Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 4 (17.1.1859)
- Date
- 1859-01-17
- Page
- Seite 46 (sequence 4)
- Language
- German
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behMbMPichRechtSOrhältnisseMrrJudenüwBadenMayiern/ Deutschland im Allgemeinen, Frankfurt, Frankreichs insbrsönddre-aus der-Zkil vor der Revolution- Oesterreich,- Preußen, ^Sardinienünd'Württemberg: Auf die Schriften St arl Wei1s/ -unseres^früheren Landsmannes, nunmehr in Wien, ist in deM"Werke m ehrfachRückficht!'genommen.; Jüdische Geschichtsschreiber werdendasWerk Mit gütemErfolgbe- Nützen^ir-f'! - ü-;*■ ’ *> - :(Aus dem - 'Gebieter der' Jurist') Der -Verein-für historische' Kunst * stellte im Monat lDe'kember ' v.r -3:' im Stuttgarter"' Küttstvereiüsloeale ein'° Bild' von-A d o-l p-h S ch mi tz aus, das eine- EpisodeauS dertraurigen-MM lelülterlichen Zeit-'der Judenverfolgung'l in Deutschland sich zum -Vo-rwurft genommen Hat. Der- Künstler führt uns MitteN'iw-die Städt^ Speyer-vovdas Portals einer byzantinischen Kirche/ in welche sich die 'armem vom -ulttalchristlicheN-Fanatismus tzehetzten'Andersgläubigen'-geflüchtet hüben:Das -lärmende - Getümmel des - wüthenden .Pöbels, so-wie der Attgstfthrei?der Verfolgten haben -den!Bischof Johann aus feinem Heiligthume hervorgerufenund:so - sehen-'wMihn auf. den Stufen.-vvrdem 'Portale/Udi'k: bende Menge in ruhiger Würde abmahnend von dem ver-- dammlichen'-Eifer, dtt?fich nuf die übrutalste, blutigste: Weise Lufr Macht. - Daß- --die^bdsLnftigen-rn»tinfr-’ befchwö- -reNdsn".Worte:--deS ^Bischofs ühren Eindruck -nicht.-verfeh- - M-r/gewahren wir aN-dem plötzlichen Stillstand-der^mörderischen Action, die sich sogar bei einigen der Meuterer. in Ehrfurcht -vor - deMmuthigen Benehmen des Kirchen- - -fürsten raüstöst.''^ Die-Handlüng-fistövoll Leben und-spricht; stchl-ohne Mlichen Eonünelttar^klar nüs: Das ganze Bild : isti in Beziehungauf Technik, - wie in-Per Auffassung mei- .sterhaft zü nennen.rMthographische Vervielfältigungen des- . selben würden gewiß in.jüdischen FamiliengernAbnahme finden.' ■ata;■; I < : —.'«Bei der Architektenversammlung in Stuttgart wa-; reu j auch - die Riffe der! neu: zu erbauenden .Synagoge in > . Stuttgart von Professor Breymann entworfen, ausgestellt,' und zogen die- Aufmerksamkeit der Künstler auf sich.' Wir \ werden später Gelegenheit bekommen, diese-Angelegenheit ausführlicher zu besprechen. - " —. Bildhauer Albert Güldenstein in Stuttgarthat - bedeutende Aufträge in Grabmonumenten erhalten -und 'führt solche auch für jüdische Friedhöfe aus. Durch die Hand dieses berühmten Künstlers^werden nuw auch-isrüei litischd Grabstätten künstlerisch geschmückt werden. ' Und wennunsere Reichen^ihren Besitz auch auf den Grabes- - Hügeln ^zur Schau fragen-"so 'istes r gewiß-rühmlicher, dieseSän Kunstwerken) als in' schwülstigen/ssch'meichlerrfcheM, geschmacklosen'Epitaphien zuuthun. u rM > ----- W orms, im DeceMber. *) ^Herr M. Steinschneider und seine Kritik? In Nö. 5. desn,/HamaSkir"- erfreute sich meine Zoologie des Talmuds ' -nicht ''etwa einer^ ein^ fachen Anzeige, sondern einer sso"gründlichenr-ünd-scharfsinnigen Kritik von Seitew des Herrn ^Herausgebers, daß die -Leser dieser Blätter. , gewiß.<mir-?Dank wissen werden, wenn ich diese. Kritik wörtlich und zwar für Satz mit einigen' kleine»Bemerkungenvon meiner Seite hier mittheile. ' Ich' erlaübe mir nur' voräüszuschlcken, daß .Herr St., indem er'S^ Ä".' des'KamäSkir^K'önhnk'K^Ugmaschbir änzeigt/ gelegentlich die Bemerkung einfließen läßt: „derPerft ist^vortheilhaft .bekannt -durch sein bereitst sehr seltenes (Lewyfohn, Zoologie- XI:, War-esaunbekannt) HerrSt. hätte nur beMerkemsollen, daß ich selbst . Mittheile, , daß ich gedachtes Werk nicht besitze und nicht benutzt habe. Kommen wir nun zur gedachten Kritik? Sie''hestNVet'.'M ' 97?'?MeS Blattes. Herr St. beginnt': ' ' ' ' „Der Verfasser hat früher aus 60 Grabschrifien in Worms - -ein-Much. von theils, unrichtigen, -theils? nutzlosen Materialien zusammengeschrie.ben." - - r.irrr.^ Ich muß bei diesem ersten Satze schon einige Fragen an Herrn St. Mir erlauben. Ist eine Brochüre von etwa 7 'Bogen ein Buch, zu nennen? Ist ' es ' nicht' Aufgabe eines Kütalogistech din wahren Titel eimr Schrift aitzüge- -*), Wir nebmen noch diese Entgegnung gegen Herrn Steinschneider . auf, weil wir dies?dem wackern Co siegen schüld.ig'''8ü'''seitt glanbem Hiermit müß aber diese Polemik zu Ende sein/ sowohl um unsre Leser mit WeiA rem nicht zw behelligen, als auch nM' Herrn: St. nicht den Glauben, einzuflößen» als ob -seine^ritischen Phrasen wirklich Bedeutung, hätten. ) Aus, diesem Grunde legen wir eine durch Herrn Dukes in London erhaltene Kritik des Steinschneider'ftl)en Blättchens,' verfaßt von einemvi-. püil. in Nem-Dork, bei Seits.'NiMländ kann ein tieferes Bedauern als wir empfinden, daß das Dutzend jüdischer Gelehrten und Autoren unserer Zeit einen so bittern Hader, eine^so unausstehliche Zanksucht, eine so unleidlichei Unverträglichkeit Tag für Tag darlegen. Anstatt Hand-in Hand' zu'gehen, und sich gegenstitig zu fördern, sucht Einer den Anderem zu vernichten- oder doch, zu verkleinern. Wenn dies ein Ausfluß „der Wissenschaft, ein Ergebniß der Cultur" wäre, so; hätten unsre Altvordern, diemit geringen Ausnahmen, milv -und achtungsvoll gegen einander verfuhren-, lwohl'Peränlassüng, mißachtend auf-Pieft zu Mauen. Kedart> -