Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 7 (8.2.1858)
- Date
- 1858-02-08
- Page
- Seite 98 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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88 Ein ober zwei junge Leute, die bas Gymnasium Hierselbst besuchen, ober zu ihrer Vervollkommnung sich dahier aufhalten wollen, ingleichen zwei junge Märchen, bie ihre Ausbildung in hiesiger Stabt zu erlangen wünschen, finden bei einer sehr achtbaren Familie, woselbst ein Pianoforte sich vorfinbet, unter sorgfältig-freundlichster Behandlung und Pflege Kost und Logis. Auf portofreie Anfragen nähere Auskunft bei Z. Saphra. Emden, den 14. November 1857. Bei dem Unterzeichneten ist eine noch ganz neue, 1 Elle hohe, vorzüglich schön und correct geschriebene Gesetzesrolle,!rmn IDO, zu einem äußerst billigen Preis zum Verkauf ausgesetzt. Etwaige Liebhaber wollen sich in portofreien Anfragen wenden an Moses Königsbacher in Thalheim bei Heilbronn, Königr. Württemberg. Literarische Anzeigen. In Baumgartners Buchhandlung in Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Kleiner Katechismus der Geschichte Israels (bis unserer Keil), der Bibelkunde, der Landeskunde des alten Palästina und der jüdischen Liturgik. Von vr. Ludwig Philippson, Rabbiner. Zn 8., roh 4 Ngr., geb. 5l/a Ngr. Bei A. Asher 8> in Berlin wird erscheinen: Hebräische Bibliographie« Blätter für neuere und allere Literatur des Judenthums. Herausgegeben von M. Steinschneider. Der Prospectu» ist durch jede Buchhandlung gratis zu beziehen. So eben erschien: AuskUs fcHIp ^1p an die onhodoren Rabbiner Europas und die Nothwendigkeit einer streng onhodoren, allgemeinen Rabbiner-Versammlung, bargestellt von vr. M. Pinner. Berlin 1858. Selbstverlag des Verfassers und durch Buchhandlungen zu beziehen. Preis 5 Sgr. Waren in Mecklenburg-Schwerin, Januar 1858. Selten erscheint aus unserem Ländchen Etwas in diesen Blättern, indem Dasjenige, was in unfern religiösen und Gemeindeangelegenheiten vorgeht, theils, da es uns nur selbst betrifft, dem auswärtigen Publikum kein Interesse bietet, theils auch nicht für die Oeffentlichkeit paßt.. — Jedoch ein außergewöhnliches Ereigniß ist es, welches dieses Mal das öffentliche Auftreten in diesem Blatte hervorruft. — Unser würdiger Religionslehrer und Prediger, Herr Doctor Moses Engelbert, hat unö verlassen, um einem ehrenhaften Rufe nach Thorn zu folgen. Der Mann hat Großes in der Schule und auf der Kanzel geleistet, und seine Stelle wird schwer wieder so zu ersetzen sein. Nachdem unö vor 3*/2 Jahren der würdige Milziener verließ, war eine Vacanz eingetreten, und dadurch, wie Herr Doctor Engelbert die Stelle antrat, durch den entbehrten Unterricht die Religionsschule so zu sagen verwahrloset, und dennoch hat dieser würdige Lehrer in den 2 */2 Jahren seines Hierseins Unglaubliches geleistet; das Schuleramen eines jeden Semesters und die Konfirmationen, besonders die letzte am Sabbath Chanukka (19. December), legten öffentliches Zeugniß seines Fleißes und seiner Wirksamkeit ab. Seine Kanzelreden waren stets gediegen und sein Vortrag angenehm. Nicht allein in seinen Functionen, sondern auch in seinem Privatleben wußte er sich die Liebe und Achtung aller Familien der Gemeinde ohne Ausnahme, welcher religiösen Richtung sie auch angehörten, zu erwerben. Diese Liebe gab sich in den vor seiner Abreise angeordneten Festlichkeiten kund, auch bei seiner Hochzeit, die er hier feierte, war Jeder bedacht, ihm eine Freude zu machen und ein Andenken zu widmen, selbst der Landesrabbiner, Herr vr. Lipschütz, hat, was sonst seine Sache nicht ist, ihm öffentlich Anerkennung und Achtung bezeugt. — Möge unsere Gemeinde zur Besetzung dieser Stelle bald einen so würdigen Mann wieder finden, und möge unserm lieben, werthen, von uns geschiedenen Doctor Engelbert in seinem neuen Wirkungskreise die nämliche Liebe, Achtung und Anerkennung seiner Verdienste zu Theil werden, die man ihm hier zollte; möge es ihm stets Wohlergehen! Dies ist der Nachruf und der innigste Wunsch aller Gemeinde-Mitglieder Ware ns. Mit Bezug auf die Anzeige in der Zeitung deS Judenthums No. 3. theile ich meinen Freunden und Bekannten, welche die Annonce zu würdigen wissen werden — hierdurch mit, daß ich am Hellen Morgen, öffentlich und der Wahrheit gemäß mit einem sehr guten Atteste von Einem Wohllöbl. Magistrat von Aken nach Quedlinburg übergefiedelt bin und mich ganz behaglich in meiner würdigen Gemeinde fühle. D. Jacobt, Religionslehrer. Jüdisches Volksblatt Ro. «. Aberglauben hinsichtlich derLuden. — Gottvertrauen. — Anekdote. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vierteljährig V« Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von b. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redactcur: K. Rabe.