Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 45 (3.11.1856)
- Date
- 1856-11-03
- Page
- Seite 610 (sequence 6)
- Language
- German
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610 findeM -Und in dor' That/ ein solcher, fehlte auch hier-niemals z welche eine Menge Sclaven auch'der Materialismus' zählt, wje writhin - auch /ded ZndifferentismuS/seine-Arme ausbreitet/ eS war' und ist immer Noch ein 'frischer, lebenskräftiger Kern in unserer Mitten—üleider gleicht' er noch nicht jenem uus Israel hervorgeheüden und zu - dessen Siege dahinröllenden vielmehr scheint er statt des feindlichen. Lagers seineigenes zu/ untergraben. :, / - Ich -erinnere mich/einesG'eständmffes,r :daS ich vor Mehreren Jahren von einem der hiesigen wohlhabendsten und - geachtetsten Männer im u Laufe des Gesprächs vernommendaß er nämlich so selten und nur. am der Synagoge bete. „Nach der Reform/ kann/ ich schon aus Pietät nicht gehen", sagte er,' „weil doEderGottesdienst auf eine meinen Grundsätze^ zuwiderlaüfeude Weise und am Sabbath gar nichti rabgehaltinl wird^ mud/nach dev großen Sym agoge gebe ich nicht, weil ich msch dort bei den: unaufhörlichen Andacht- und Ruhestörungen nicht hei- RW/nichs'^rdMt/Dhlen kaMr" 'OewistMachten und sprächest damdlS ndch /viele' Ändere so und war es wirklich Haff dÄ Zeit, d.iestn Stein des Anstoßes hiniv'egzüMÄn 4nd dem fast allgemeinen W.ünfche) alle^ StörMe' ünd Ungeeignete aüs dem GöiteSdienste auszuscheiden und in stiller, ruhiger Andacht zu beten, endlich einmal zu genügen^ Erst beim Eintritt des vergangenen Jahres geschah eS; — das Gotteshaus Pand plötzlich 'Neu: restaürirt und prachtvoll auSgeschmuckt da/ der Gottesdienst gewann eine: schös Äere: Gestalt', und Form '-und- 'statt diese- Erscheinung als eine - willkommene; und lobenSwerthe zubegrüßenerhob sich i sogleich/ ein Lärmen und: Toben, ein> Hülfegefchrei an Regierung und Ministerium, ülS wäre durch, die -Restauration das Herligthum zerstört/- durch die Reorganisation der Gottesdienst aufgehoben.-. Von welcher Partei Derartiges: Nur ausgehen kann, brauche ich: wohl nicht erst anzugeben/ denn ehe ich sie Näher' bezeichnet-- hatsich - gewiß ved Leser'schon-gewundert/.daß mitten-in dem alles höhere und -religiöse Lebeü ertödtenden.Jndifferrntismus auch eine §o fflstgrMtarchrit des absolutem SteheNbleibeM-sich chiev geltend' macht/ Und wären' diese stgenanMeN Alten, oder die sich: so Rennenden, - auch wirklich: unseren Alten, gleich, die Nßn innigster RelMMtr edsüllt- Mit einer morakffchen-Makellosigkeit Mdi'-Mnr UegeiMungfffür) das Ueherkommorle Msteü) Wir: würden/ÄS nicht eiUmad-wagen, "gegeü auch nür . die / Feder etnzütallch'Ln^ alleinsehenwir uns dieft Männer" an> / wie/sie/unbekümmert um die Erhaltung/ und Hebung des religiösen Sinnes -und Lebens, theils aus niederer Gehässigkeit,' theils aus selbstsüchtigen' Motiven nur streiten- -um des Streites willen, wie sie: ferner Männer an stch - cheranziehen und für ihre Plänv gewinnen/die es zwar ernst mit der Sache meinen/aber nicht wissen, waS' sie 'wollen uM nicht wollenwas sie thün, dann sind: wir wahrlich im Zweifel:, ob: wir/ eher jenem unsere Verachtung oder -diesen unser Bedauern zu zollen haben. Wir enthalten uns der nähern Angabe dessen, was hier im/ verflossenen Jahre vorgegangen und noch vorgeht, weil wir es.lieber der-Vergessenheit als' der Oeffentlichkeit übergeben- Möchten^ - - Wer: den PublicisteN/ die Kreuzzeitüyg/nPinnev's' Denkschrift und" EaffrllS Beleuchtung mit einiger- Aufmerksamkeit 'gelesen, weiß -DohMieA MWelcheMüsaabtttt'MMck MldWafi feff hiev gHenMig gekämpft: WiM/— Zst"doch am Sabbaih: :mn(- - fctohö selbst ' dis) Kanzel zu: einem Tummelplatz/ unedler/JnvMveN Hembgeffürdigt worden! Seltsam genügt aber:: auchLleicht-Erklärlich : der:Mann, der durch: gehässigen VerleümMn'gen und durch die grundlosesten. Beschuldigungen.lief'/verletzt und gekränkt// deri sowohl auf öffentlichem als anonymem Wege - ein öl des Jahd Hindu schüinsultirt wurde, und dieses Alles — weil er sich für die Abschaffung einiger Piutim, für den Vortrag des Gebets Kr -den König in - deutscher Sprache ü. dgl. erklärte — mußte nach der Weisung-unseres: Salomo — endlich mit der Sprache heraus^ und einmal Schweigen für Silber , Reden - füd Gold halten/ -Die Holge dieser: Rede war, wie-Nicht anders voraüszüsehen, nicht die- Versöhnung- /sondern die um so heftigere Erbttterüng der Gegners und'die Folge dieser. Streitigkeiten ist die/Verweigerung: der Erläubniß -zum Bau einer neuen Synagoge, zu der ein geeigneter Platz bereits angrkaüst ist^ von SoiteN der Königlichen Regierung. ^-'4' - v1"! Unter solchen Zuständen und trüben Aussichten für -die "/Zukunft/ traten wir-iM/däs NeusAaM ein und / isi eS uns gewiß nicht tzu^ Mrargen, werMwir beim Rückblick -ans das.''vergangene- --MhMuth'S-VVll eine Thräne der Sehnsucht'mach deM das Wohl-e-i-) ner Gesammtheit-ganz besonders fördernden. Frieden vergo'ffeM-: MögedieZeit/nicht sthv: ferff stW/'W