Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 19 (3.5.1858)
- Date
- 1858-05-03
- Page
- Seite 265 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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268 Offene Stelle. Ein Weißwaaren- und Blumen- Geschäft in West- Phalen sucht für den 1. Juli d. I. ein solides, gewandtes Mädchen von angenehmem Aeußern und jüdischer Konfession, gegen gutes Salair, als Ladengehülstn. Einige Erfahrung in Putzarbeit wäre derselben sehr zu wünschen. — Frankirte Offerten unter Lit. A. No. 23. besorgt die Expedition dieses Blattes. In unserm Kurzwaaren-Geschäft en gros kann ein Lehrling, der die nöthigen Vorkenntnisse besitzt, sofort placirt werden. Osterode am Harz, im April 1858. Sternheim & Comp. Eine mit guten Zeugnissen versehene, erfahrene jüdische Köchin kann zum 15. Juni d. I. in einer größern Provinzialstadt Thüringens einen guten Dienst erhalten. — Neflectirende wollen sich in frankirten Briefen sub R. B. poste restante Mühlhausen in Thüringen melden. In einen kleinen jüdischen Haushalt wird eine Haushälterin, die zugleich die Küche versieht, gesucht; ein Hausmädchen wird ihr zur Seite stehen. Nähere Nachricht ertheilt der Cantor Herr Goldherg in Braunschweig. Der Unterzeichnete, der durch ein vieljähriges Geschäft in Eedern (ormntf) und Palmen (D^nbib) in den Stand gesetzt ist, solche in ausgesucht schöner Qualität zu den billigsten Preisen ablassen zu können, macht hiermit die israelitischen Gemeindevorsteher, so wie die Kleinhändler in diesem Artikel hierauf aufmerksam und ersucht sie, sich brieflich an ihn zu wenden, worauf er ihnen die billigsten Preise sowohl von Corouer-, Corsikaner-, Genueser- und Calabreser - Eedern, als auch von grünen und trockenen Palmen mittheilen wird. Und gewiß werden seine sammtlichen resp. Abnehmer in jeder Beziehung mit seinen Anerbietungen und Ablieferungen aufs Vollkommenste befriedigt werden. Hechingen (Hohenzoller'sche Lande), im April 1858. _B. M. Roth. Im Verlage von Kohn & Haneke in Breslau sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Nathan der Weise von L e s s i n g. Analytisch erläutert von Max Kmnik. Velinpapier, eleg. geh. Preis 15 Sgr. Jugendbibliothek zur angenehmen und nützlichen Unterhaltung, zur Veredelung des Herzens und Dildnng des Verstandes, zunächst für die israelitische Jugend von irr. I. H. Jacobsohn. I. Eleg. cartonirt. Preis 10 Sgr. In unserem Verlage erschien so eben und ist durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Gebetbuch für israelitische Frauen. Zum Gebrauch bei der öffentlichen und häuslichen Andacht. Nach vorhandenen alten Gebeten bearbeitet von H. Miro. Mit Approbationen des Ober-Rabbiner Titin, Rabbiner Dr. Geiger , Prediger Pleßner nnd Anderer. Vierte Aussage mit deutschen Lettern. Velinpapier, elegant broschirt. Preis 20 Sgr. Breslau. Kohn & Hancke. _ Buch Kunst- und Musikalienhandlung. Im Verlage von Joh. Arban Kern in Breslau ist so eben erschienen: Ueber den Austritt aus dem Judenthnme. Offenes Sendschreiben an Herrn M. Maaß von Dr. Abraham Geiger, Rabbiner der Synagogen-Gemeinde zu Breslau. 8. Geh. Preis 5 Sgr. Der dritte Jahrgang des Wertheimschen Kalenders für die jüdischen Gemeinden Preußens wird mehrere Wochen vor der Frankfurter Sommermeffe erscheinen. Das Adreßbuch der Synagogen-Gemeinden Preußens fällt in diesem Jahre aus, desto umfangreicher wird die der Unterhaltung gewidmete Abt Heilung sein, die u. A. eine neue Erzählung von Bernstein, „Mendel Gibbow" betitelt, enthalten wird. Berlin, April 1858. Beit # Comp. Born Rhein, im April 1858. In unserer an achter Frömmigkeit und talmudischer Gelehrsamkeit so armen Zeit ist der Verlust großer Männer doppelt schmerzlich und tiefe Wehmuth erfüllt uns, wenn wir ausrufen müssen: rnb^b D*nM b? trajs rvib^b trfej" Einen solchen Nachruf verdient wohl mit Recht der leider tun 30 März l. I. zu Hadamar im Herzogthum Nassau erfolgte rasche Hintritt des ehrwürdigen Landrabbiners Herrn Samuel Salomon Wormser von Langenschwalbach, welcher deshalb die ganze Gemeinde tief erschütterte und das schöne Fest m zur Trauer byy ihr umwandelte. Einer berühmten Rabbinerfamilie entstammend und jüngster Sohn des Oberrabbiners zu Fulda (geb. am 17. Januar 1770), entfaltete er in noch sehr jugendlichem Alter große, durch seltene Geistesgabm geförderte talmudische Gelehrsamkeit, was seine zahlreichen Diplome von Fürth, Mannheim, Bonn, Frankfurt und von andern Orten beurkunden. Schon vom Jahre 1804 an, wo er sich nach Lemburg a. d. Lahn verheiratete, sungirte er als Rabbiner in wichtigen Angelegenheiten; jedoch erst mit dem Jahre 1811 wurde er definitiv mit allen Ehren und Würden staatlich als Landrabbiner der Graf-