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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-06-21 · Heft 26 (21.6.1858) · p. Seite 364

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 26 (21.6.1858)
Date
1858-06-21
Page
Seite 364 (sequence 14)
Language
German
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364 Rath und Hülfe für Diejenigen, welche an Gesichtsschwäche leiden und namentlich durch angestrengtes Studiren und andere angreifende Arbeiten den Augen geschadet haben. Seit meinen Jugendjahren hatte auch ich'die leidige Gewohnheit, die Stille der Nacht wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen. Sowohl hierdurch, als durch viele angreifende optische und feine mathematische Ausführungen war meine Sehkraft so sehr geschwächt, daß ich um so mehr den völligen Verlust derselben befürchten mußte, da sich eine fortwährende entzündliche Disposition eingestellt hatte, welche mehrjährigen Verordnungen der geschicktesten Aerzte nicht weichen wollte. Unter diesen betrübenden Umständen gelang es mir, ein Mittel zu finden, welches ich nun schon seit 40 Jahren mit dem ausgezeichnetsten Erfolge gebrauche. Es hat nicht allein jene fortdauernde Entzündung völlig beseitigt, sondern auch meinen Augen die volle Schärfe und Kraft wieder gegeben, so daß ich jetzt, wo ich das 75ste Lebensjahr antrete, ohne Brille die feinste Schrift lese und mich, wie in meiner Jugend, noch der vollkommensten Sehkraft erfreue. Dieselbe günstige Erfahrung habe ich auch bei Andern gemacht, unter welchen fich Mehrere befanden, welche früher, selbst mit den schärfsten Brillen bewaffnet, ihren Geschäften kaum noch vorzustehen vermochten. Sie haben bei beharrlichem Gebrauche dieses Mittels die Brille hinweggeworfen und die frühere natürliche Schärfe ihres Gesichtes wiedererlangt. Dieses Waschmittel ist eine wohlriechende Essenz, deren Bestandtheil die Fenchelpfianze ist, von welcher Jablonsky in seinem Allgem. Lericon der Künste und Wissenschaften" (S. 201. rc.) sagt, daß schon die älteren Naturkundigen bemerkt haben wollen, daß die Schlangen, welche oft an Blindheit litten, dieses Fenchelkraut fressen und dadurch die Sehkraft wieder erlangen. Diesem sei nun wie ihm wolle — ich erkenne mit Dankbarkeit an, daß uns der gütige Schöpfer dieses Kraut gegeben hat. Die Bereitung der Essenz erfordert indessen eine verwickeltere chemische Behandlung und ich bemerke daher, daß ich dieselbe seit längerer Zeit in vorzüglicher Güte von dem hiesigen Chemiker, Herrn Apotheker Geiß, beziehe; derselbe liefert die Flasche für Einen Thaler, und ist gern erbölig, dieselbe nebst Gebrauchsanweisung auch auswärts zu versenden. Ich rathe daher dem Leidenden, die Essenz von hier zu beziehen, indem eine solche Flasche auf lange Zeit zum Gebrauche zureicht, da nur etwas Weniges, mit Flußwaffer gemischt, eine milchartige Flüssigkeit bildet, womit Morgens und Abends, wie auch nach angreifenden Arbeiten die Umgebung des Auges befeuchtet wird. Die Wirkung ist höchst wohlthätig und erquickend und erhält und befördert zugleich die Frische der Hautfarbe. Es wird mich erfreuen, wenn vorzüglich Denen dadurch geholfen wird, welche bei dem rastlosen Streben nach dem Lichte der Wahrheit oft das eigene Licht ihrer Augen gefährden und einbüßen müssen. Vielleicht kann auch durch den Gebrauch dieses Mittels das leider bei der jungen Welt so sehr zur Mode gekommene entstellende Brillentragen vermindert werden, da es in den meisten Fällen die Augen mehr verdirbt als verbessert. Brillen können nur einer fehlerhaften Organisation des Auges zu Hülfe kommen, aber nie gesunde oder geschwächte Augen stärken und verbessern. Aken a. d. Elbe. Dr« Romershausen. Literarische Anzeigen. Israelitische, schön ausgestattete Corrfirmationsscheine von I. Frankfurther in Magdeburg. Preis: mit Tondruck a Erempl. 4 Ngr. 25 Erempl. 2V2 Thlr.; braun a Erempl. 3 Ngr., 25 Erempl. 2 Thlr. So eben ist erschienen und durch E. L. Fritzsche in Leipzig zu beziehen: pitil 1BÖ: Chisuk Emuna, neu herausgegeben von J Fischl. Leipzig 1857. Lroch. Preis 24 Ngr. mnrn -iev. Gutachten-Sammlung der babylonischen Lehrer oder Geonim, nach einer Handschrift des Moses Mardechai Mejuehas, Chacham in Jerusalem, und nach dem ersten Abdruck zu Salonik 1802 im Buche Naharot Dameschek, neu herausgegeben mit Anmerkungen von R. David Loria von J. Fischl. 1858. brosch. Thlr. 1. Milch einet Mizvah, zur Verteidigung des Talmud von Salomo Daran, broch. 10 Ngr. Bet-ha-Midrasch, Sammlung kleiner Midraschim etc. 4 Theile, herausg. von Dr. A. Jellinek. Thlr. 5. 10 Ngr. Rabbi Jonathan Eibenschütz. Eine biographische Skizze von Gutmann Klemperer. Prag 1858. 20 Ngr. Sippurim, Sammlung jüdischer Volkssagen, Erzählungen, Mythen, Chroniken, Denkwürdigkeiten und Biograhien berühmter Juden. Herausgegeben von W. Pascheles. 4te Sammlg. Preis Thlr. 1. 15 Ngr. Die erste bis dritte Sammlung kosten Thlr. 2. 22*/2 Ngr. Für die jüdischen Abgebrannten in Frankenstein. 21) Von Dr. H. Engelbert, Prediger in Elberfeld, ges. 15 Thlr. Die Redaction. Jüdisches Volksblatt Ro. 25. Wie sich das Blatt wendet. — Eine jüdische ..Jungfrau von Orleans" in Afrika. — Die Juden in Jemen. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährig '/« Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur: K. Nabe.

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