Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 47 (17.11.1856)
- Date
- 1856-11-17
- Page
- Seite 635 (sequence 7)
- Language
- German
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685 MüM HeMcht) Md -deckMegibrungsMhe vr. Carl Weil isi Wresi/ frühdb langjähnger Asftssor der K. Oberkirchenbehörde, zugleich eifriger Förderer der Waisestpfiege, erschallte ein freudiges- ,-Hoch!" - Bei'-dieser Gelegenheit machen wir darauf aufmerkftm/ büß üm 7: December d. I. 25 Jahre seit deck Bestehen dev Königl. israelitischen Oberkirchenbehörde ablaufen. Wenn die Gründung und das Wirken dieser Behörde einzig in ihrer Art sind und die segensreichen Folgen derselben sich auf Synagoge, S'chüle sind das bürgerliche Leben erstrecken, ft ist es gewiß-Pflicht der Württembergtr mosaischen Glaubens /- diese Äera nicht still vorübergehen zu lassen, söndbrN durch eine öffentliche Manifestation zu be^ weisek ■, daß der Jude zu danken versteht/ wie von jeher der Undank fernabdem- Charakter des Judenthucks llag: - -Kirchenrath Maibr in Stuttgart ist' Noch das biüzige Mitglied' der Behörde! dsis demselbenseit ihtkr Gbüsidsintz anKhörk und^üsierMbet in ihr sind M-sie^Wirkt Es könnt dähür die Behörde ist der Pb'rsbw ihres theologischen Mitgliedsam geeignetsten vettbritt werden!- Es wird Nur dieser Andeutung bedürfen/ - um die - No tablett Württembergs zu veranlassenden rechten Ausdruck zu finden, bei diesem 25jährigesi Jubiläum -des Bestebens der ersten israelitischen Eultvehörde in Deutschland ihren Dank zu bechätigetksick dadurch der landesvaterlichen Fürsorge Sr. Majestät des Königs und seiner gesetzlichen Organe sich werth zu zeigen. —; . Herr Fabrikant Jakob Levi in Eßlingen hcit die irtchitekrurgefchichtlich merkwürdige gothische Frauenkirche it Eßlingen aus Holz von abgängigen CigarrenkistcheN'sö'getreu nachgebildet, daß Kunstverständige in seit Halls'wollen, um dieses treffliche Meisterwerk zU - sehend Cs sind ihm schon ckehLere--taüseNd'-'Guldm für diese künstliche Schnitzerei geboten, die aber für-desi Kunstverein in München bestimmt sein soll. OWkrrei-chtschre Kaiserstaat. 'Bon der westgalizischen Grenze: IV: Brief. Ende October. Als ich den Entschluß faßte, über die Zustande der galizischen Juden in diesen Blättern Mittheilsing zu Machen/ war es nicht eitles Gelüste „eirsis Reisendest" feine oberfläcblich gesammelten Becketkullgen einem größein Publikum äujzubriiigen, unt „MichWWHMh-M'Geschichten' zsisicküsiren"; ich Wüßte H wohl, es ist nicht siteTettdestz der Allgeck. Zeit. W! Zsidestth:, Nichtsftg'endtz Rsisehericht ihten Lesern aüfzutischest, sisich fühle ich wich'zuck-'SMkststettern nicht lsirsiftt Die Motive wstdesidrststere! würdigere. — Ich hatte Gelegenheit, die gällzisch'esi Zustände genau kennen zsi lernen. sittd fand, daß hier ick Schoße dei Judenschaft eiü stärkök Fond voll estkwickelungsfähigen Geisteskräften vorhanden / aber die Männer fehlen, welche dteft'ENtwisielstng'zu 'fördern und ihr eine Richtung zsi geben geeignet Mrell: Es gewann in mir die UeberzeüguNg ickmer ftsterst Böden, daß von innen heraus so bald kensi Heilung zsi erwarten sei, sonderst däß diese nur Wüst vben heiäü und von außen her herbekgeführt Werdkri könnt:' Sv denken und fühlen hier Tausende UNd Wechetes sisis, aber die Worte verhallest Und die Materiellen Interessen lässen solche. Gedanken und Gefühle' nicht'zur Reift und Ausführung kommen. — Ein Anderes ist es mit der Presse. Diese hät xs in ihrüt Macht uüsi es ist ihr' Beruf, die' Astsichtet Einzeliftk it die Ällsid zU bringen, sie zu befruchtest ustd zu beleben, und ihnen so sie von der Wä Meli und ^öthwendigkift getragen'-'werden' Erfolgen verschaffen. ' Demi W gießt «sich-'in die kältesten Beständtheile großen Körperschaften Wärme sind Leben, Und weiß aüch ist den gleichgültigsten Chataklerett Interesse zu wecken sinsi wach zsi. erhalten, weil'die allgeckeiste Meinung zat bensch auf die Masse wirkt, 'ihre Wlickcke Mem'hstft den gehört, und wenn auch nicht immer Nach Bebdienst geachtet und gewürdlgct, 'doch Mindestens ge- . scheut uud gefürchtet wird. —! :; ' ' -th Das war die Genesis Weiner Bkleft „von det weftgalizischen Grenze". - Weit entfttnt ,-' irgesiv Jemanden kränken, irgend eine Pärtel beleidiget ödest gür verunglimpfen zsi wollest, wollt ich — Nur das Ganze im Auge habend — die Verhältnisse der Wahrheit gemäß schildern! die 'wunden Stellet als die Quellen des Üedels bezeichnen üstd offen legest, ück dstdurch deren Heilung zsi enstöglWn. — ' ' Daß meine Voftussetzüllg eine richtige warzeigte' - sich nur zu chald, ustd zwar siÜN eister Seit'cher, ws ich es am wenigsten vercküthet hätte. 'Kaum' sind nämlich die ersten zwei Briefe bekannt geworden, sistg sich schon eine Feder zu rbgen 'der ein'Mittel aus Krakau in Nr. 38. dieser Zeiiststg sein lDsisein.verdankt. Ich habe also vest' Nagel sisif' den Äöpf getroffen. ' Krakasi, dieses Babel f'it welchem' stch Ärt