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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-07-27 · Heft 31 (27.7.1857) · p. Seite 425

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 31 (27.7.1857)
Date
1857-07-27
Page
Seite 425 (sequence 11)
Language
German
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425 daS nicht vom Rabbiner zu seinen schönen Zwecken benutzt wird. Der Zugend ist er der beständige Leiter auf dem Pfade deS Guten, den Erwachsenen Rathgeber und Freund. Es besteht in Buchau ein Leseverein, dessen Local im israelitischen Gasthause zum Waldhorn stch befindet. Daß die Schriften des Literaturvereins sich dort befinden, verstehet sich von selbst. Erfreulich aber ist die Erscheinung, wie man da mehrere gebildete Geschäftsleute im Vereine mit dem Herrn Rabbiner über die neuesten Erscheinungen im Gebiete der jüdischen Literatur mit einem Ernste und Interesse sprechen hört, der den Betreffenden Ehre macht. Was außer dem Bereiche der Laien liegt, wird vom Rabbiner in freundlichem Gespräche erläutert, wodurch der Zweck des von Ihnen, Herr Redakteur! gestifteten wohlthätigen Vereins zur Wahrheit wird. Denn heutigen Tages ist es oft der Fall, daß der Laie das Veste aus der Hand legt und sich zum Trivialen wendet. Die nützliche Lectüre, namentlich die religiöse, will einen lebendigen Anreger haben. Herr Rabbiner Güldenstem hat schon seit einer Reihe von Jahren eine von ihm allein geleitete Realanstalt gegründet, die als Vorbereitungsanstalt für Gymnasien oder gewerbliche Schulen gilt und in welcher die schönsten Resultate erzielt werden. Er wünscht nun mit dieser Schule eine Erziehungsanstalt für israelitische Knaben zu verbinden, zu welchem Unternehmen wir ihm den besten Erfolg wünschen, da seine Originalität in der Unterrichtskunst und seine Gemüthlichkeit ihn zum eigentlichen Erzieher stempeln. Schließlich bemerken wir noch, daß in Buchau und in der dazu gehörigen Filialgemeinde Kappel gut eingerichtete israelitische Schulen bestehen, an denen die tüchtigen Lehrer Lammfromm und Hofheimer mit gutem Erfolge wirken. (Schluß folgt.» Anzeigen. 1 ffl 3 Restauration und Gastwirtschaft von 8. Hirscliel, Dresden, Töpfergasse No. 13. 1. Etage, empfiehlt freundliche Wohnung und Nachtquartier. In der israel. Gemeinde Bingen am Rhein ist die Stelle des Vorbeters, verbunden mit dem Amte des Schächters, vacant, welche jährlich 8VÜ—900 Fl. abwirft. Reflectirende wollen sich portofrei wenden an den Vorstand der iftciel. Gemeinde Bingen. Die hiesige Cantor- und Schächterstelle soll bis spätestens zum Isten September a. c. wieder besetzt werden. Sie gewährt durch einen festen Gehalt von 200 Thlrn. und Schechita - Gebühren, so wie durch sonstige Emolumente ein jährliches Einkommen von 600 Thlrn. Neben der gewöhnlichen, für beide Aemter nöthigen moralischen und technischen Qualifikation wird auch musikalische Befähigung gewünscht, um den hiesigen geregelten Gottesdienst mit Chor leiten zu können. Vorzüglich wird Gewicht gelegt auf einen wohlklingenden, deutlichen Vortrag. Portofreie Anmeldungen sind zu richten an den Unterzeichneten Vorsteher. Schneidemühl, den 20. Juni 1857. H. Bornsiein. Die israelitische Gemeinde in Bremen sucht einen Lehrer und Cantor (unverheirathet), der zugleich das Schächten mit übernehmen muß und Michaelis d. I. antreten kann. Reflectanten wollen sich wenden an den Vorstand Z. H. Abraham. Bremen, am 29. Juni 1857. Die Stelle eines Lehrers an unserer Religionsschule, mit welcher ein jährlicher Gehalt von 200 Thlrn. verbunden ist, wird mit dem 1. Oktober d. I. vacant, und soll solche wiederum mit einem unverheiratheten, geprüften und mit hebräischen Kenntnissen versehenen Lehrer besetzt werden. Bewerber belieben baldigst ihre QualificationS-Zeugnisse und Führungs-Atteste an Unterzeichneten Vorstand franco einzusenden. Pr. Stargardt, den 3. Juli 1857. Der Vorstand des Synagogenbezirks. I. Goldfarb. A. Brilles. _I. Mannheim. Ein Rabbiner und Prediger gesucht. Die israelitische Gemeinde Adath Israel zu Louisville im Staate Kentucky, Nord-Amerika, wünscht einen Rabbiner und Prediger aufzunehmen. Derselbe soll sowohl gründliche Gymnasial- und Univerfitätskenntnisse besitzen, als auch gut bewandert in der Bibel und im Talmud sein. Der Gehalt ist auf 1500 Dollars das Jahr festgesetzt und wird vorerst auf 5 Jahre ausgenommen, mit der Zusicherung, daß, wenn die Gemeinde mit seinen Leistungen während dieser Zeit zufrieden war, auf Lebensdauer. Bewerber wollen sich gefälligst mit Beifügung der nöthigen Zeugnisse und Empfehlungen an den Unterzeichneten wenden. Rev. Dr. H. Felsen Held, Corresponding Secretary of the Committe, Louisville, Kv. Bei der ist. Schule zu Friedrichsstadt (Herzogth. Schleswig) kann zum 1. September ein tüchtiger Lehrer mit 150 Rbth. Gehalt und freier Station angestellt werden. Geeignete unverheirathete Bewerber wollen sich in portofreien Briefen an die Schulaufsichtsbehörde wenden. 31**

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