Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 42 (13.10.1856)
- Date
- 1856-10-13
- Page
- Seite 573 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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573 Hhen, währentz de^Gesanges-Töne-Am Himmeluechf ,^vie' Hit:^Mr.Stsih :dM^ Göttepboten ^as bewegte, Herz beherrschten." -.. ' ^^IMrebibt de- I>?. Mmann machte einen aüß^Kentsichen Andrucks Dieseherzliche, zn Allen ME- Dpstche, /diese .BegeMrMg^chiefts Feuer, : nur allein im Stande: Andere., zum:',Gläupen und ' zur Liebe (wovpn seinePredigt insbesondere handelte) - jü entflammen, die Reinheit des Ausdrucks, die Symmetrie der einzelnen Dätze, verbunden mit einem.schönen Organe, dies Alles kündet an, daß dieser erst vierundzwanzig Jahre zählende Prediger einst zu den geachtetsten in Israel gehören ,wirh. .und der; '14V. Psalm endigten die schöne Feier. ' Abends wurde von dem Festcomite und Vorstande dem Herrn ör. Lehmann von Mitgliedern des städtischen .Orchesters eine Serenade gebracht,.<uni) es schien, ass ob das Lebehoch nicht enden wollte, als der hier-! durch GerHrte einige. Worte, der Danksagung zu der Menge, gesprochen hatte. /• Schließlich. wollen wir noch als einen besonders Hönen^Zü^ exwähnen, daß am Morgen der Einweihung durch den Vorstand an die. hiesigen armen MaDen , eine Summe von 300 Fl. ausgetheilt wurde, damit auch diese sich freuen, könnten und. in den allgemeinen Jubel., mit einstimmten. \. fW. E. Worms, im, October. (Privatmitth.) Von hier aus habe ich Ihnen eine erfreuliche Mittheilung zu ^machen.. Es sollte in denletzten Tagen ein neuer Stadtrath gewählt werden. Die Wahltermine waren von der betreffenden Behörde auf den 1., 2. u. 3. dieses Monats festgeßellt worden, so daß die jüdischen Bürger, wegen des zweiten Tages des Neujahrsfestes an der Ausübung des Wahlrechtes gehindert wurden. Eine Reclamation, welche einige Tage vorher erhoben wurdet blieb ohne Erfolg; nichts desto weniger wurden am tz-weiten Wahltag , von der zweiten Wähierclaffe statt deS frühem einen, dieses Mal zwei Asraeliten;, e3 flnb bieö Herr Jacob: Fulda, Vorsteher der Gemeinde,,.und Herr F. Ehrstadt, früherer'Bürgermeister^ Recht blieh also Recht. Der Aorstand der Wiener Cultusgemeinde.wird.gegm'Sebastian.Brunner, wegen seiner furchtbaren, Jnveetiven in her katholischen Kirchenzeitung klagbar werden. Schon die „Oesterreich. Ztg." erhob gegen-jene Blut- .Wagen die Stimme des Rechts i und der'Vernunst. Oesterreichischer KaiserstaäN. Wien, 28. September. (Privatmitth^ Derwd^ -hat bet.uns seit dinigdnÄahren'ein/rigenthümlicheS Geschick. Es tritt gewöhnlich/eine KrisiS' eist, die den Leuten fo-ziemlich den Köpf verdreht ^OHK Zweifel /ist zu Ihren Ohrest bereits das Jammerunb Klagegeschrei gedrungen ob dem Credit und sonstigen Actien: und Staatspapieren, die ist letzter -Zeit - bedeutend im Preise gesunken -find^ So /manche Familie ist in Unglück gerathen. Die 4!eute glaubten, daß die schöne Zeit der fetten Gewinnste stets bleiben werde. Nun wurden sie etwas unsanftwufgerüttelt. Leider! daß die Leute nichts lernen und nichts vergessen. ES waren diese Dinge schon öfters da, und immer wieder fallen neue i Opfer. - Ich habe keine Hoffnüng, durch meine Strafpredigt etwas zu nützen; aber die Herren sollten sich doch das sä notsm nehmen. - .Zu bedauern ist eS, daß sich bei dem Börsenschwindel auch so viele junge Leute betheiligt Haben. 'Cs wckr'das Geld so leicht zu verdienen, daß sich die jungen Leute kopfüber dem Spiele ergaben , und nun heißt - es .n»- :ö«j V*1 Möge die ernste Zeit/: die jetzt für uns herannahet, die jungen Leute ' zur Ruhe und Ueberlegung bringen. *"> '■ v:- : nj - . Sonst habe ich Ihnen zum Schlüffe deS Jahreö eigentlich wenig Neues mitzutheilen. Wie eS in der politischen Welt an allen Orten sich regt,- ohne daß etwas Tastbares wäre, so ist^ es auch auf jüdisch-re- . ligiösem Gebiete. Es regt und bewegt sich' überall, jedoch eine That ist. nirgends wahrzunehmen. —' Dör Artikel der „Oesterr. Ztg." wurde von beinahe sämmtlichen hiesigen Blätterst nachgedruckt. - ES blieb auch die Antwort nichtaus. — In welcher Weise diese war, ist unnöthig zu sagen. Herr Ghillany, den man bereits vergessen hat, wird da als Gewährsmann angeführt. ■. - Wie manche Herren ins Blaue histeinfchwätzen, .ohne eine böse Absicht damit zu verbinden/ erfühd ich kürzlich auf's Neue.: Vom Rechtsgelehrten Wirth erschien ein Aufsatz -über Wucher/' Darmheißt es, daß der Jude keinen Wucher von dem armen Juden''nehmen durfte; von dem reichen Juden durfte man Wucher nehmen. Iß es Ihnen, Herr Rabbiner, bekannt, wo die Quelle dazu in jüdischen Schriften zu finden ist?' — - / :vr V. Ein Rabbinsttscandidät, Ihr begabter Cör^spdn- 42