Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 27 (28.6.1858)
- Date
- 1858-06-28
- Page
- Seite 377 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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377 so lange Lord Derby und Genossen sich in der Opposition befanden, ist thunlich, ja, selbst zweckmäßig geworden, sobald sie ans Ruder gelangt sind. Eben jene Gesetzesvorlage, der sie 15 Jahre lang hartnäckig Widerstand geleistet haben, sind sie jetzt zu fördern bereit. So lange nichts durch Nachgiebigkeit zu erreichen war, zeigten sich die Torys unerbittlich, da die Nachgiebigkeit ihnen nicht zum Amte verholfen haben würde. Wenn aber auch Letzteres der Fall war, so hätten sie die Aussichten auf daß Amt doch vielleicht durch Widerstand einbüßen können. Die Juden sollen also ihr GeburtSrechl erlangen, weil ihre alten Gegner ihre Stellen mehr lieben, als sie die Juden oder die bürgerliche und religiöse Freiheit haßten, welche deren Sache in diesem Falle vertritt. Anzeigen. Eine Lehrerstelle an der hiesigen hebräischen und deutschen Elementarschule mit einem Jahrgehalt von 300 Thlrn. ist am 1. September, resp. Oktober d. I. vacant. Hierauf Reflectirende wollen ihre Zeugnisse bis spätestens den 15. Juli e. an Unterzeichneten Vorstand einsenden. Zugleich wird bemerkt, daß das Lehrerpersonal an obiger Schule aus 4 Lehrern, inclusive des Rectors, besteht, und der abgehende Lehrer Privatunterricht ertheilt hat, welchen der Anzustellende fortführen kann. Stolp in Pommern, den 3. Juni 1858. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde soll 1) die Stelle eines Religionslehrers und Predigers mit Gehalt von 400 bis 450 Thlrn. sogleich oder bis spätestens Mitte October d. I., 2) die Stelle eines Chasan und Schächters mit einem Gehalt von 250 bis 300 Thlrn. nebst freier Dienstwohnung vom 13. October d. I. ab besetzt werden. Zu diesen Stellen geeignete Bewerber wollen unter Einreichung ihrer Befähigungszeugnisse, welche portofrei erbeten werden, bei dem Unterzeichneten Vorstande sich melden. Brandenburg ajH., den 9. Juni 1858. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. T. Simon. Zum Isten April k. I. soll die hiesige Cantor- und Schächterstelle, mit der ein fester Gehalt von Rthlr. 250. und ca. Rthlr. 100. Nebeneinkünfte verbunden ist, anderweitig besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich unter portofreier Einreichung der Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Wünschenswerth ist der Besitz einer nanni"? rvnnrr. Könitz, den 30. Mai 1858. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Eduard Hermann. Jacob Lewinski. Bekanntmachung. Die zweite Lehrerstelle an der hiesigen jüdischen Elementarschule ist vacant. Qualificirte Schulamts-Kandidaten werden aufgefordert, sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bei uns binnen 14 Tagen um diese Stelle zu bewerben. Der jährliche Gehalt beträgt 175 Thlr., die Einnahme für Privatunterricht hat bisher 75 Thlr. betragen. Schönlanke, den 30. Mai 1858. Der Magistrat und jüdische Schulvorstand. Zur Leitung eines das Gymnasium besuchenden Knaben wird für eine Provinzstadt Mährens ein Erzieher gesucht, der in den neueren Sprachen und Hebräischen gründlich Unterricht ertheilen kann. Gehalt, nebst vollkommen freier Station, vorläufig 400 Fl. C.-M. Anfragen sind zu richten an Herrn Jfilk Werner, Religionslehrer in Krem si er in Mähren. 1 Sopranist, 1 Tenorist und 1 tiefer Bassist, die bei kräftiger, ausgiebiger Stimme einige musikalische Kenntnisse besitzen, können im hiesigen Synagogen-Chore unter guten Bedingungen Anstellung finden. Geeignete Bewerber wollen sich persönlich oder schriftlich beim Unterzeichneten melden. Leipzig, 24. Anni 1858. A. Weisler, Cantor der hies. israel. Religions-Gemeinde. rrr Lehrer!!! Ein geprüfter jüdischer Lehrer, 22 Jahre alt, der auch das Abiturienten-Eramen gemacht u. musikalisch ist, wünscht eine öffentliche Lehrerstelle, wo möglich als erster Lehrer in Schlesien, vom 1. August er. ab anzunehmen. Gefällige Offerten beliebe man unter der Chiffre A. B. poste restante in Arnsberg frei einzusenden. In meinem Pensionat kann ein Knabe noch Aufnahme finden. Breslau (Königsplatz 4.). Dr. M. A. Levy.