Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 42 (12.10.1857)
- Date
- 1857-10-12
- Page
- Seite 580 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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580 Deutsch s Musik-Institut für jüdische Canloren und Lehrer. Der Unterzeichnete eröffnet den 15. März 1858 einen musikalischen Kursus für jüdische Kantoren und Lehrer. Gegenstände des Unterrichts werden sein: 1) gründliches Verständniß der Liturgie und Kenntniß der gottesdienstlichen Gebräuche) 2) Ausbildung der Stimme; 3) Theorie und Lehrmethode des Gesanges; 4) Generalbaß; 5) die ersten Elemente der Kompositionslehre; 6) gründliche Kenntniß der alten Synagogenmelvdien und die verbesserte, den Anforderungen unserer Zeit entsprechende Vortragsweise derselben. Erfordernisse zum Eintritt sind: einige Kenntniß der hebräischen Sprache, Stimme und musikalisches Gehör. Anmeldungen werden bis Ende September in meiner Wohnung täglich entgegengenommen. Auswärtige wollen sich in portofreien Briefen an mich wenden. Mögen recht zahlreiche Anmeldungen Solcher erfolgen, die sich dazu berufen fühlen und denen die fernere gedeihliche Entwickelung unseres Gottesdienstes am Herzen liegt. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, ihre Kräfte zu entwickeln, zu nähren und zu leiten und sie zu würdigen Leitern eines erbaulichen Gottesdienstes heranzubilden, damit der allgemeinen Klage über Mangel an fähigen Kantoren und Chor-Dirigenten endlich einmal abgeholsen werde. Moritz Deutsch, Ober-Kantor der großen Synagoge zu Breslau. Lehrlingsgesuch. Unterzeichneter sucht sofort einen Lehrling ordentlicher Eltern, welcher die Lithographie zu erlernen wünscht und tüchtige Vorkenntnisse im Zeichnen hat. Für Knaben jüdischer Eltern wird bemerkt, daß an den Sonnabenden und Festtagen das Geschäft geschlossen ist. Lüh. Anstalt u. Steindruckerei in Halle a/S. Louis Rosenberg. Commis - Gesuch. Ein gewandter Commis, Manufacturist, wird in meinem Tuch- und Modewaaren-Geschäft zum sofortigen Antritt gesucht. Reflectümde wollen sich franco wenden an I. Schönlicht in Naumburg an der Saale. Eine angesehene israelitische Familie, welche in einer der Hauptstädte Mitteliraliens wohnt, wünscht eine Gouvernante aufzunehmen. Das Alter von ungefähr vierzig Jahren, israelitisch religiöser und moralischer Lebenswandel, genaue Kenntniß der italienischen Sprache, wo möglich der französischen, die Fähigkeit, ein siebenjähriges Mädchen in weiblichen Handarbeiten zu unterrichten, und die Mutter auch in der Erziehung von zwei 8 — 10jährigen Knaben zu unterstützen — während für den Normal-Unterricht derselben besondere Lehrer gehalten werden — sind Eigenschaften, welche zur Erlangung dieser Stelle gefordert werden. Auf herzliche, gute Behandlung in jeder Beziehung darf gerechnet werden. Portofreie Anftagen find an den Herrn Rabb. IBr. Phis lippfon in Magdeburg zu richten. Eine anständige Demoifelle, welche noch in Condition und im Nähen, Platten und Kochen wohl erfahren ist, sucht eine Stelle, wo sie der Hausfrau in Allem zur Seite stehen, auch die Beaufsichtigung der Kinder mit übernehmen kann. Gefällige Adressen erbittet man unter M. M. poste restante Dresden. So eben hat die Presse verlassen: Jeschurun, Zeitschrift für die Wissenschaft des Zudenthums. Gesammelt u. herausgegeben von Joseph Kobak, als verantwortlichem Redacteur. Hebr. Abtheilung. Heft HI.; deutsche Abtheilung. Heft I. Der Preis dieser Hefte ist 1 Fl. 24 Xr. C. M. (oder 1 Thlr. mit portofreier Zusendung). Der ganze erste Jahrgang enthält treffliche u. interessante Beiträge von: S. L. Rapoport, Oberrabbiner zu Prag, Dr. B. Beer in Dresden, S. D. Luzzatto in Padua, Dr. David Kassel in Berlin, Senior Sachs daselbst, Dr. L. Lewysohn, Prediger in Worms, Rabbiner Abraham Lewysohn in Peiskretscham, Dr. M. Wiener in Hannover, Dr. L. Igel, Landrabbiner zu Czernowitz, Herrn Jacob Reifmann in Szebreczin u. A., und kostet 2 Fl. 24 Xr. C. M. — 1 Thlr. 18 Ngr. Für eine Abnahme von größern Partien wird ein Rabbat von 35 — 40 °/o gestattet. Zu haben einzig und allein beim Redacteur: Joseph Kobak in Lemberg No. 143 2/4. Bemerkung. Herrn Menachem ben Zwi in Warschau: Ich habe Ihren Brief mit Aufmerksamkeit durchlesen. Derselbe enthält manches Wahre, aber nicht minder Halbwahres und ganz falsche Behauptungen. Eine Widerlegung kann ich Ihnen nicht geben, da die betreffenden Fragen schon zu oft in den Leitartikeln dieses Blattes behandelt worden sind, und ich nicht in Ihren Fehler verfallen will, Stellen Ihres Briefes aus dem Zusammenhangs zu reißen. Meine ganze Ansicht finden Sie in meinen Vorlesungen über die religiöse Idee. »r. L. Ph. Jüdisches Volksblatt Ro. 54. Die Juden als Soldaten. — Briefe nach und aus der Heimath. V. — Lebensrettung Kaiser Otto II. durch den Juden Kalonyrnos. — Aphorismen. — UnterhaltungS - Pillen. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich: 1 Thlr. Vierteljährig V* Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschseld. Verantwortlicher Redacteur; K. Rabe.