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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-11-08 · Heft 46 (8.11.1858) · p. Seite 639

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 46 (8.11.1858)
Date
1858-11-08
Page
Seite 639 (sequence 13)
Language
German
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«SS Mit dem 1. März a. f. wird die hiesige Lehrer- und Cantyrstelle, welche mit einem firen Gehalte von 220 Thalern außer den Accidmzien verbunden ist, vacant. Bewerber wollen sich an den Unterzeichneten wenden. Uedem am Niederrhein, im November 1858. Der Vorsteher Meyer Devrieö. Die durch Resignation erledigte Stelle des Rabbinates. in der israelitischen Gemeinde Endingen, Canton Aargau, wird hiermit nach Anleitung der Regierungsverordnung vom 4. Hornung 1853 zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Die Bewerber haben ihre Anmeldung bis zum 18. December bei der Erziehungsdirecüon in Aarau einzureichen, und derselben, nebst einer kurzen Darstellung ihres Lebens- und Bildungsganges,-beizulegen : a) befriedigende Zeugnisse über einen makellosen, religiösen Lebenswandel von anerkannten Rabbinern und Behörden; b) ein Maturitätszeugniß, welches sie sich von der Erziehungsdirection entweder durch die gesetzliche Maturitätsprüfung, oder aber durch genügende Ausweise über eine gründliche wissenschaftliche Vorbildung zu erwerben haben; e) akademische Zeugnisse darüber, daß sie die allgemeinen wie besondern Vorbereitungswissenschasten zum Studium der Mosaischen Theologie wenigstens drei Jahre auf einer Hochschule mit Erfolg und gutem Betragen studirt haben; ä) ein Rabbinats-Diplom von einem anerkannt gelehrten Rabbiner, womit sie sich über ihre gründliche wissenschaftliche Bildung in der Mosaischen Theologie, so wie auch über die ordnungsgemäß erworbene Rabbinatswürde answeisen. Nach Maßgabe dieser Ausweise wird die Behörde den Bewerbern entweder sofort ein förmliches Competenz - oder Wahlfähigkeitszeugniß ertheilen und sie der Gemeinde zur Wahl präsentiren, oder aber mit den nicht gehörig Ausgewiesenen eine besondere Concursprüfung anordnen. Der Gewählte hat, wenn er ein Landessremder ist, vor der hoheitlichen Bestätigung die ihm zur hierseitigen Niederlassung nothwendigen Schriften beizubringen. Mit der Stelle ist nebst freier Wohnung und den vorschristgemäßen Accidenzien eine fire jährliche Besoldung von wenigstens 1200 Fr., in vierteljährlichen Raten, verbunden. Endingen in der Schweiz, den 29. Oktober 1858. Namens der Vorsteherschast Der erste Vorsteher: Moses Sal. Dreyfuß. Der Gemeindeschreiber: Salomon Wyler. Ein Religionslehrer, yrtt und llMw, mit guten Zeugnissen versehen, im Hebräischen (bis m5U5?2 incl.) den Kindern Unterricht ertheilen kann, sucht zum Isten Januar 1859 eine angemessene Stelle und wollen sich Reflectanten über Weiteres in Franco-Briefen unter der Chiffre M, R. beim Lehrer S. Herz in Reetz bei Arenswalde wenden. » Ein mit den besten Zeugnissen versehener und mit« I einer wohlklingenden Stimme begabter unverheirathe- « ü Ut Cantor, der auch einen Chor gut zu leiten ver- «! steht, wünscht eine Stelle als Cantor und Schächter, t* A oder als Cantor und Religionslehrer. Derselbe hat I jg seit einer Reihe von Jahren in nicht unbedeutenden I jg Gemeinden zur größten Zufriedenheit fungirt. |> jg Frankirte Adressen besorgt der Cantor Leopold | g Stern in Ne uwedell (Kreis Arnswalde). ’ J Beachtenswerthe Anzeige. Ein Schulamtsbeflissener, 18 Jahre alt, streng religiös, mit Secundanerreife und hebräischem Wissen in der Dimension, daß er ‘"jYn mit Raschi unterrichten kann, welcher längere Zeit an einer öffentlichen Schule gewirkt hat und seine Special-Vorbereitung für die Lehrerprüfung im Laufe eines Jahres vollendet haben wird, sucht unter mäßigen Ansprüchen für die nächste Zeit eine Stelle als Hauslehrer oder in einer Gemeinde. — Offerten bittet man franco an Herrn Louis Pulvermann, ersten Lehrer der öffentlichen jüdischen Schule in Schönlanke, zu richten. Eine junge Dame, Jüdin, geprüfte Lehrerin, die auch in fremden Sprachen, als Französisch und Englisch, unterrichten und den Clavier - Unterricht überwachen kann, sucht sich als Lehrerin in ein Institut over als Gouvernante oder Gesellschafterin bei einer Familie zu placiren. Portofreie Anfragen befördert die Expedition dieser Zeitung unter Chiffre 8. N. Lehrlings-Gesuch. Für einen Sohn aus ordentlichem Hause ist zu sehr annehmbaren Bedingungen eine Lehrlingsstelle offen. Hulberstadt. L. Hirschfeld Wittwe. Manufactur- und Modewaaren-Handlung. In meinem Tuch- und Manusacturwaaren-Geschäft wird ein Lehrling, mosaischen Glaubens, unter annehmbaren Bedingungen zu engagiren gesucht. S. Frankenheim. Nord hausen, den 11. October 1858. Eine gebildete jüdische Familie in Breslau wünscht einige Pensionärinnen aufzunehmen. Die liebreichste Pstege wird zugesichert, so wie auch jede Nacbhülfe in den Schulgegenständen gewährt. Nähere Auskunft ertheilt Herr Sr. Zuckermann, Lehrer im jüv.-theologischen Seminar in Breslau, Wallstraße No. 1.

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