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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-03-29 · Heft 14 (29.3.1858) · p. Seite 196

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 14 (29.3.1858)
Date
1858-03-29
Page
Seite 196 (sequence 14)
Language
German
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ISS In unserm Verlag« ist erschienen: Machsor. .N2wn ■wo nimn Festgebete der Israeliten mit vollständigem, sorgfältig durchgesehenein Texte. Neu übersetzt und erläutert von Dr. ZN. Sachs. Neun Theile. gr. 8. I. Abth. Nasch Haschanah und Jom Kippur. 4 Theile. 2 Thlr. (Velinpap. 2'k Thlr.) II. Abth. Peßach, Schabuoth, Sukkoth, Schemini Azereth. 5 Theile. 2 Thlr. 20 Sgr. (Velinpap. 3 Vs Thlr.) Auch in Eallicobänden (a 6 n. 8 Sgr.) und zwar Abth. l. in 2 u. in 4 Bänden, Abth. II. in 3 u. 5 Bänden vorräthig. Die Ausgaben für den polnischen und deutschen Ritus sind vollständig gesondert. _ Siddur. Das Gebetbuch der Israeliten. mben no I. Das Gebetbuch der Israeliten. Tert. gr. 8. 6 Sgr. geb. 8 Sgr. II. Dasselbe m. deutscher Uebersetzuug von Dr. M. Sachs. 24 Sgr. Auch in eleganten sowohl alö einfachen Einbänden vorräthig. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und namentlich vorräthig bei HH. Reisner in Glogau, Mona sch in Breslau, Kauffmann in Hamburg, Fischel in Halberstadt, Gusdorfer in Fürth, Pascheles in Prag, Schwabach in Sondershausen u. A. Berlin, März 1858. Veit # Comp. Bemerkung. Den Herrn Nedacteur der Archives ersuchen wir, auch diesmal auf dem bisherigen Wege den Abonnementspreis von uns zu beziehen. Die Redetet. Bemerkung. Die Sammlungen für die Abgebrannten in Bojanowo und in Gemünden sind nunmehr geschlossen, und die Beträge nach dem in diesen Blättern gegebenen Verzeichniß der Geber dahin abgegangen. Die Redaction. Für die 7 Waisen des Lehrers Lewysohn von Hrn. Wolfs in Schroda die ihm als Geschworenen zugefallenen Reisegebühren 2 Thlr. 3 Sgr. — Gesamtbetrag: 1377 Thlr. 1/2 Ngr. Die Redaction. Marburg in Westphalen, den 8. März. Gestern feierten die jüdischen Bewohner Marburgs ein loyales Fest, es war der Geburtstag ihres vielgeliebten Lehrers und Freundes, des Herrn I. Oppenheim, eines Mannes, der durch seine Religiosität wie durch seinen unermüdlichen Eifer, den er der Erziehung seiner Schüler widmet, allgemein geachtet und beliebt ist. Am Abend des 6. März (Vorabend des Geburtstages) wurde demselben ein solennes Ständchen gebracht, und die schönen Lieder, die „Sabbathfeier (A-Dur) von F. Abt", das „Vaterland (8-Dur) von C. Kreutzer", „die Capelle (Fis-Moll) von C. Kreutzer", unter Leitung des Herrn H. Blankensä vorgetragen. Der Gefeierte, sichtbar bewegt durch die Aufmerksamkeit, dankte in herzlichen und schönen Worten. Am Morgen des 7. März, am Tage des Geburtsfestes, wurde Herrn Oppenheim von den Mitgliedern des Gesangchores (unter der uneigennützigen Leitung eines für Gesang und Musik begeisterten jungen Mannes, Herrn Sally Mosheim) und der Chorchebroh, die Herr Oppenheim in der jüngsten Zeit gegründet, resp. von den dazu erwählten Vertretern, ein prachtvoller silberner Becher, mit der Inschrift „Die Chormitglieder ihrem Vorstande den 7. Marz 1 858." ferner eine in rothem Sammt nicht minder prachtvoll verzierte Mappe, worin die Beglückwünschungsadresse der Chormitglieder sich befand, überreicht. Der Gefeierte antwortete in einer herzlichen Ansprache, in welcher er die Bedeutung dieser Feier nicht auf seine Person und Verdienste bezog, sondern in ihr die Zeichen jenes Umschwungs erblickte, durch welchen in unserer Zeit der jüdische Lehrerstand allmählig zu Anerkennung und Würdigung gelangt. Dann kamen die Schulkinder, festlich bekleidet, in ihr von Flaggen und Kränzen geschmücktes Schullocal, um ihrem geliebten Lehrer ihre wohlgemeinten Wünsche darzubringen. Später erschienen die einzelnen Gemeindemitglieder, um ebenfalls ihre Wünsche an den Tag zu legen. Die unzähligen reichen Geschenke bekundeten, welche Liebe und Achtung man für den Gefeierten hegte. Abends versammelte derselbe die Mitglieder des Chors und der Chorchebroh zum geselligen Kreise, und stattete jedem Einzelnen derselben den herzlichsten Dank ab mit dem Wunsche, daß sie durch fernere Eintracht und Liebe für die schöne Sache den Gesangchor aufrecht zu erhalten suchen möchten. So schwand der Abend unter Scherzen und heiterer Stimmung, und erst spät in der Nacht verließen die Fröhlichen unter frommen Wünschen die friedlichen und traulichen Räume ihres Freundes und Lehrers. Möchten diese Festlichkeiten andern Gemeinden als ein Vorbild zur eifrigen Nachahmung sein; möchten sie nicht vergessen, welch schwerer Beruf den Lehrern der jetzigen Zeit obliegt, und welchen Dank sie solchen schulden. Möchte es aber auch den Lehrern ein Vorbild sein zur engern Verbindung und Eintracht mit ihrer Gemeinde! I. ZM. Jüdisches Volksblatt No. 13. Smyrna. (Schluß.) — Die Zustände im Orient. — Anfrage und Antwort. — Die Geistesgegenwart eines ungarischen Juden. — In das Album einer jungen Dame. — Aphorismen. — Anekdote. — Denkspruch aus der Sidra der vorigen Woche (Wajikra). — Denkspruch aus der Sidra der Woche (Zaw). — Wasftl{. Von Marr Löb in Gemünden. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vierteljährig V» Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur: K. Rabe.

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