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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-11-16 · Heft 47 (16.11.1857) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 47 (16.11.1857)
Date
1857-11-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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21. Jahrgang Jl? 47. A l l g e m c i n c Zeitung des Zu-enthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Magdeburg. Leipzig, den 16. November 1857. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zwecke-, derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 '/a Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Kaiserslautern, aus Württemberg, WormS, aus Kurheffcn. Preußen: Aus Schlesien, Trier. Oesterreichischer Kaiserstaat: Magdeburg, aus Galizien, SzarvaS, aus dem Tokayergebirge, Wien. Die Schweiz: Ober-Endingen. Persien. Leitende Artikel. Magdeburg, 9. November. Literarischer Wochenbericht. Breslau, 20. Oktober. Ich theile Ihnen hier eine hebräische Inschrift mit, welche der talentvolle Maler A. Leffer von einem Steine in einem Hause der Pintergaffe zu Eger copirt hat. Derselbe muß, dem Inhalte nach, an der Synagoge in Eger sich befunden haben und bei der Zerstörung derselben zu Baumaterial verwandt worden sein. So weit mir die Inschrift lesbar ist (Sie werden sich aus der beifolgenden Copie überzeugen, daß dieselbe nicht leicht an allen Stellen zu entziffern ist), lautet sie: ■p«» (?r^p2N =) 'psm (?) y'b rjD-r tkb '-irro 1P ns« nrn *H2 * nuro» mü rrtfpipm waba (? nva) •pmbiam 12^2 rpn ‘■pawb Demnach, wenn das Gotteshaus im Jahre p vollendet worden, so datirt die Inschrift vom Jahre 1390. Aus der jetzigen Synagoge zu Eger findet sich: •o iiop nuro Diese rührt also vom Jahre 1405 her. Die vor mehreren Jahren gefundenen Grabsteine, welche der hiesigen Gemeinde vom Magistrate sreundlichst überlassen worden, und welche dieselbe nach dem Friedhofe mit nicht geringen Kosten hatte schaffen lassen, sind durch ein Mißverständniß oder durch Fahrlässigkeit gänzlich in Stücken geschlagen worden. Glücklicher Weise hat Herr Nissen die Eopien in dem Liebermann'schen Kalender veröffentlicht. Da einmal von Epigraphik die Rede ist, so will ich die Leser dieser Blätter auf eine neuerdings in richtiger Abschrift veröffentlichte Inschrift, welche in Nordafrika gefunden und aus der römischen Kaiserzeit herzurühren scheint, aufmerksam machen, da sie für uns nicht ohne Interesse ist. Sie befindet sich in dem herrlichen, noch nicht vollendeten Werke: Inscriptions romaines de l’Algerie par Leon R&iier, unter Nummer 2072. Es ist eine sehr leicht lesbare Grabschrift, welche zu Arta, der ehemals so berühmten Hauptstadt Numidiens, einem Juden gesetzt worden. Sie lautet: POMPE 10 RESTVTU J VDEO POMPEIACARA FATRIRARIS SIMO FEC1T,

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