Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 23 (1859)
- Issue
- Heft 3 (10.1.1859)
- Date
- 1859-01-10
- Page
- Seite 38 (sequence 10)
- Language
- German
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meüi hattet'Der: Prinz - - richtet - nun-folgeNden^ Brief andMiäsraelttische < Consistoriuml:zu Algier: -u - Meine -Herren vom-algerischen Consistorium! -Ich hübe) den Brief/erhalten-' welchenSie am 23: November an: mich-gerichtet -haben-wegen des^Decretch welches das jüdische Element in die Generalräthe von/Algerien; "einsührt:? Ich -freue mich >über! den glücklichen Eindruck,' welchen'dasselbe ^üf die/israelitischeBevölkerung'!' hervorgebracht hat:/ Dien erwähnte Maßregel ist/eine natürliche Consequenz. Gründsätzer-MrDerechtigkeit,) welche die-moderne Gesellschaft leiteMsollM: Ich Hoffesie wird zur Wohlfahrß derEolonie beitragend -Empfangen Sie u.; jv w. Nah» oleön. - nri Paris/ 2. Januar. (Privatmitth:)!/Sie erlauben mir/zuvoreinen Fehler zu verbessernwelchen der Uebersetzer meiner Artikel im letzten gemacht. : Nicht derGroßsiegelbewahrer", sondern, der „Staatsrath^ hat?dem Consistorium die Erlaubniß zu bewilligen oder zu versagen, einen Proceß zu beginnen--was auch diesmal in der intendirten Anklage Veuillots in Anwendung kam. — Ich muß noch einmal aus die Wahl deS Herrn S. Munß im M Akademie zurückkommen. Munk hatte sehr einflußreiche Mitbewerber und seine Wahl hat-daher eine um so größere Bedeutung. Schuldigwar man ihm - diese Ehre gewiß ''seit langer Zeit und - wrnn dieser eben-so -bescheidene wie begabte Gelehrte erst jetzt diese Ehrenftelle eingenommen, so liegt dies sicherlich nicht an seinen Verdiensten. Es ist ein Jrrthüm, wenniman gewöhnlich: glaubt, daß hier in^ Paris die arabische Sprache und Literatur, obgleich man durch -den Besitz Algeriens vielfache Anknüpfungen hätte, eifrig, betrieben werden Es giebt kaum fünf oder sechs Männer, die sichernstlich damit deschäftigen/ Viele freilich brMren mit Arabisch, ohne viel davon-zu verstehen. Das Studium der Orientalia hierorts ist mit dem z. B. in Berlin gar nicht zu vergleichen: Dabei kann ich nicht unterlassen, Deutschland, irffoNderS/ unsre; Glaubensgenossen, auf die treffliche und bedeutsame Ausgabe des arabischen Moreh- Nebuchim durch Munk von Neuem aufmerksam zu machen. Durch die Uebersetzung, Einleitung und Anmerkungen in französischer Sprache, jo wie daß das arabische-Original mit Hebräischen Lettern, mit -denen die spanischen Juden das Arabische zu-schreiben pflegten, gedruckt ist, glaubte - man d^as Werk zugänglicher, und zu-Größerer Pechreitung geeignet gemacht zu hahen: Diese-Höffnung/ist-gänzlich geschritertu sHierdurch iift ein ) zwiefacher Schab ennangerichteUs :?Munk; sieht sich der:Früchtp:seines: Fleißes beraubtderener doch sehr bedurste-lUNb.'dielHeMsgabe /deS! zweiten Theiles/jst sehr-' frag lich: - / Esw ärew oh l /Zeit, - / daß. Freunde der Meratur/ sich Mr Sache anmhmem ff) 7^ Siehaben in; W Ihres/Blattes> MmStsind lder? Mortara- Angelegenheit - gstt präcisirt. -v Es; -ist HbiiMSr bereits hserl-i eine) Brochüde, nund - -zwar - Won demselben- Mb be Dekacouture erschienendie?:Briefe über -diesen Vorgangslim ^ourM cles/vedats. verfaßt hatte,- unter' Pew Titel:/. ,/UebersLast) kanonische- Recht-und -.daSsRatüMcht.in der-Angetegenheit!Mortaral-ff- Sein Stande Punkt' ist, nachzuweisen, 1 daßidaslkanonische -Recht/nicht im Widerstreit mit dem Naturrecht stehe,, -und den Vorgang in; Bologna. durchaus nicht'gutheiße. 1- In der Thal liegen /auch geschichtliche Facta vor,,wo mehrere Päpste -in analogen Fällen ganz anders; entschieden ha> ben,' /als / Pius IX.; Der Abbe, hat - übrigens auch bereits jeine:Verwarllung..rrhalten-'.M^ ist-ihm) eine-Frist zum Widerruf/ gestellt - worden: - Ueber die desfallstge Entschließung? -dieses - Mannes verlautet! -noch; -nichts: Der einzige: Jude -übrigensder offen den Kampf mit Veuillot ayfrecht erhält, ist Herr Alerandre Weillder, was er in seinen „lettres lralernslles" begonnenim „Courier äs ksris" muthig fortsetzt- und auch bereits einige heftige Antworten- Seitens Veuillots erhalten hat. Man muß Herrn Weill ein ausgezeichnetes Talent, bittere Ironie und sprudelnden Witz zuerkennen. Um so mehr ist eS schade, daß n zu einer konsequenten Diskussion und einer logischen Entwickelung nicht sehr geeignet scheint, daß er-stets eragerirt ist, und die Dinge vom. geschichtlichen Standpunkt kaum zu beurtheilen versteht: Dies thut.seinen Verdiensten und seiner Einwirkung Abbruch. Einer seiner ' Artikel:!,{Fier , d’etre > Fran^ais“ ist eine f0 maßlose Apotheose deS Franzosenthumö/ daß sie jedes richtigen Blickes in die Geschichte entbehrt. Dennoch müs- - - - ff) .Es. /wäre. :fteflich-.-für Me. -Sache ungleich yortheilhafter gewesen-- wenn Münk sein außerordentlich verdientes Werk in deutscher Sprache verfaßt hätte/ weil-es in deutscher - Sprache doch;-eine größere Zahl Liebhaber gefunden hatte und der-.srayzöfische M chhaud.el z ur - Verbreitung /eines: Werkes 'gar--/nicht fähig/ ist/ - Das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur//steht; übrigens ftst-einiger. Zeit-rn i Unterhandlung--:umidieser Sache unter die Arme zu greifen. .; Z );:, Red aet. >