Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 15 (6.4.1857)
- Date
- 1857-04-06
- Page
- Seite 205 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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203 Goneurs. Die hierortige israelitische CultuSgemeinde wünscht die erledigte Stelle eines Rabbiners zu besetzen und schreibt zu diesem Zwecke hiermit einen CvncurS aus. Sie stellt folgende Bedingungen: indem fie talmudische und zeitgemäße wissenschaftliche Bildung voraussetzt, wünscht fie authentische Zeugnisse anerkannter Autoritäten über Befähigung sowohl, als über religiös stttliches Vorleben, und unbescholtenes politisches Verhalten. Dafür dotirt fie die . Stelle mit Fl. 500. C.-M. fixem Gehalt, freier Wohnung und allen sonstigen üblichen RabbinatS - Emolumenten. Die schon als Rabbiner fungirenden werden, wie billig, bevorzugt. Die Dauer des ConcurftS ist bis 15. Juli l. I. anberaumt. Die?. I. concurrirenden Herreti wollen sich gefälligst in portofreien Briefen, mit gehörigen Dokumenten, an den hierortigen Cultus-Vorstand wenden. EperieS (Ungarn), den 15. März 1857. Adalbert Fritsch, Vorsteher. ' Die hiestge Cantor- und Schächterstelle ist zum Isten August d. I, zu besetzen. Restectanten, welche die Fähigkeit besitzen, den Gottesdienst mit Chor zu leiten, und Zeugnisse über ihre Fähigkeit zum Schächten Nachweisen können, haben ihre Bewerbungen in portofreien Briefen beim Unterzeichneten Vorstand anzubringen. Die Gesammt- Einnahme dieser Stelle, verbunden mit einem Gehalt von 150 Thlrn. jährlich, beträgt circa 500 Thlr. Schneidemühl, im März 1857. Der Vorstand. H. Bornstein. Di« Unterzeichnete Gemeinde beabsichtigt einen tüchtigen Cantor, welcher mufikalisch gebildet und einen Chor zu leiten versteht, gleichzeitig aber Schächter und Vorleser der Thora sein muß, baldigst zu engagiren. ES wird demselben ein jährlich firirter Gehalt von 350 Rthlr., abgesehen von allen Ncbenrevenüen, die nicht unbedeutend find, zugestchert. Reisekosten für Probeleistungen werden jedoch nicht entschädigt. Ratibor, im März 1857. Der Vorstand. Ein unverheiratheter, jüdischer Lehrer, welcher mir beim Schulunterrichte beizustehen und der Ueberwachung einiger Penstonaire bei ihren Schularbeiten sich zu unterziehen gesonnen ist, findet in hiesiger Gemeinde bei einem jährlichen Gehalte von 100 Rthlr. und freier Station vom 1. Mai ». e. ein Unterkommen. Frankirte Meldungen, von den betreffenden Zeugnissen begleitet, nimmt bis zum 8. April entgegen A. Arnstein. Kätscher (Kr. Leobschütz), den 16. März 1857. Unterrichts - und Erziehungsanstalt für israelitische Töchter, dirigirt von I. S. Alexandre, Frankfurt a. M., Krnckhofftrasze Uo. 3. Einem verehrlichen Publikum hierdurch die ergebenste Anzeige, daß ich meine seitherige Pensionsanstalt in Folge erworbenen Vertrauens und vielseitiger Aufforderung mit Bewilligung hohen Senats vom 4. December vorigen Jahres in eine Unterrichtsnnd Grzrehnngsanstalt für israelitische Töchter umgewandelt habe, und dieselbe mit dem 1. Januar d. 3. ins Leben tritt. Aufnahme und Anmeldungen können täglich geschehen und der Prospekt der Anstalt in Empfang genommen werden. Jede nähere Auskunft ertheilen bereitwilligst auf Anfragen die Herren Gebrüder Bast, Banquiers in Frankfurt a. M. In dem israelitischen Pensionat von N. Frank in Düsseldorf erhalten die Zöglinge bei einer sorgfältigen sittlich-religiösen Erziehung eine solche Ausbildung, daß fie den Anforderungen, die das bürgerliche Leben oder die oberen Claffen höherer Schulen an sie machen, genügen können. Auch werden fie befähigt, das Eramen der Freiwilligen zum einjährigen Militärdienst zu bestehen. Näheres im Prospectus. in thätiger, junger Mann, gegenwärtig in Leipzig, mit 2 bis 3000 Thlr. Vermögen, sucht zur Begründung eines Manufacturwaaren - Geschäfts Engros einen Associe mit einer ähnlichen Summe. Adressen werden pv8te restante Z. Z. # 20. Leipzig franco erbeten. 3n meinem Leinen- und Manufaktur-En-Gros-Geschäft wünsche ich einen erfahrenen Commis, welcher gewandter Verkäufer ist, sofort zu engagiren. Eine persönliche Vorstellung ist nothwendig, wobei die Zeugnisse früherer Dienstverhältnisse vorzulegen. Magdeburg. Seloivsky 8S Comp. (Lehrlingsgesuch.) Ein Lehrling, der die Lithographie zu erlernen wünscht und mit den nöthigen Vorkenntniffen versehen ist, kann sofort bei Unterzeichnetem eintreten. Für Knaben jüdischer Eltern wird bemerkt, daß an Sabbath und Festtagen das Geschäft geschlossen ist. Franco-Anfragen erbittet die lithographische Anstalt von I. Frankfurther. Magdeburg. Ein Jüngling mosaischen Glaubens, der gute Schulkenntniffe erworben und Lust zum Geschäft hat, kann sofort in meinem Manufactur-Geschäft als Lehrling placirt werden. Die näheren Bedingungen find durch portofteie Briefe beim Unterzeichneten zu erfahren. Schneidemühl, den 22. März 1857. H. Bornstein.