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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-12-15 · Heft 51 (15.12.1856) · p. Seite 680

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 51 (15.12.1856)
Date
1856-12-15
Page
Seite 680 (sequence 4)
Language
German
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M einiger Zeit wird ihnen die Ausübung dieses. Rechts auf Regierungsbefehl versagt, -weil nach,,; 377.. des, Ländervergleichs Juden keine liegenden Gründe in Mecklenburg, besitzen dursten., Die Sjädte haben hiergegenprotestirt,. sogar, das OberappellationsgerichtHat . gegen die Regie--, rung^ erkannt und die Erwerbung von Grundstücken, als, einen Ausstuß -des städtischen Bürgerrechts,bezeichne^.- Die. Stände haben nun gm Dienstgg-eiy. Comitö Medergesetzt, welches die Angelegenheit prüfen. und darüber^ berichten, soll, und die Stadt Schwerin hat heute. ihrVotumdurch Wiederwahl des jüdischen Kaufmanns Bernh. Cohen zum Bürger-Repräsentanten abgegeben." So wie Mecklenburgischen. Stände beschaffen sind, fürchten wir trotz Obigem, daß unseren.Glaubensgenossen das bestrittene Recht nicht gewährt werden, wird,. Im Uebrigen ist die Auswanderung, ,yer Juden - aus Mecklenburg sicheren Berichten nach eine außerordentlich starke., Noch einmal die „Wiener KirehenMung". So eben kommt uns wieder einmal ein Artikel eines unsrer Wiener Correspondenten auf einen abermaligen Angriff der „Wiener Kirchenzeitung" zu, und werden wir denselben in nächster Nummer geben. Wenn eine „Wiener Kirchenzeitung" nicht aushört, immerfort Auslassungen der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums" zu Thematen ihrer Besprechungen zu machen, so halten wir dies für ein starkes Zeichen der Armuth, da sie, um ihre Geistesblöße zu decken, immerfort Lappen von dem Gewände des Gegners reißen muß.-, Wir glauben, ein katholisches Kirchenblatt hätte gar zu vielen Stoff, um ihn nicht erst dem kleinen Häuflein der Juden abborgen zu müssen. — Wir gestehen, daß wir im Begriffe waren, uns Herrn Dr. Brunners Blatt, das man vergeblich in ganz Norddeutschland sucht, kommen zu lassen) aber als wir lasen, daß dieser Mann in, seinem blinden Haffe so weit geht, die berüchtigte Blutbeschuldigung den Juden als begründet zu insinuiren, unterließen wir es. Denn von jeher zwar Hielten wir den Satz, daß man am meisten von.seinen Feinden lerne, für/ sehr wahr, aber doch nur so weit, als in dem Gegner noch eine Spur von Gerechtigkeit gegen den Gegenstand seiner Feindschaft und von Achtung vor Wahrheit und Recht überhaupt vorhanden ist. Wo aber diese gänzlich verloren gegangen, wo eine vollständige Verblendung der Leidenschaft.eingetreten, wo der Haß bis zur Wuth der k Verfolgungssucht. gestiegen, wo die Religion auch nicht den -geringsten Tropfen der Billigkeit und Sanftmuth ein-: I WflößeNi: mehr. -perMg - dk.-kaM auch der beste. Wille l von ..Pen;. »Feinden nichts;,mehr. - lernen, -da gesellt, sich volle \ Verachtung und Widerwillenhinzu, undmacht auch die? entfernteste-Verständigung unmöglich. - Unsre Freunde in - Wien ersuchtenunsüber.den beregten, Gegenstand Richtsl mehr .zu schreiben.,, Wir thaten dies aus Achtung, vor deni selben,- obgleich ungern,, da »das, baldige. Stillschweigen über! einen solchen Angriff vom Gegner leicht,.als das Verlan-- - gen, die Sache zu vertuschen,, ausgelegt, werden kann. : Nun, Mag Herr Brunner glauben was er. will; hat doch - die spanische Inquisition bei hellem Tageslicht und; z w e ifell o s in eine m: Jahre mehr Menschen hingeopfert, ' als alle jene, vom Pöhelwahn und Pöbelhaß den Juden s angedichteten-Fälle zusammen genommen gethan hätten,! von..penen.-kein einziger erwiesen und wahr ist...-.Wir be-, , haupten dies mit.vollem Bewußtsein, da unsre Religion - in allen,-Stadienihrer Geschichte eine solche That auf's > Strengste verpönt hätte,, wenn sie nur voraussetzen konnte, .daß eine/solche in der Brust eines Menschen aufsteigen könnte! Herr Brunner hat d e n. Vorzug,. daß. er das einzige „Kirchenblatt" redigirt, welchem wir jemals entgegenzutteten Veranlassung gehabt. Wir unsrerseits ha-, ben die vollste Achtungvor dem, was anderen Menschen heilig ist, und vor den großen, weltgeschichtlichen Erscheinungen in der Menschheit auch auf kirchlichem Gebiete, und werden diese Achtung niemals außer Augen setzen. Wie n e r D ri c f e. Von H. Zirndorf.. IV. ”r, Durch ein günstiges Ungefähr wird es möglich, unseren Berichten über die Probepredigten einen bedeutenderen und erhebenderen Abschluß zu verleihen, als.- der Verlauf derselben zu versprechen schien. Nachdem diese Angelegenheit eine Zeit lang, geruht hatte, wandten sich die BMe auf's Neue den. -besseren der inländischen Prediger zu, und . Namen von gutem Klange wurden der Reihe nach laut. Bon einen; und dem anderen dieser. Herren verlautete, daß sie nicht , zur Betheiligung an den Probepredigten zu bewegen waren.. Erst am 26. Juli, - xyiü». #b, bestieg wiederum ein Gast die Kanzel .des Wiener Gotteshauses. -Es war.Herr Löwenstein, Prediger zu Sz. Miklos in Ungarn,

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