon zu - schreiben 'oder doch recht..,,viel Absatz" zu.finden - glauben, wenn'sie recht blumenreich re. schreiben. End- \ lich aber 'meint derselbe, daß es ein übler Umstand sei, j „wenn Undeutsche und Juden in die Städte einzudringen suchen Und hier daS Deutsche radebrechen, statt - bei ihrer Muttersprache zü bleiben, wodurch eine große - Sprachverderbniß erwachse" u. dgl. m. In Bezug auf diesen Aufsatz hat erwähnter Herr Wunderbar in derselben Wochenschrift und in/demselben Jahrgänge No.! 39. S. 826: ff. ' eine Entgegnung' folgen lassen, und! nachdem er Herrn von Trautvetter in gemessenem, aber? ernstem Tone im Allgemeinen zurückweist, drückt' der- : selbe sich in Hiüsicht 'desletztedn Punktes'wie folgend i aus: — — Wie in aller Welt könnte es Herrn! v. Trautvetter doch einfallen, Ündeutschen 'und den ar-; men Juden den Mund blos aus dem Grunde stopfen lassen zu wünschen, weil' sie' eben Deutsch zu sprechen i sich erkühnten und nicht stricte bei'ihrer Muttersprache - blieben. Sollen also darum keine Undeutsche über- - Haupt, und wären diese auch noch so gebildet, es wagen, „in die Städte einzudringen" und die deutsche; Sprache zu sprechen versuchen, sondern bei ihrer Mutl tersprache bleiben, damit sie nicht Denen, welche etwa die Regel, ob man Deutsch oder Deutsch spreche; und schreiben müsse, zu einer Lebensfrage machen *), *) Herr v: T. setzt nämlich in jenem Artikel unter An-