Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 51 (15.12.1856)
- Date
- 1856-12-15
- Page
- Seite 687 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Wl S, 101; scheint ihn später zu setzen.) Vesser aber dürfte die Erklärung sein, mit der Schöpfung des siebenten Tages sei erst das Gänze beschlossen; denn die Woche richte sich nach der Herrschaft der sieben Planeten, deren jeder die erste Stunde einer Nacht, und die eines Tages herrscht, nämlich Dterkur Nacht 1, und Tag 4, Jupiter N. 2 u. T. 5, Venus N. 3 u. T. 6, Saturn N. 4 u. T. 7, Sonne N. 5 u. T. 1, Mond N. 6 u. T. 2, Mars N. 7 u. T. 3. Vollendet war also das Werk nach dem Schluß dieses Kreislaufs. (Wir halten es für sehr interessant, dies bei einem Rabbinen zu finden.) Die Erläuterung des dritten Capitels ist recht schön, nur läßt sich der Vers, auf wesentliche Fragen über die aufrechte Stellung oder die Sprache der Schlange nicht ein. Nur ist zu bemerken, daß nach ihm der Segen i-i£> 12">1 im 1. Cap. anticipirt ist, weil er erst eintrat nach der Sünde und der Versagung aus dem Garten., wie y*ia!ri na iab?ai beweist. Ferner erklärt er ''N bd va, 20, Gebieterin; und 21, w rnbnb, Bedeckung für die Haut, weil Thierhäute noch nicht ,da waren. Bei 22. bemerkt er, es sei bescheidene Redeweise, und verwirft wiederum jede Deutung auf Dreieinigkeit. 22. ys Baum des Heils j welcher Schmerzen tilgt und Schwachheit kräftigt. Zu 24. tnrn-Dn bemerkt Herr Jellinek S. 12. unten, es sei oben im Tert die Lesart fehlerhaft (man sehe Baba Batra 12. b., soll heißen a.). Es ist aber nur ein Ab sch reibe fehler und soll heißen *>inT a?3T’, und *nn ab aa^b '«»t» vielleicht ist auch das vorherige ai:vn Z'i ■»nn in atn^ W zu ändern. Der Vers, will blos belegen, daß abis a l t e r n heiße. IV. 23. zieht er eine sinnreiche Erklärung des Joseph Kara an, welcher sagt: Lamech habe die unverträglichen Frauen angeredet, er begreife nicht, warum sie ihm das Leben so verbittern, ob er denn Morde begangen habe, daß er solch Schicksal verdiene? Gott werde seine Schmach rächen. Die Stelle soll gegen Vielweiberei gerichtet sein. Der Vers, selbst meint, er hätte seine Weiber beruhigt, welche sich ihm entzogen, weil sie voraussahen, daß ihre Kinder in der Sündfluth umkommen würden. ■ 26. Vj erklärt er, man habe angefangen, den Namen Gottes an die Namen zu setzen: ba^in^o ,babbiiv. VI. 7. 12b ba wegen des menschlichen Sinnes. 8. soll nicht heißen: ich bereue, sondern ich strafe sie ihrer selbst wegen, gleichsam als hätte ich meinen Sinn geändert, aber sie haben durch ihre Sünden die Aenderung hervorgerufen. ' 9. in aL?2. riäi. Die Umdrehung ist ein Wortspiel, wie ns und sn, 38, 7. Eine Bemerkung, die wir sonst nicht gelesen haben.*) " . (Fortsetzung folgt.) -vt; v *) Mit Verlaub, Sle^stnden^^n'InspM^'WbKwerke schon Bd. I. S. 30. / ' ' Redärt. Wailted kor tlie Liverpool old Hebrew Congregation a Gentleman qualified to officiate as English Lecturer and to assist generally in Ihe performance of Ministerial duties. Applications, enclosing copies of testimonjais. aH qualification and compelency; and cöntaining 'full p.ayticulars o'f age, nnwber of family, elcelra, .t6 .be forvyärded, Post free, to the Senior Warden, D:aviär.ßfiKrentl,i;E^q. Liverpool. ' '• ", V ■ < Die hiesige Lehrer- und Cantor-Stelle, verbunden mit einem jährlichen Gehalt von 200 Thlrm und circa 80 Thlrn. Nebenaccidenzien, ist vacant, und-wollen fich qualisicirende Personen bei dem Unterzeichneten Vorstände melden. '' - - ' . Schöneck (in Preußen)/im November 185§. Der Vorstand. - Mannheim. I. JakovL. Ein eraminirter Lehrer, zugleich Cantor, der im Stande ist vierstimmige Choräle einzuüben, wird für die Synago? gen-Gemeinde zu Memel, gesucht. Das firirte Einkommen beträgt fünfh'un d e xt . Thäler; Mir erlauben uns noch zu bemerken, daß es einer geeigneten Persönlichkeit nicht schwer fallen dürfte-, durch Nebenrevenuen das Doppelte des firirten Einkommens zu erzielen.- Auf portofreie Anfragen ertheilt nähere Auskunft Herr Marcuse hier. Memel, im November 1856. In Folge der Berufung unseres bisherigen Predigers des Herrn vr. Jellineck nach Wien, wird die Predigerstelle in unserer Gemeinde demnächst erledigt werden. Wir thun dies mit dem Ersuchen kund, daß alle diejenigen Prediger, welche geneigt sein sollten, dieses Amt in unserer Gemeinde zu übernehmen, sich unter Beilegung ihrer Qualificationszeugnisse bei dem'. Unterzeichneten Vorstände baldigst melden. ... * , ... Leipzig, dem 3. December 1856. Der Vorstand der israel. Neiig.-Gemeinde. Hermann Mejer. Zu Purim dieses Jahres, als den 11. März 1857, wird die hiesige israelitische Lehrer-, Vorbeter - und Schach«