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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1858-01-01 · Heft 1 (1.1.1858) · p. Seite 14

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
22 (1858)
Issue
Heft 1 (1.1.1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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14 Im Interesse der Wahrheit fühle ich mich verpflichtet, meinen Glaubensbrüdern im Occident anzuzeigen, daß in neuerer Zeit mehrere Personen dahier, die sich „deutsche Congregation" nennen, eine Aufforderung an die israelitischen Gemeinden Deutschlands erlassen haben, worin sie behufs der Erbauung einer deutschen Synagoge, der Förderung der Agrikultur und Ankaufs von Grundstücken dringend um Unterstützung bitten. Da diese vorgeblichen Zwecke aber nichtige und falsche Speculationen sind, die nimmermehr zur Ausführung kommen können, weshalb sie auch dem energischen und edlen Wirken deS Sir Moses Montefiore fern bleiben mußten, so warne ich ernstlich, hiefür unnütze Geldsammlungen zu unternehmen, wünsche vielmehr, daß alle derartige Gesuche unberücksichtigt bleiben. Wem für die Nothleidenden Palästinas ein warmes Herz schlägt, möge sich mit seinen Beiträgen an die Administration der Armen- Gelder für die Israeliten Palästinas in Amsterdam wenden, wobei er die Ueberzeugung gewinnt, daß die Gaben in würdige Hände kommen. Jerusalem, den 8. Kislew 5618 (den 25. November 1857). Joseph Schwarz, Verfasser des Werkes „daö heilige Land" k. Anzeigen. Lehrer- und Cantorstelle. Indem wir hiermit bekannt machen, daß die von uns ausgeschriebene Stelle für die Filial-Gemeinde Würselen vergeben ist, wiederholen wir, daß die hiesige Lehrer- und Cantorstelle noch zu besetzen bleibt. Hierauf Reflectirende wollen sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse an uns wenden. Aachen, den 12. November 1857. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die Vorbeterstelle bei der hiesigen israelitischen Gemeinde mit einem jährlichen Gesammteinkommen von ca. 800 Fl. nebst freier Wohnung ist erledigt. Hierauf Neflectirende, welche die hierzu erforderliche Befähigung besitzen, besonders auch musikalische Kenntnisse, um nötigenfalls ein Chor leiten zu können, wollen sich unter Franco-Einsendung der nöthigen Zeugnisse an den Vorstand wenden. Darmstadt, am 30. November 1857. Der Vorstand der israelitischen Netigionsgemeinde daselbst. In hiesiger Gemeinde ist die Religionslehrerstelle, verbunden mit den Functionen eines Schächters und Vorbeters, vacant, und soll entweder gleich oder zu Ostern k. I. besetzt werden. Der jährliche fire Gehalt ist Pr. Crt. Thlr. 120. und freie Station neben Schächtergebühr. Die hierauf Reflectirenden wollen sich in frankirten Briefen mit Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorsteher wenden. Dömitz in Mecklenburg, December 1857. Jfaac Wolffenstekn. Die hiesige Synagogengemeinde beabsichtigt zum bevorstehenden ]12r, als den 14. April 1858, einen unverheiratheten geprüften Religionslehrer, der zugleich Schächter und Vorsänger ist, zu engagiren. Jährlicher Gehalt 150 Thlr. und 12 Thlr. Miethsentschädigung oder Wohnung für diesen Preis, außerdem noch Nebeneinkünfte. Bewerber wollen ihre Fähigkeitsatteste recht bald portofrei dem Unterzeichneten Vorstande einsenven. Havelberg, den 11. December 1857. Der Vorstand I. Pintus. R. Julius. JpHigsohn. Die Unterrichtsanstalt der israelitischen Religionsgesellschast Hierselbst sucht zum nächsten Frühjahr noch einen Lehrer mit akademischer Bildung für die höheren Classen und einen zweiten für die Elementarclaffen. Beide müssen mit entsprechendem, gründlichem, jüdischem und allgemeinem Wissen eine tüchtige Lehrerfähigkeit und einen acht religiösen Charakter und Wandel verbinden. — Der fire Gehalt des Ersteren wird Fl. 800 bis Fl. 1000 betragen, der des zweiten Fl. 600. — Reflectirende werden ersucht, sich baldmöglichst unter frankirter Einsendung ihrer Zeugnisse an den Rector der Anstalt, Herrn Rabbiner Hirsch Hierselbst, zu wenden. Frankfurt a. M., 30. November 1857. Der Schutrath. Die hiesige Neligionslehrer-, Cantor- und Predigerstelle ist zum 1. März 1858 vacant, damit sind folgende Einnahmen verbunden: . 1) 250 Thlr. jährlicher Gehalt nebst freier Wohnung, 2) 50 Thlr. jährlicher Gehalt für den Unterricht armer Kinder, 3) circa 100 Thlr. für Elementarunterricht und Accidenzien. ES wollen sich die hierzu Qualificirenden an den Unterzeichneten Vorsteher wenden. Peckelsheim, den 16. December 1857. Jsr. Weiler. Nach Ostern 1858 wird in unserer Gemeinde die Stelle eines Lehrers, Cantors und Schächters vacant.

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