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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-11-24 · Heft 48 (24.11.1856) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 48 (24.11.1856)
Date
1856-11-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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20» Jahrgang» 3t I ((j C ttt £ i lt C 48. A 1 lg cm eine unparteiisches Organ für alles Wische Interesse. .. . --; v .> HerauSgegeben .vron 'j* - - ■. : Rabbiner Ludwig Philippson in Magdeburg. . . v;y, f . . .Leipzigs den 24^ November 185L. Diese güt««g ..ersKtl«t..«S.chentlrch,>,er«Mat,.. Mo«1a,g».>. and wird .jährlich.. 78-.Bog.en in; Quart in'cl. des' Titels,.-Register« v. s. jv. nm. fassen. In Gemäßheit de«' ZwtSeS / derseidlen'die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Mlr. furchen Jahrgang;' — ' l iThlr. M Ngn: (lurhlr:! 12gGr.) für' sechs Monate — 22'/^ Ngr. (18 gGrl) für das Vierteljahr angefetzt worden. Alle Buchhandlungen.,, Postämter und Zestung«, Expeditionen - nehmen. Bestellungen an; '.der Hauptspedition: für beide. Letztere hat' sich die k-nigl: sächs. . *' ZeitungS - Expedition allhier unterzogen. . ■v« ::.v - - Inhal; Leitende Artikel: Der Religionsunterricht. — Die Macht -v; der Entwickelung, ‘ j Zettuu-Snachrichteur Deutsch la n d:: Hamburg, München. PreußenBerlin». Oesterretchischer. Kai- ' serstaat: Wien. Nordamerika:/New-F)ork» Holland: Göttingen. " ' ' Ätbhandlungcn verfchiedenen Znhalts r Reiseskizzen von Lewisohn in Fulda. (Schluß.) Leiterrde ätitfel Magdeburg, 16. November, Der Religionsunterricht. / Seit fast einem Viertelfahrhündert hat stch ein iftaeliüscher Religionsunterricht entwickelt und ausgehildet, der, Dank dem guten Geiste, welcher sich immer mehr verbreitet, sowohl äußerlich als innerlich eine immer festere Gestaltung gewinnt. Mag er nun mit dem EleMentärunterrichte verbunden sein, oder in einer besonderen Religionsschule gelehrt werden, ein möglichst ausgedehnter Unterricht in der Sprache der Bibel und des Gebetbuches auf grammatikalischer Unterlage,' die RÄigionslehre auf Grund von Katechismen und ReligionShüchern/ die hiblische und israelitische beschichte, die LMrgie^ daS find seine Ziele und Disciplinen. - Es versteht'^stüh von selbst', dass die -Tüchtigkeit und Regesrichiigkeit, die' belehrende und 'beg^istMde^'^^aft''d^M^^^t^^te-^^^^^ Fähigkeit des Lehrers selbst adhäilgt. Im Ganzen haben dir Methodik/ und Literatur dieses Unterrichtes bereits eine ziemlich schöne Entwickelung erlangt. Aber dieser Unterricht hat mit vielen äußeren Schwierigkeiten zu kämpfen. Zn nur wenigen Staaten gehört er zur Schulpflichtigkeit. Es ist daher nicht allein den Eltern überlassen, ob sie ihre Kinder an demselben Theil nehmen lassen wollen, -sondern was noch schlimmer ist, die Regelmäßigkeit des Besuches hängt vonder Laune der Eltern und Kinder ah. Mehr, oder minder / wird der Religionsunterricht, nur M ^nebensächlich angesehen, und an Fleiß und Beeiferung ist daher in der Regel wenig vorhanden. Die, Stundenzahl, die für so viele umfassende Disciplinen bestimmt werden kann, ist verhältnißm.äßig eirre sehr.geringe^ und hierzu kommt, daß der Unterricht von den Schülern in einem Alter verlassen wirb (im. dreizehnten oder vierzehnten Jahre), .wo für andere Sprachen erst das rechte Studium beginnt, und für religiöse Äahrheiten der Geist erst befähigt wird. DaS alte Judenthum hatte einen festgegliederten, enggeschlossenen Kreis zu seiner Domaine. Die häusliche Erziehung führte von, Kindesbeinen an in die pünktlichste, sorgfältigste Beachtung auch, der geringfügigsten Satzungen und machte das Kind fo praktisch mit denselben umfänglich bekannt. Vom drittem und viertem.Jahre an wrirhe das Kind dem Chedar übergeben, wo es nichts als Äibel, Commentar, Mischna und Gemara betrieb. Die Dynägogewurde aufs Fleißigste täglich zwei Mal b'esücht.' 3)ie Gemeinde machte die Welt des Juden aus,

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