Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 43 (20.10.1856)
- Date
- 1856-10-20
- Page
- Seite 578 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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.ÖS v - -.5 li! 578 ^üsputzen — um die Stabilen von den Orthodor, nirgend unterscheiden zu.können. Man ftage auch.nur die-Halchter der wahren Orthvdören, z. B. den Herrn Mabbinez: Ettlinger, in Altona^was, sie von jenen Stabilen und ihren Führern halten, um jeden Zweifel über die Verschiedenheit der beiden schwinden zu lassen. Wie gesagt, erschien uns dies Alles nicht der Mühe werth, das' ssjuMkuU.weiter damit zu behelligen,. wel-: ches im großen Ganzen auf dergleichen Dinge wenig achtet. Jetzt aber erhob der Vorsitzende jener Conftrenzen selbst das Wort, und sprach»-:sich,.iM demb^ben citirien' „Hirtenbrief an die Gläubigen" .über die betreffenden Gel r aber der Verfasser des Hirtenbriefes über die Frage der Piutim, welche bei keinem VerNünftigenKmehr eine. Frage ist, -so weAäufig'sich ausließ: ÄäbümA'ab er die'viel mehr bestrittene D-r.gdlfrage.mit'wEgH len, Seite 9, und ohne in die Sache einzugehen, abgej ^-fertigt? Hier war eine gründliche Erörterung durchaus nothwendig. Pie kategorische- Behaup.tung^ daß die Orgel ' nicht ö*wisei, und -daß 'sie' äm- ^Säbbath und an Festtagen nur durch einen Nichtisraeliten gespielt werden dürft ,' sind Behauptungen, deren Gründe den „GläubigW" wärgtzlegte werden!rckitDn. Aber allerdings glauben wir, daß . hier der Herr Großrabbine mit den in der Eingenstände aus. Er versäumte es nicht, zuerst, die, allge-, , leitung des Hirtenbriefs aufgestellten Grundsätzen ins Gemeinen Grundsätze, dann die.resp. Beschlüsse zu erörtern. ~~ ~ “ " Die SachlWe ist dadurch eine aildere geworden, und wir ÜMerftits hurftn. ünfte -Änsicht nicht mit Stillschweigen übergehen. Halten-wir uns zuerst an das Faktische. Herr Ultmäün berth'eidigt "züersk' die Revision der Piutim; er führt die Aussprirche der alten Autoritäten darüber an, .WÄ: Erzeirt: gegen ihie Piutim iitt der. Ancorrectheit her. Sprache,. her. Dunkelheit,'der Gedanken^: ,der Maßlosigkeit.des Ausdru.cks,.her, durch sie. bewirkten Un- .terbrechung. des Rituals,.: .und der Andachtslosigkeit. und Unordnung, -die sie .Hervorrufen, - Gründe.,, die - er n überall mit. Aussprüchen ähterer Rabbinen belegt., In. der Lhat ist rvohl nichts lächerlicher,, als die Aufrechthaltung der Pintim, .mit. Gründen, belegen - zu -wollen. . Die Piutim .sind M wahrer Schandfleck unsres Cultus, und -die mahrhasten.Ursachen, warum der ganze Gottesdienst iy so -außrropdentlichen. .Verfall/- in Mißachtung, und Unanständigkeit geraden.war. . Sie waren, es-: welche, die-Masse gedrängt 'kommt. Die Anwendung der Orgel findet np in den christlichen Hrchen.. statt, „unp. Pas.- Gefühl der -Masse, welches, dieselbe als ein christlich kirchliches "Instrument fühlt, ist' dirher ckein illusorisches..' Wcht. MnM -ist.es. Phatsache, daß seit der Zerstörung Jerusalems alle Instrumentalmusik aus der Synagoge geschwunden; und da die Jnstrumentalmufikl: eben nür im Tempel stattfand, so fragt es^fich/Mb überhaupt-jemalsU vtr'Sy'na g o g e Jnstrumentalmüsik stattgefunden! ^Äerzü' kömmt nun, daß eben so' wenig wie gegen' die 'ÄsttzA eine positive Satzung vorhanden ist, eine.solche wirklichihegründete gegen .das Spielen durch, einen Israeliten an lSabbath- und Festtagen angeführt werden kann,- so daß also die Willkür der Großrabbinen hierbei auf der'Hand liegt, und vielleicht darum vom Präsidenten die nähere Erörterung -vermieden worden v Der einzige Grund, den man dagegen erheben konnte, ist «esj D*nü» T’tt) ^2 ypr^ i -also die 'Furcht-, man 'möchte am Sabwöhnten,. dje Gebefe und, den Gottesdienst mit der unerhörtesten Nonchalance zu behandeln, durch die er zum .Sprichwort der Völker geworden, und die-auszurotten uns -nun seit zwei: Menschengeschlechtern die außerordentlichste und .noch bange nicht mit Erfolg,.gekrönte Mühe macht, Sehen -wir davon ab, welcher.Unverstand es ist, .der Masse Folianten von Gebeten aufzubürden> die dem Inhalt und. der Sprache nach ihr eben so unverständlich' wie unverdaulich find: so. braucht man nur. die Art> wie sie recitirt werden., wie dys. flüchtige Auge und die im Schnellzug, bewegten Lippen darüber hinwegfliegen , und höchstens , auf den zahllosen, gleichklingenden Endreimen Une, Teptie Rast, halten, -zu. beobachten, um einzusehen, wie, diese, zumeist, erst vom .zehnten bis. dreizehnten Jahrchundert entstandenen Reimereien durchausbeseitigt wer- -de.n,MÜUen. . .u-n;.. . bath , eine. - Einrichtungam, .JnstrMeptemachewA^rylrm 1.04, ». 8er» .30, »,), wozu.aber.dje ^osephot zu letzter Stelle bemerken: ^2 riiw^b yrnb '«V daß; da Mw uns' tlüf'die Verfertigung von' Instrumenten nicht verstehen / dftft Furcht wegfällt, wozu' kömmt, daß die Orgel' 'eilr' Instrument ist, dessen Verbesserung währenddes 'Gottesdienstes gar nicht möglich ist. Deshalb erklärt sthoü deb 'Mügen Abraham im Orach Chajim §.: 338;r 8;,! i> a ß e i cf r Üblich das Spielen aufmusikalifchen Jnstrümenten den Israeliten am Sab bat her l a'u'h t"s^i, Tpü tbsa pob ''"Nv^ob •nir^rnTai ' WöllW 'daber die Großrabbinen Frankreichs aufrichtig-"seist , so''dürfen sie -einerseits nichts - das - Spielen ' der' Orgel äck'' SabbÄH durch Israeliten als' Unzulässig, sie'' dursteit"Müer si'icht die Ochel: im der Synägogv-' überhaupt'Äs' bliiHi^ gegen