Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 49 (31.11.1856)
- Date
- 1856-11-30
- Page
- Seite 654 (sequence 2)
- Language
- German
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654 .gjiüjntfyE Md 'Sehen wir nicht aber auch, was diese Mode zuletzt aus 1 ü I 1 IV - -...-. und Wesen betrachten: wie wird er die Hände über dem dem Judenthume selbst.Wacht, alles Positive aus ihm verdrä^, aye^n.OlWtznA^ De HnHänglichM MWaN^ü^ Lehrsätze mhrrg saßt, welche ein solch Neumovischer^sich allenfalls gefallen läßt/doch' nicht ohne hinterher mit altkluger Miene auch über jene, die Achseln zu zucken, andeutend, daß er viel zu gescheidt fei, um stnULeh^aHzE^unbe^n^HrhV an^rer^nen < .. . Und da ^so die Wirkungen dieses Euren „Zeitgeistes" so offen zu Tage liegen, wollt Ihr immer noch,- daß „den Forderungen der Zeit^ R,e^nypg>>ge^ahE^.tzeM^£i Wir sollen um Eures thör'ichten Gelüstes willen^den Felsen Juda's, der Jahrtausende unerschütterlich gestanden, mit einem Haufen Wachs vertauschen, veN^ieVäststischön Kopf^zusammenschlagen, was Ihr „nennn^isch" g^worben S!Wint d H^mand^H HHTWlrdH entziehen vermag, umo»aß Ihr nicht minder in WiM^ Sprüchen befangen seid, wie die, denen Ihr so heftig entgegen tretet. Ihr werdet es ferner Niemandem verargen r Hnnen^DM M wPDMas MÄM dMMeumodischkei!" als Gnwand schildert^ Euch auf das Extrem der . Stabilität verweist, Euch nach jenen gesegneten Ländern ^.deh^O^ys^zfüh^^wo, Msr.e^Glaubensgenossen in Juden- ' vietteln eingesperrt, in Unwissenheit und Rohheit versunken, vom finstersten Aberglauben verdumpft, mit den gröb- ^sten'Unsitten ^ehtiftet, z. B. ihre Kinder im resp. drei- HändejedesNeulingsandersformen,undderzuletztan der Sonne des Tages schmilzt?! ’ die Vorwürfe, welche Du unsrer'Zeit machst/ an/ aber nur' als die Auswüchse/ als die mit einer großen Uebergangszeit unumgänglich verbundenen Ertr^eme treffend, welche ayherersestA, die. Kerechstgfeit., Anforderungen/zu kürzest nicht vermögen. .Ich will'/ms^niMÄrauE berufen, daß es unser denen, welche Eure Hrastest gegen' den Zeitgeist' .am, heftigen.loslassen, L^iele giestt, hie fürihre Person von d^Pchtlne der Zeit Äe. vollen,^Ü<^te uaA'en^ Äutorest,. welche.für die Mi.y,? s°-M« I-itz, M M aozMxen. Ihr di^/DtäMen, ung ^unÄranderÜ^ / Iss „Estren.. .G^teIjhHrsM höre' rch ^eumovisDn' Ehorgesang stn^ der Sfelle. Unsres alten Ehasanuth', Hueh Darschan. Hricht in. dern .elegantesten ^/kräftigsten Deutschs und trägt..einen neumodischen Ürnat, und' manchen alten Brauch vermisse ich in Eurem Cultus, wo die Gemeinde' so andächtig — s ch w e i g 1, Was? .Ächt Btoö' bm ©rcitel afeg^Iegt, und Glacehandschuhe angezogen, sondern, was. ungleich mehr, Ihr leset in dentschen Büchern, Ihr lernet Griechisch und Kstteinisch, /Ihr. lässet/Eure. Minder, statt sie ins Chester zu, schicke^ und den ganzen Tag Gema.ra zu lernen, KranMjH' 'stsaphestn^ ..Dahier Md Tanzen unterrichten, und doch wollt Ihr stabil/, sein %; Lasset doch einen wahxhaft^stabilen Juden aus/stet Witte, des , vorigen Jahrhunderts erstehen,.unh, Euch,. Estre MMiestech Eue^r Wissest, Euse Gedankenwelt, Eper Hgsthwesey,. Eure-Kleider, Eure Bstchersammlunsrn,. Eure Littest,; skurz Eu.est! ganzes. Leb,en zehnten mnd'"zwölfte^ /und/wM/Mmmest ist'/ chir^HDchHM.^W!' MstiW^ zu- Millionen Miftiren/ und dann sagen: dies nur -ist wahre '/StaWität^/HU htißt^ dtit' ForderüUgeü der Ztit' sich ''verschließen! — ' Aber wir sehen auch von den Personen ab; könnt Ihr in Wahrheit behaupten und erweisen, daß die Religion in ihrenz. ganzen., Löau, ,iy/ ihrer ganzen Gliederung- /Und -Ersche-inung' eine/ ewig, unveränderliche/gewesen ist? Können: wir nicht vielmehr 'Euch in -der' heiligen Schrift, iw' Talmud/ in den Räbbinen eine sörtlaufende Kette Von-Mränderüngen .'erweisen? / Mrinen Md Euch sticht, ^die. pchprungszeitMd..den. ..Urheber , echer .großen Menge , von Bräuchen, Sitten, Satzungen, Gebeten . Nachweisen? sehen, wir nicht Mb st Lehrsätze in der Thora noch unausgesprochen^ ^e^che''Me Prophetesi/Aei^ den Propheten, welche die.Heiligen. Skribenten, bei diesen, welche die Talmudisten"erst aüssprecheii?' "Ist'also' die Religion in ihrep 'TotallE einstvitz UnveränderlichosÄ' yded nist. sie nicht, vielmehr hie Vermittlerin, zwischen,^eW.ew,ig,.Wahrer: Md, den .Schwankung eu . steh .Menschlichen ,, ur^d. erst dadurch den, Menschengeist zur Erkenntniß und^Heiligung führend, daß. sie ihn in seinen Neigungen, NichtMgen^. in seiner Bildung und Hessttung. erfassend,, aus das Dauernde Md/Unveränderliche. hinleitet?, Tretet nur. ihm, ,an stey Menschen .der Jetztzeit . ,und stellet -an^ ihu/in. ^ragch, Sitte, Satzung, unverändert die Forderungen, von. Jahrhunderten, die längst ,vergangen,>, ob „er. sich. nicht .von, ster g a uz e n Religion. entfernt, ste ganz. Md gar fstr. .veral-- tet anfieht .uud von sich wM?,,Stellet doH.. yusriMg Beobachtung .an, und fraget:aus.,welchm^Häu^M.,jst denn, die ungeheure., Mehrzahl.der. Juden,hervyrgega.ng,en, weHe,dqs.. ganzs„3u-enth.unr heseitig.en..uyd verhöhne^? nicht gerade aus den Häusern der. Orthodoxen? während