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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-01-10 · Heft 3 (10.1.1859) · p. Seite 37

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 3 (10.1.1859)
Date
1859-01-10
Page
Seite 37 (sequence 9)
Language
German
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m sin ÄmsirerAation) Mnd chrigefchen'r Grd/chMaS'ü-dKl Stadthändler')änbelangt,7müssen'wir5wirklich^ugeben, daß ewihm schwer sein iwerd^cheG thtztigM-) - einstichtSr vollen: und nachgiebigen Judenr©tanbi-zuohalten/;uDä der jüdische Händler/stets mit: öinemkleinön Gewinn mehr zufrieden ist,uals > d'er>/russtsche.Händler,- -.so einunv>wMaust'chevl-JLdenöfter'MndMringiLseüi Capital mehrnw Umsatz, /als <der. russische Händler.. , Indem der/Jude/ stch-wit/ einem: kleinen . Gewinn) befriedigt bekommter auch 'einen größern - Vortheil als i der.-russische Händler/ -welchen - er -endlich hinter sich läßt. .-Dadurch^ aber gewinnt^ auch ohne-Zweifel) did ganze-Stadtdenn der- -Hand^wird - lebhafterbefördert;* die Kapitalien! setzen sich schnellev um, -die;Gebrauchsgegenstände werden.billiger, und die- Conmrrenz,chie für idas. Wohl der Stadt -sehr wünschmswerthwjxd Mdurch./gestärkt^li:und,, wie-es scheint^ äisi^es unmöglich:/ solche Resultatenichts zu wünschen// Wird aber rver- Eiwfluß-der Juden'isihv) verderblich sein für/die--Claffe in -den .'DörferM /Mansägt- -daßdie Mischen lSchankwsrthe; den /Bauer werderdM -und vernichten/u^Habm denn: abdr micht auch unsere'eingeborenen russischen Schankwirthe denselben verderblichen Einfluß auf den unglücklichen und schutzlosenBauer geübt, wenn ihn manchmal( 'nicht - die''Maßregeln---der - Regierung, von solchem- Unglück erretten? - Die wirklichen- Maßregeln gegen den russischen Schankwirth können auch gegen den jüdischen - Schankwirth .angewendet)werden, man brauchte nur solche Maßregeln in der That wirkli ch au s zufü-h r en..*-)> Ferner geht die Rede,-daß die Juden dadurch dem' Bauer verderblich werden, -daß sie ihm kleine Summen borgen, und dagegenvondem Bauer- Getreide, welches weit wehr.Werth hatals die gemachte Anleihe/ erpressen.. Handeln aber nicht eben so ruchlos die wohlhabenden christlichen Pächter? Und - nicht - nur mitdem-'- Bauer/ auch mit: dem Fischhändler -u.A.i? Vielmehr glauben wir, daß die Ge- *) Wir müssen es leider gestehen, daß die Bestechung, worüber fast all e rüssifchenPeisschtisimDtzt-ZeMschreien, und sie in Rußland -auszurotten suchen/' in den Oertern, wo - die Juden wohnhaft find/ am -meisten nochherrscht, und zwar damit der Jude nicht stets durch den! Beamten schlecht' behandelt' wtrde.-' Mit ' dem Versetzen--aber der Juden' in die russischen Städte, •'< wo sie wie aK andern Einwohner behandelt werden sollen, wird wahrscheinlich die von jeher noch als 'eine Seuche - herrschende -'„Bestechung" endlich doch aufhören.; ---7/ u genÄart/der) Judeni den B auern Picht) zum./Schadensondern zum Nutzenudienen!/können uJetzt-jmuß) der Btzuerbei /feinem unvermeidlichen Geldmangel - nur an - P'ärman uoderMusmitz ^(siine/ christlichen Gefährten): sichwenden und allen - .ihren /Bedingungen sich unterwerfen^ wie; schwer: sie auch-seien.; /wenn- -er aber nichtWUr an Parman; undj Küsmitz, sandern/ auch an Schlemke/ undMbramke)sich-wenden--kannsö hat ex die - Wahl und) kann, - borgen, bei i denen, wo; die;Be-? dingungen/ - leichter) sind. ^Am Ende wagen wir. .es. zu. denken-/waß wie. Niederlassung der/Juden in - v etschiedenen Gegenden des Reiches .keinen -Schaden an. keinem Orte, sondern, hingegen bedeutende Vortheile, welche unfehlbar stch in dem belebenden Handel unter dem Einflüsse der-natürlich.eifrigen Judenhändler bethätigm werden/ bringen wird^ Außer/den Handels-- vortheilen wird das Versetzender Judennoch allgemein NM menschlichen Nutzen bringen,; da sie durchdie^ Verbreitung i unter der) großen Zahl der Christen -nicht so Wie bisher gegendie zeitweilige /gemeinschaftliche Eivilisation zurückhaltend sein werden."- - ,... j:tN. u; Holland. - - Haag, 22. December. ES wird noch erinnerlich sein, daß vor mehreren Monaten ein fünfzehnjähriger Israelit, Namens Hirsch, in. Amsterdam den Versuch, machte, dm Prediger Schwarz, als dieser in der schottischm Misstonskirche den. Gottesdienst; eröffnete/ -zu ermorden. Derselbe stand, gestern daselbst vor -Gericht, und wie auS; den Verhandlungen hervorging,; hat der junge Mensch gemeint,' ein Gott gefälliges Werk zu verrichtenindem er einen Profely tenMa ch er-ums Leben bringe; später ist er jedoch, auf andere -Gedanken gekommen und zeigt jetzt selbst- Reue über; seine Missethat. Einer: der..- zugezogenen Aerzte meinteer.habe an ölonomsnia religiosa gelitten. Der Gerichtshof hat dm Jüngling des; Versuchs, zum Morde mit;Vorbedacht für schuldig erklärt und ihn zu einer Gefängnißstrafe von 12 Jahren verurtheilt/;! (K/ Z.) Frankreich/ : ■ :! Paris;: im December.; ° Die/ Jsraelitetzi in. Algier hatten, wie wir gemeldet, an den Prinzen Napoleon ein ' Dankschreiben gerichtet,: weilerihre Glaubensgenossen in die Generalräthe von Algerien aufgenom-

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