Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 41 (4.10.1858)
- Date
- 1858-10-04
- Page
- Seite 569 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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569 Persien. London- 22. September. Die Bombay-Gazette enthält einen Brief aus Teheran vom 13. April über die gegenwärtige Judenverfolgung inPerfien. Alle jüdischen Einwohner Herats sind, wie man schon vor einigen Monaten vernahm, nach Meshed deportirt worden, unter dem Vorwände, daß sie den Heratern in ihrem Widerstande gegen Persien behülsiich gewesen seien und daß sie in englischem Solde ständen. Ihre Lage in Meshed ist, nach obigem Schreiben, eine sehr klägliche. Alle ihre jungen Weiber sind geschändet worden, man versagt ihnen das tägliche Brot und viele sterben täglich an Entkräftung. Oberst Taylor gab ihnen, als er in Meshed war, einigeLcbenSmittel und machte den örtlichen Behörden Vorwürfe. Gleich nach seiner Abreise jedoch wurden die Juden wieder eben so unbarmherzig wie früher behandelt. Anzeigen. Die Stelle eines Vorbeters und Lehrers wird bei der hiesigen Kreis-Synagogen-Gemeinde vom Isten Oktober c. vacant. Es werden dafür qualisicine Personen, die diese Stelle anzunehmen geneigt sind, aufgefordert, sich beim hiesigen Vorstande zu melden. Der firirte Gehalt beträgt jährlich Thlr. 350. Nebeneinkommen durfte wohl circa auf Thlr. 100. zu schätzen sein. Es ist erforderlich, daß die Bewerber dieser Stelle die Qualifikation eines Elementarlehrers besitzen und daß sie auch Vorträge in der Synagoge halten können. Vom 21. bis 28. d. M. werden Meldungen auch in Leipzig, Brühl No. 30. 3 Treppen bei Hortsch von Herrn Hermann Lövison von hier entgegengenommen. Stallupönen, den 15. September 1858. Der Vorstand der Kreis-Syu.-Gemeinde. Baeanz. Bei hiesiger Synagogen - Gemeinde ist sofort die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters zu besetzen. Diensteinnahme: mindestens 100 Thlr. Gehalt, etwa 50 Thlr. Accidenzien und freie Dienstwohnung. Bewerber wollen sich bald mit portofreier Einsendung hinlänglicher Zeugnisse melden. Goslar am Harz, im September 1858. Vorstand hiesiger Synagogen-Gemeinde. Joseph Frank._ Bei der Unterzeichneten Gemeinde soll sofort ein Religionslehrer, der auch befähigt ist, deutsche Vorträge zu halten, mit einem jährlichen Gehalte von 250 THIrn. baar angestellt werden. Hierauf restectirende Lehrer wollen sich recht bald in portofreien Briefen an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Arnswalde, den 26. September 1858. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. I. Daniel. Die hiesige jüdische Gemeinde beabsichtigt an der zu errichtenden Gemeindeschule zwei geprüfte Lehrer anzustellen, und zwar einen Lehrer mit einem jährlichen Gehalt von 300 bis 350 Thlrn., welcher neben seinen Fachkenntnissen gründliche Kenntnisse im Hebräischen und die Tüchtigkeit, hierin zu unterrichten, besitzen muß, und außerdem noch die Befähigung, Schüler mindestens bis zur Tertia des Gymnasiums vorzubereiten; ferner einen andern Lehrer mit einem jährlichen Gehalt von 200 bis 250 Thlrn., welcher mit seinen Fachkenntnissen die Kenntniß des Hebräischen und die Tüchtigkeit, hierin zu unterrichten, verbinden muß. Bei Leiden Lehrern ist streng moralischer und religiöser Lebenswandel nothwendige Bedingung. Resteetanten wollen in frankirten Briefen die Zeugnisse über ihre Tüchtigkeit als auch ihren Lebenswandel dem Unterzeichneten Vorstand baldmöglichst zusenden. Sohrau, Oberschlefien, 27. September 1858. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. Die israelitische Gemeinde zu Eldagsen, Rabbinat Hannover, sucht sogleich einen Lehrer, der gleichzeitig Vorbeter und Schächter sein muß. Der Gehalt beträgt außer freier Wohnung circa 160 Thlr. Reflectanten wollen sich in portofreien Briefen bei dem Unterzeichneten melden. Eldagsen, den 27. September 1858. M. Mosheim, Vorsteher. Eine mit 100 Thlrn. Preuß. Crt. firem Jahresgehalt nebst der sogenannten Schechita, Wobnung, Heizung, Mittag- und Abendtisch besoldete Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters, Schächters rc., der die Approbation unseres Landesrabbiners erhalten muß, ist kommende Ostern, "bVh'h 'HS in unserer Gemeinde zu besetzen. Hierauf Restectirende wollen ihre desfallsigen Zeugnisse portofrei an uns einsenden. Plau in Mecklenburg, den 17. September 1858. Die Vorsteher der hiesigen Israel. Gemeinde. N. Elkan. I. A. Cohn. S. S. Goldschrnidt. Die hiesige Cantor- und Schächterstelle ist von HS Vifoui pwnM an neu zu besetzen. Die Einkünfte find jährlich 250—300 Thlr. nebst freier Wohnung. Restectirende wollen sich in hiesiger Synagoge hören lassen und die nöthigen Atteste mit zur Stelle bringen. Reisekosten werden nicht vergütigt. Schönlanke, 22. September 1858. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. I. S. Salzburg.