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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-09-20 · Heft 39 (20.9.1858) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 39 (20.9.1858)
Date
1858-09-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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28. Jahrgang JW 89. 911 l g e m eine Zeitung des Zudcnthumö. E i n unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippfon in Magdeburg. Leipzig, deri 20. September 1858. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich gegen 80 Bogen und darüber in Quart incl. des Titels, Ne» gisters n. f. rv. umfassen. 2n Gemäßheit des Zweckes, derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. für sechs Monate — 22Ngr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter nnd Zeitnngs - Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königs. Sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Vom Institute zur Förderung der israelitischen Literatur. Wir machen darauf aufmerksam, daß mit dein 30. September c. incl. der Schluß des Abonnements für das vierte Jahr eintritt, und daß nach diesem Termine der Beitritt nur in ganz besonderen Fällen ausnahmsweise gestattet wird. Inhalt. Leitende Artikel: An die Gesellschaft der Freunde (Quäker) in England. — Die Bologneser Angelegenheit. — Literarischer Wochenbericht. ZeitungSrrachrichten: Deutschland: Hamburg. Preußen: Berlin, Berlin, Berlin, Magdeburg. Oest erreichisch er K a i s e r st a a t: Aus dem Tokayergebicge, Lieben, Prag, Teschen. D o n a u f ü r st e n t h ü m e r: Bukarest. Italien: Turin. Rußland: Kiew. Leitende Artikel. Hamburg, 12. September. An die Gesellschaft der Freunde (©uöker) in England. * Die vortrefflichen, in den edelsten Worten ansgedrückten Gesinnungen, mir welchen Sie sich neulich unter dem Titel: Ein Wort zu Gunsten der Gewissensfreiheit an das große Publikum, und zunächst an die zu demselben gehörigen regierenden Personen gewendet haben, veranlaßt die Einsendung gegenwärtiger Zeisen.- Der Verfasser ist von ganzem Herzen ein Jude, der es nicht verbergen will, daß er als Jude stolz ist auf das Christenthum, dieses großartigste Product jüdischer Lehren und jüdischer Männer, ja der ganzen jüdischen Nation, bei welcher allein ein solches Erzeugniß möglich war-, daß er ferner vor Ihrer Gesellschaft eine so große Achtung fühlt, daß, hätte er je Versuchung empfunden, das Judenthmn zu verlassen, er sich einzig Ihrer Gesellschaft hätte anschließen mögen, weil er es gewohnt ist, daß eine wirkliche Religion sich nicht zumeist mit den öffentlichen Bekenntnissen und Ceremonien befasse, sondern das ganze praktische Leben durchdringe. Ihre oberwähnte Adresse, sie bedarf keines Lobes, denn ihre Anerkennung erfolgt von selbst, und ich spreche den Wunsch aus: möchte es doch erst so weit sein, daß auch ihre Befolgung überall etwas Selbstverständliches wäre! Eine einzige Ungehörigkeit scheint sich jedoch in dieselbe eiugeschlichen zu haben, und Sie werden gewiß nichts dawider haben, wenn man Sie darauf aufmerksam macht. Ihre Eingangsworte nehmen direkten Bezug auf die „Hinwegraumung von Fesseln der Gewissensfreiheit in Großbritannien", womit nichts Anderes gemeint sein

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