Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 31 (26.7.1858)
- Date
- 1858-07-26
- Page
- Seite 427 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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427 Zum Isten Oktober c. ist hier die Stelle eines Religionslehrers und Cantors, der auch eine Predigt zu halten befähigt ist, mit einem Gehalt von circa 300 Thalern und freier Wohnung, und die Stelle eines Schächters mit dem Gehalt von circa 150 Thalern vacant. Auch kann die Stelle so besetzt werden, daß der Religionslehrer für einen Gehalt von 450 Thalern verpflichtet ist, für seine Kosten einen Schächter zu halten. Wünschenswerth ist der Eintritt schon am 1. September. Geeignete Persönlichkeiten wollen sich unter Einreichung ihrer Atteste baldigst bei Unterzeichnetem melden. Colberg, den 11. Juli 1858. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die hiesige jüd. Gemeinde will zum 1. Oktober e. oder früher einen geprüften Lehrer und Schächter engagiren. Das Einkommen würde sich auf circa 300—350 Thlr. belaufen. Qualificirte Bewerber wollen ihre Anträge nebst Zeugnissen dem Unterzeichneten Vorstände übersenden. Tiegenhof, den 5. Juli 1858. I. Goldberg, Vorstand. Bewerber um die hiesige Oberlehrerstelle, welche außer freier Wohnung und Feuerung jährlich 200 preuß. Thaler einbringt und entweder sofort oder zu Michaelis d. I. besetzt werden soll, werden ersucht, ihre Zeugnisse in fivemirter Abschrift baldmöglichst dem hiesigen Schulvorstande einzusenven. Elmshorn (Holstein), den 28. Juni 1858. In hiesiger Gemeinde ist die Rabbiner- und Predigerstelle vacant. Der jährliche Gehalt beträgt 6—70V Thlr. Pr. Crt. außer Rebeneinkünfien und freier Wohnung. Qualificirre Bewerber belieben sich mir den erforderlichen Zeugnissen in portofreien Briefen spätestens bis Mitte August d. I. anzumelden bei dem Vorstände dcr israelitischen Gemeinde zu Stockholm. Ein geprüfter Religionslehrer, Schächter und Vorbeter kann bei der hiesigen jüdischen Gemeinde mit 150 Thlrn. fir ercl. Schechila unv Nebeneinkommen sofort engagirt werden. Reflektanten wollen ihre Befähigungs- Atteste schleunigst franco einsenden. Aken 41/8., den 20. Juli 1858. Der Vorstand. A. Bahr. In hiesiger Synagogen-Bezirks-Gemeinve wird baldmöglichst ein junger, tüchtiger, eraminirter Elementarlehrer verlangt. Ist auch der firirte jährliche Gehalt vorläufig nur auf 200 Thlr. festgesetzt, so wird demselben doch die Aussicht auf seine fernere geistige Entwickelung und Vervollkommnung von mir eröffnet. Unverheirathete Bewerber wollen sich schleunigst in srankinen Briefen an den Synag.- Vorstand hier oder direct an mich wenden. Mewe, Reg.-Bez. Marienwerder, im Juli 1858. l)r. Simon Sachs, Rabbiner. Concurs. Für die in der Anstalt zur Erziehung armer israelitischer Waisenmädchen zu Prag befindlichen Waisen wird eine Erzieherin jüdischer Confession gesucht. Dieselbe muß ttt der Führung der Wirthschaft erfahren und zum Unterrichte in den weiblichen Handarbeiten tüchtig sein. Der literärische Unterricht soll, wenn er nicht selbst e r t h e i l t werden kan n , doch wen igstens überwacht werden, und ver dazu nöthige Bildungsgrad vorhanden sein. Vor Allem aber ist es nöthig, da die Erzieherin von Waisen dazu berufen ist, Mutterstelle an denselben zu vertreten, daß sie die Eigenschaften einer guten Hausmutter besitzt, liebst der Wohnung in der Anstalt und freier Station, ist mit dieser Stelle jetzt ein Gehalt von Zweihundert Gulden C.-M. verbunden. Die Bewerberinnen haben ihre Gesuche an Frau Therese Wiener geb. v. Lämel, Brenntegasse Nr. 9 8. zu rlchten. Prag, den 15. Juli 1858. Der Vorstand des Privat-Frauenvereins zur Erziehung armer israelitischer Waisenmädchen. Ein unverdeirnrheter Lehrer u. Cantor mit guten Zeugnissen versehen, tüchtig im Hebräischen, in den alten und neuern Sprachen bewandert und auch zum Chorleiten befähigt, sucht zum 1. Oktober er. eine seinen Fähigkeiten angemessene Stelle und wollen sich Restectan- U\x über Weiteres in Franco-Briefen an Herrn Lehrer Goldstein in Grevenbroich bei Cleve wenden. Junge Leute jüdischer Religion, die sich in der französischen Sprache mündlich und schriftlich ausbilven wollen, können sogleich bei mir eintreren. Einen befonoern Vortheil zur wissenschaftlichen Bildung bieten die berühmten hiesigen Unterrichtöanstaiten dar, und vorzüglich die beiden Fakultäten. Jedermann kann den öffentlichen Vorlesungen unentgeltlich beiwohnen. Ein wohlrhuenves Familienleben wird dem Deutschen das Hiersein angenehm machen. Der Preis der Pension ist 80 Franken monatlich. Nähere Auskunft ertheilt bereitwillig M. RaÜsbODüe, ancien Professeur des Lycees iinpdriaux ä Nancy (France).