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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-09-27 · Heft 40 (27.9.1858) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 40 (27.9.1858)
Date
1858-09-27
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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22 Jahrgang. Allgemeine ^0 Zeitung des Zndenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Heraus gegeben von Rabbiner Ur. Ludwig Philipps»« in Magdebiug. Leipzig, den 27. September 1858. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich gegen 80 Bogen und darüber in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. 2n Gemäßheit des Zweckes, derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; ,— 1 Thlr. 15 Ngr. für sechs Monate — 22!/2 Ngr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen au; der Hciuptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sachs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Predigt, gehalten von Dr. Ludwig Philippen am Tage seines 25jährigen Jubiläums rc. — Die Bologneser Angelegenheit. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Oesterreichischer Kaiserstaat: Prag, Gr. Becskerek. Frankreich: Paris. Norder m e r i k a: New - Kork. Leitende Artikel. Magdeburg, 19. September. Predigt, gehalten von Rabb. Dr. Ludwig Philipps«« am Tage seines 25jährigen Jubiläums, am ersten Tage N2DN m-i des Jahres ti'^n (am 9. September 1858). Meine Freunde! Andächtig Versammelte! „So spricht der Ewige: Halte ah Deine Stimme v om W e h k l a g e n, D eine Au gen v om Weinen, denn es ist ein Lohn für Dein Wirken, und es ist die Hoffnung für Deine Zukunft." (Jirmej. 31, 16. 17.) Mit diesem Worte des Propheten Jirmejah in der morgenden Haphtorah trat ich, geliebte Gemeinde, heute vor 25 Jahren, heute vor einem Vierteljahrhundert, zum ersten Male vor Dich hin, das Wort des Herrn Dir zu deuten, die Lehre des Herrn zu verkünden; dies war das Prophetenwort, mit welchem ich Dich, mit welchem ich das Amt in Dir, den Dienst des Wortes vor Dir begrüßte. „Es giebt einen Lohn für Dein Werk, es ist eine Hoffnung für Deine Zukunft!" 3a, ich war Jüngling damals noch an Jahren, und fast wundersam, wie ein unverdientes Geschenk von oben das Vertrauen, welches Du mir entgegenbrachtest. Aber legt nicht der Geist Gottes gerade auf die Lippen der Jugend oft wie ein prophetisch Wort? drängt sich nicht bisweilen gleich in den Anfang unsrer Bahn der ganze Inhalt derselben, wie in dem der Erde vertrauten Keim schon die ganze Pflanze, der ganze Baum, sein Stamm und seine Aeste, seine Wurzel und seine Krone, sein Laub und seine Frucht angelegt find? Dies war es, was auch ich Israel zu verkünden hatte: es ist eine Hoffnung für Deine Zukunft und für Dein getreulich Werk ist sicherer Lohn dies ist es, was oer Gedanke meines ganzen Lebens war und ist, nichts Anderes weiß ich noch heute, nach so vielen Prüfungen, nach so vielem Ringen und Kämpfen zu verkünden, dies war der Tert meiner ersten Predigt, er ist es noch der heutigen, er wird es der letzten sein, die meinen sterbenden Lippen entfliehen wird... . M. Fr.! Fünfundzwanzig Jahre stand ich vor dieser Gemeinde, in guten und bösen Tagen, in fröhlichen «1$ traurigen Stunden, zu schweren und freudigen Werken — fürwahr, wäre dies nur ein Ereigniß, das meine Person

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