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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-03-08 · Heft 11 (8.3.1858) · p. Seite 153

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 11 (8.3.1858)
Date
1858-03-08
Page
Seite 153 (sequence 13)
Language
German
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153 wichsten Stiefeln mit aufgedrehtem schwarzglänzendem Lockenhaare. 3m Innern der Stadt hast Du zwar dies Gedränge weniger zu fürchten, doch ist die Anzahl der Dir begegnenden Juden noch immer groß genug, wenn auch ihr Auftreten mehr stutzerisch ist und die Leipziger Messe so manches acht Polnische verwischt hat. In Krakau leben über 14,000 Juden. Die gebildeten sprechen gleich gut die deutsche, polnische und französische Sprache und find insbesondere die Frauen der Bildung und dem Fortschritt mehr zugethan, als die Männer, die mehr oder weniger mit dem Chassidismus liebäugeln. Wohlthätigkeitsfinn trifft man mehr bei den Gebildeten als bei den Chassidim und Halbchassidim, da letztere sich durch Beten und Besuchen der rnpü mit ihrem Gotte ausgesöhnt glauben. (Fortsetzung folgt.) Anzeigen. Ein jüdischer Lehrer, der neben hebräischen und allgemeinen Kenntnissen auch die Fähigkeit besitzt, Unterricht im Schönschreiben (allenfalls Zeichnen) und Buchhalten zu ertheilen, findet zu Ostern eine vortheilhafte Stelle am israelitischen Institute zu Pfungstadt bei Darmstadt. Qualificationszeugnisse wolle man franco einsenden an Dr. Lob. Pfungstadt, den 15. Februar 1858. New- Uork, Januar 21, 1858. Ein guter wird verlangt bei der israelitischen Gemeinde vituep ■oa Greene Street, New - IIork. Ein Candidat hat nebst einem guten, moralischen Charakter folgende Fähigkeiten zu besitzen: nämlich eine deutliche, sich gut verständlich machende Aussprache der Gebete; eine angenehme Singstimme zu haben und guter fcnnp zu sein; auch so viel Musik zu verstehen, um einen Chor bilden und leiten zu können. Der jährliche fire Gehalt war bis jetzt 1000 Dollars (2500 Gulden); derselbe kann sich aber bis auf 1500 Doll, erheben, je nachdem der Jncumbent bei obiger Gemeinde Beifall findet. Jeder sich Meldende hat seine sämmtlichen Certificate dem Unterzeichneten Comite längstens bis 15. Mai d. I. zu übermachen und sich demselben auf eigene Kosten persönlich vorzustellen, indem am 8. Juni die Wahl dieses Dienstes vor sich geht, welche sich vorläufig auf ein Jahr beschränkt; jedoch ist die zweite Wahl auf drei und die nächstfolgende auf fünf Jahre festgesetzt. Henry Davidson, 21 6th. Avenue. Simon Galinger, 331 8th. Avenue. In hiesiger jüd. Gemeinde soll sofort, oder vom nächsten pT ein Religionslehrer mit 250 Thlrn. jährlichem Gehalt angestellt werden. Befähigte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse in frankirten Briefen an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Briefen in W/Pr., den 14. Februar 1858. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die Stelle eines Cantors und Schächters ist vacant; sogleich oder zu Ostern dieses Jahres zu besetzen. Der Gehalt ist Thlr. 150. ohne die Schächtergebühren und Nebeneinnahmen. Hierauf Reflectirende wollen sich an Unterzeichneten wenden. Wörlitz bei Dessau, Februar 1858. Der Vorstand der jüd. Cuttus- Gemeinde. In einer kleinen, ganz nahe bei Düsseldorf gelegenen Gemeinde wird für ca. 10 Kinder ein streng religiöser (geprüfter) Lehre? gesucht. Gehalt jährlich 9 0 bis 100 Thlr. bei freierWohnungundanständiger Beköstigung. Auch Gelegenheit zu kleinem Nebenerwerb durch Privatunterricht. — Meldungen, gestützt aus Zeugnisse über Befähigung und bisherigen Lebenswandel, sind baldigst portofrei zu richten an Dr. Feilchenfeld, Rabbiner. Düsseldorf, den 25. Februar 1858. LW" Pensions-Anstalt. Durch Erweiterung meiner Wohnung bin ich in den Stand gesetzt, noch einige Penstonaire aufzunehmen. Das schätzbare Vertrauen verehrter Eltern, dessen sich meine Anstalt seit vielen Jahren in der Nähe und aus weiter Ferne zu erfreuen hatte, läßt mich auf geneigte Berücksichtigung hoffen. Die Zöglinge besuchen außer dem häuslichen Unterricht entweder das hiesige treffliche Gymnasium, oder die wohlorganisirte Realschule, an deren zwei obersten Claffen ich selbst seit fast zwei Decennien als Lehrer der deutschen Sprache, Geschichte, Mathematik und der kaufmännischen Fächer wirke, und stehen sonst unter meiner steten unmittelbaren Aufsicht und Leitung. Sondershausen, im Februar 1858. PH. Heidenheim, Bezirksrabbiner und Oberlehrer der hiesigen Fürstl. Realschule. Ein junger Mann, der das Gymnasium besucht und seine Lehrlingszeit in einem Manufaktur- und Tuchgeschäft zu großer Zufriedenheit seiner Lehrherrn bestanden hat, wünscht ein Engagement in einer größeren Stadt, wobei er mehr auf Gelegenheit zu weiterer Geschaftsausbildung, und auf ein solches Geschäft steht, in welchem er den Sabbath feiern kann, als auf Salair. Adressen unter ©• franco an Herrn Dr. Philippsou in Magdeburg.

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