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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-01-01 · Heft 1 (1.1.1857) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 1 (1.1.1857)
Date
1857-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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je i. 2i. Jahrganz. Allgemeine \ Zeituvg -es Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von 1 Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Magdeburg. I _ ' Leipzig, den 1. Januar 1857. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Montags, und wirb jährlich 78 Logen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In! Gemäßheit des Zweckes, derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 2lgr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 Vr Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worben. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs-Expeditionen nehmen Bestellungen au; der Haupispeditton für beide Letztere hat sich die königl. sächs. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Inhalt. Leitende Artikel: Ein Grundgedanke der „Allgemeinen Zeitung veS JudenthumS". — Bansen' S „Gott in der Geschichte oder der Fortschritt drg Glaubens an eine sittliche Welterdnung." 1. Theil. Zeitungsnachrichten: Preuß />: Aus der Provinz Posen. Oefterreichischer Kaisers.rat: Althart, Prag, Palanka. Großbritannien: ndon, London. Frankreich: Aus dem Elsaß. Italien: Ancona. Dänemark: Friedrichsstadt. Rußland: Von der russischen Grenze, Zytomir. Abhandlungen verschiedenen Inhalts: Ein bei Mitau aufzefundener alter hebräischer Leichenstein. Mitgetheilt von R. I. Wunderbar. Leitende Artikel. Magdeburg, 22. Dezember. Ein Grundgedanke der „AÜAineinen Leitung des Iudenthums Wenn unsre geehrten Leser zum Beginne dieses neuen Jahrgangs, zum Anfänge des bürgerlichen Jahres, einige dem nicht fern liegende Gedanken entgegen zu nehmen wünschen, so gestatten wir uns, ihnen folgende, aus dem innersten Wesen dieses, wie wir glauben, seine Richtung konsequent einhaltenden Blattes stiesiende vorzulegen. Wir waren immer der Meinung: daß es im Judenthum e jemals weder eine Reformation, noch einen Reformator gegebendaß es überhaupt im Judenthume niemals eine plötzlich eintretende Erscheinung gegeben, die, sei es als Ereigniß, sei es als Persönlichkeit, überwindend und umgestaltend gewirkt habe. Vielmehr ist in der langen Geschichte unsres Glaubens Alles unter der Einwirkung der göttlichen Vorsehung auf dem Wege und nach den Gesetzen der Entwickelung geschehen, von innen heraus sich entfaltend, wenn auch durch äußere Ereignisse und durch Männer von Hingebung und Kraft getragen, gefördert und an das helle Licht der Wirklichkeit gebracht. Wir brauchen nur einige prüfende Blicke auf diese längste und an äußeren Umwälzungen so reiche Geschichte Israels zu werfen, um die obige Behauptung als richtig zu erkennen. Ist doch selbst die Lehre Moschehs nicht, wie das Christenthum in die altheidnische, der Islam in die asiatische Welt, plötzlich und umwälzend in Israel eingetreten, sondern längst vorbereitet von Abraham an, auf dem Boden der durch die Geschlechter Israels auch in Aegypten gegangenen Stammestradition, überall das vorhandene Material an Sitte und Brauch vorsichtig schonend und benutzend. So spricht Moscheh zu seinen Brüdern in Aegypten im Namen des ihnen längst bekannten Gottes ihrer Väter; so wird in der bekannten Stelle 2 Mos. 6, 3. die durch Moscheh verkündete Lehre gegen die der Erzväter nur als eine höhere Stufe der Erkenntniß bezeichnet, die ganze Offenbarung durch Moscheh nur als eine Erfüllung längst bestandener Verheißungen. — Als David und Schelomeh Psalm und

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