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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-05-03 · Heft 19 (3.5.1858) · p. Seite 263

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 19 (3.5.1858)
Date
1858-05-03
Page
Seite 263 (sequence 11)
Language
German
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263 auchder sehr gelungenen Grabrede wiederzugeben, welche Herr Rabbiner Steinhart, der zu diesem Behuf« von der Gemeinde auS Arad herbeigerufen wurde, gehalten hatte: „Er hat durch sein Beispiel gezeigt, daß der Israelit hoch stehen kann, ohne hochgestellt zu sein, daß er bei seinem engen LebenSkreis einen weiten Wirkungskreis haben kann, daß man reichen Segen spenden kann, ohne reich zu sein, wohlthätig, ohne wohlhabend zu sein." Er schloß die Rede mit folgenden Worten: „Wohl bleibt dem Sohne Israels hienieden oft die Bürgerkrone versagt, bis er ein Bürger des Himmels wird; doch die Krone, mit der der König aller Könige die Seinen lohnt — Du hast sie verdient, und Du wirst sie finden. — WaS auf Erden glänzt, ist Staub; diesen Staub hast Du abgeschüttelt, verklärter Geist, nbxm nV»! so schwinge Dich auf und werde selig!" - Nachdem wir Obiges gelesen, machte nachstehende Anzeige in den öffentlichen Blättern einen höchst erhebenden Eindruck auf uns, und glauben wir selbe den geschätzten Lesern dieser Zeitung nicht vorenthalten zu sollen. Diese Anzeige lautet also: „Die Herren Doctoren Albert und Ludwig Groß machen im Interesse armer Blinder bekannt, daß unter ihrer Leitung die von ihrem verstorbenen Bruder und bezüglich Vater Dr. Friedrich Groß gegründete und seit 28 Jahren bestehende Augenheilanstalt in Großwardein auch fernerhin fortgeführt wird, und jedem Augenleidenden ohne Unterschied des Glaubens, der Rationalität und deS Vermögens geöffnet bleibt." — Großbritannien. London, 22. April. Im Oerhause Passirte die Judenbill in zweiter Lesung; die Discussion über dieselbe wurde für die betreffende Comitesitzung aufgespart. Als die Eidesbill im Oberhause zum ersten Male verlesen ward, kündigte Lord Derby an, daß er selbst in der Comiteberathung der Bill Streichung der Clausel beantragen werde, durch welche die Juden Zulaß im Parlament erhalten sollen» Anzeigen. New-Uork, Januar 21, 1858. Ein guter PN wird verlangt bei der israelitischen Gemeinde 'pTW Greene Street, New - Nork. Ein Kandidat hat nebst einem guten, moralischen Charakter folgende Fähigkeiten zu besitzen: nämlich eine deutliche, sich gut verständlich machende Aussprache der Gebete; eine angenehme Singstimme zu haben und guter a-np zu sein; auch so viel Musik zu verstehen, um einen Chor bilden und leiten zu können. Der jährliche fire Gehalt war bis jetzt 1000 Dollars (2500 Gulden); derselbe kann sich aber bis auf 1500 Doll, erheben, je nachdem der Jncumbent bei obiger Gemeinde Beifall findet. Jeder sich Meldende hat seine sämmtlichen Certificate dem Unterzeichneten Counts längstens bis 15. Mai d. I. zu übermachen und sich demselben auf eigene Kosten persönlich vorzustellen, indem am-8. Juni die Wahl dieses Dienstes vor sich geht, welche sich vorläufig auf ein Jahr beschränkt; jedoch ist die zweite Wahl auf drei und die nächstfolgende'auf fünf Jahre festgesetzt. Henry Davidson, 21 6th. Avenue. Simon Galinger, 331 8tli. Avenue. Baeanz. Die in No. 11 —13 im v. I. in dieser Zeitung erlassene Vacanz der hiesigen Cantor- und Schächterstelle mit einem jährlichen Einkommen von 350 — 400 Thlrn. ist noch nicht besetzt. Qualistcirte Bewerber wollen sich bald an uns franco wenden. Kozmin, den 8. April 1858. __Der Corporalions - Vorstand. Ein jüdischer verheirarheter Religionslehrer, Schächter und Vorsänger wird zu Michaelis c. — •ptan n'H — gegen ein Salair von 125 Thlrn. jährlich, außer Nll'ND und Accidenzien, bei der jüdischen Gemeinde in Neudamm gesucht. Näheres beim Synagogen - Vorstand daselbst.__ 3u Michaelis a. c. soll in hiesiger Gemeinde daS Cantor- und Lehrer-, so wie das Schächteramt anderweitig besetzt werden. Qualificirte Bewerber werden aufgefordert, unter Franco-Einsendung ihrer Zeugnisse sich bei Unterzeichnetem Vorstande zu melden. Reisekosten werden nicht erstattet. Die Aemter zusammengefaßt , erzielen incl. Nebenrevenüen, eine Einnahme von 350 Thlrn. Je nach Qualifikation der Bewerber, kann auch eine Trennung des Cantor- und LehreramtS von dem Schächteramte eintreten. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde zu Sagan. 19**

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