Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 50 (6.12.1858)
- Date
- 1858-12-06
- Page
- Seite 690 (sequence 8)
- Language
- German
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veMaffen. möchten» -<H«w:Günzhvrg. beweiset dax durch,;gANK einlruchtßad:-„D« Jude ist-keinBetrü-!hmi,,ß.ei 'M«r LichqM melnemVolke würde ich d--ch, nichi, kN«iUiMillkonenreicheS. Vermögen/ selbst bei bMq qstldesten HpWNK drS. Verdachts, den. Händen »zesn«/, § Glaubensgenossen anvectrauthaben» i Aber nt«p, .pj«lj,ährige,Prüsunghad mirdie untrügliche l^hycMgung: geliefert, - daß meine. Capitalien im dereg,Hägdey< gestchertz find; „ daß Niemand unter ■ mei* nen;^ WanbenSgenpffem mein Zutraum mißbraucht, ufltz Paß, j mich!Mdlich> Niemand weder^ betrügt noch *«'•*&• **»<* »vü. uli-jU: -r. .«- . iLLHerr Güvkburx sorgt nicht nur für da» materielle Wohl syneS BolkeS, sondern auch für dessen mtzralischetAedeihen. , Ja.durch seine Anordnung wird, istj Viekeln zu. der.Bildung, und SittUchkeit der Jsraelitytui? Außland -beigrttagen,- und. manche Ministeriafr! Verordnung. kann oft nicht fu einflußreich, wirken^ M M Herr, & ünz d u r g.; durch die Art der Auf« nahme'M seinen^ Dienst.vermagr Niemand wird nämlich.Ai GÜnzbiibpA'fchw Dienst. ausgenommenohne vorher eistep Prüfung, in de» dem Handelsgeschäfte entsprecherchm^erforderlichen technischen Kenntnissen, hauptsächlich nbe,M richtigm Gebrauch der Landessprache undm.Wchn«h im-Obev-Comptoir fich unterworfen ikxiG in'*':- V.-< u »Mn«!:hesondereiToleranz herrscht nebenbei bei der Ausnahme in Äönz-urg'schen Dienst. E» wird nämlich ni«. darauf geachtet,, ol» der den Dienst Antretende. Talmudist, Kabbalistodeu civilifirter Weltmann sei, sondern nur darauft gesehen, daß « sittlich sei und di» ihm auferlegten Pflichten nach den strengsten-Gesetzen der Ehrlichkeit treu und gewiffmhaft erfüllen soll, lsnd dies ist. wieder rin großes Verdienst, denn das Anstößigste, und zu allem Unglück Führende ist im, gegenwärtigen russischen Judenthum einzig und allein Intoleranz und Parteigeisterei, welche nur durch prahischo.Gegenarbeitung, wie die Günzburg'sche Methode, aufgehoben werden können. „Daß Herr Günzburg wieder zur Beförderung des Ackerbaues, unt« den Juden Vieles beiträgt, ist allzu bekannt. Er kaufte bedeutende Grundstücke, um daraus, Juden unter den bequemlichsten Bedingungen einzusetzen, und schenkte ansehnliche Summen dem Ministerium der kaiserlichen Domänen als Fond, deren Zinsen den fich auSzeichnenden 'jüdischen Landlruten als Prämien vertheilt werden sollen. I „Auch zür Beförderung schöne» Wissenschaften üei^ seinen Glaubensgenossen hat Herr G Ünzdurfl Prä^ mien und Stipendien auSgesrtzk-, so daß kein gute»' Werk woch auöbleibt, an dem « nicht Theil nehmen' -sollte. v,<;t •>»-.. 1 > ‘ -i i 1. „Herr. Günzburg ist durch feine kobenSwerthe»* ^Verdienste mdlich zu dem Ansehen gelangt, daß nichtnur unser.Allerhöchster Landesherr ihm, außer der Er- - Hebung zum Erb - Ehrenbürgerstande, noch durch ver-- schiedene Ehren«Medaillen-Seine Erkenntlichkeit? bezeugte, sondern daß-auch fremde Monarchen — er HM-' .den preußischen, rothm Adlerorden — sich'» zur ange-- nehmen Pflicht machtenihn mit Ehrenzeichen-z«^ schmücken." -7- \ n Hierauf führt der Verfass« ein« Reihö bedeutest^ per Männer au» der Familie Günzburg ari-idt^ sich" seit zwei Jahrhunderten nicht geringe Verdienste auf" dem Gebiete hebräischer Literatur erworben haben» - s" i.5) ■V|:I i Ähhaydlungen verschiekenm Inhalts. Die-Lehre vom Bösen unkt Guten nach dem; l■ : Talmud und dem Midraschim, > ■ ' i von Or. I. Hamburger, Rabbiner- ' - ' : 1 Aä die Worte: Gott sah Alle», wa» er geschaffen,, - und »S war Mr gut (1 M %, 31.), — knüpfen st» < folgende Betrachtungen. .. Und «».war sehr gut — da», so sprechen ste, bezieht sich aufdi« Schöpfung de» Triooe» zum G ute » und de» zum B ö s« n, denn wäre her böse Trieb nicht, so hätte Niemand ein-hau» gebaut, Niemand eine Frau geehelicht. Niemand Linder gezeugt, Geschäfte getrieben «, s, w.'). Eben so zielen . obige Worte auf die Erscheinungen der Freude» und . Leiden, denn durch die letzten gelangen die Menschen zum . Leben im Jenseits. *) Eben so ist nach ihnen die Schö« , pfung de» Paradiese», wie di« der Hölle gut, weil durchs dieselbe Lohn auf die guten Handlungen und Straf« auf. , di« bösen erfolgen können. *) Aus gleiche Weis« sprechen,, fie von dem Engel de» Leben» und dem des Tode» — daß deren Schöpfung nur Gute» bezweckte, damit Derjenige, welcher fich mit guten Thatcn beschäftigt, da» Lr- ') Mtdr. rabb. zu: awi, 1 M. Abschn. 9. *) Ibid.; *> IbitL .