Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 30 (19.7.1858)
- Date
- 1858-07-19
- Page
- Seite 413 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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413 warne." Nebstbei hielt er jeden Sabbath und Feiertag in seiner Wohnung populäre Vorträge über den Wochenabschnitt oder die Haftora, die an diesem Tage in der Synagoge verlesen worden. Bald wählte ihn die große und wichtige Gemeinde zu Fürth zum Oberrabbiner, da aber die bedungene Frist Ln Metz noch nicht zu Ende war, wollte ihn die Metzer Gemeinde nicht entlasten. Aber im Jahre 1750 (in seinem 60sten Jahre) erlangte er das Rabbinat der drei vereinigten Gemeinden: Hamburg, Altona und Wandsbeck, und fühlte sich dadurch sehr glücklich. Nun meinte er das Ziel all seiner Bestrebungen wirklich erreicht zu haben, da er zu Hamburg sowohl Anverwandte, als auch viele Freunde und Bekannte aus früheren Tagen hatte, sich auch schon in der wonnevollen Hoffnung wiegte, bei dem jüdischen Buchdrucker zu Altona seine schriftstellerischen Arbeiten ans Tageslicht treten zu lassen; allein nur zu bald fand er sich leider in all diesen freudigen Erwartungen sehr arg getäuscht. Jetzt erst nährte eine bittere Zeit für ihn. Stürme und Verfolgungen brachen über sein Haupt herein, die Glück und Ruhe aus seinem Herzen verscheuchten, sein Inneres mit Harm und Gram erfüllten. lFortsetzung folgt. Anzeige it. Aufforderung. Die Cantor - und Schächterstelle Hierselbst, mit welcher ein jährliches Einkommen von circa 600 Thlrn. verbunden ist, soll möglichst bald besetzt werden. Qualisicirte Subjekte wollen sich daher unter Beibringung ihrer Qualifications-Atteste persönlich beim Unterzeichneten Vorstande melden. Reisekosten werden nicht vergütigt. Jnowraclaw, den 29. Juni 1858. Der Synagogen-Vorstand. M. Latte. Zu Michaelis d. I. wird in hiesiger Gemeinde die Stelle eines Religionölehrers, verbunden mit den Functionen eines Schächters und Vorbeters, vacant, und soll sodann wieder besetzt werden. Der jährliche fire Gehalt ist 120 Thlr. Pr. Crt., freie Station und die Schächtergebühren. Die hierauf Reflectirenden wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse in frankirten Briefen wenden an den Unterzeichneten Vorsteher Jsaae Wolffenftein. Dömitz in Mecklenburg, im Juni 1858. Die hiesige jüd. Gemeinde will zum 1. Oktober e. oder früher einen geprüften Lehrer und Schächter engagiren. Das Einkommen würde sich auf circa 300—350 Thlr. belaufen. Qualisicirte Bewerber wollen ihre Anträge nebst Zeugnissen dem Unterzeichneten Vorstande übersenden. Tiegenhof, den 5. Juli 1858. I. Goldberg, Vörstand. Bewerber um die hiesige Oberlehrerstelle, welche außer freier Wohnung und Feuerung jährlich 200 preuß. Thaler einbringt und entweder sofort oder zu Michaelis d. I. besetzt werden soll, werden ersucht, ihre Zeugnisse in fidemirter Abschrift baldmöglichst dem hiesigen Schulvorstande einzusenden. Elmshorn (Holstein), den 28. Juni 1858. Lehrer-Gesuch! Bei der hies. isr. Gemeinde ist sofort oder Michaelis gegen einen angemessenen Gehalt die Stelle eines Religionslehrers, womit die Function als Vorsänger verbunden, offen. Hierauf reflectirende unverheirathete, mit guten Zeugnissen versehene Candidaten wollen sich dieserhalb längstens bis Ende dieses Monats an den Vorstand wenden. Corbach im Fürstenthum Waldeck, im Juli 1858. _Der Vorstand. In hiesiger Gemeinde ist die Rabbiner- und Predigerstelle vacant. Der jährliche Gehalt beträgt 6 — 700 Thlr. Pr. Crt. außer Nebeneinkünften und freier Wohnung. Qualificirre Bewerber belieben sich mit den erforderlichen Zeugnissen in portofreien Briefen spätestens bis Mitte August d. I. anzumelden bei dem Vorstande der israelitischen Gemeinde zu Stockholm. in Lehrer, der tüchtigen Unterricht im Hebräischen, Deutschen und Französischen ertheilen kann, findet ein Engagement mit 400 Fl. jährlichem Gehalt in Biblis bei Worms. Zeugnisse über tüchtige Kenntnisse und sittlich-religiöses Verhalten find baldmöglichst franco einzusenden an Salomo« Bobenheim I., Vorsteher der israelitischen Gemeinde zu Biblis. Zwei Knaben oder junge Männer, welche ihrer wissenschaftlichen, künstlerischen, geschäftlichen oder gewerblichen Ausbildung wegen in Leipzig leben wollen, erhalten von uns ein Stipendium von je 60 Rthlrn. jährlich, wenn dieselben gute Sopransänger und geneigt sind, in unserm Synagogenchor mitzuwirken. Portofreie Meldungen find baldigst an den Unterzeichneten zu richten. Der Vorstand der israelitischen Neligions- Gemeinde zu Leipzig. Hermann Meyer. Leipzig, Juli 1858. 30