Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 37 (8.9.1856)
- Date
- 1856-09-08
- Page
- Seite 499 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/3224737-3225985-3226023--15586-3244390- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
4ss -^,-derMetter^ welche bereits in' denSippurim 'vollständig abgedruckt war, eine biographische Skizzd -Mabb^Melr^ von vr. M. Joel, abgedruckt. aus Frankels Monatsschrift) die Erzählung einiger „wirklicher Ereignisse nach dem Fran- -i zöfischen^k, der Schluß der Mbersetzung des 'Sendschreibens! Maimuni's an < die belehrten-MIeuren ün8 -eiue'Äeirie'Ä-i zählung ,,zu spätes Bekeüntniß" bilden' den''Inhalt bes! Jahrbuchs, welches wenigauf-Originalität Anspruch machen kann, dennoch aberäine unterhaltende ZüsammeUstel-' lung bildet. i:i j— V ■■■■ n ';'' ' - Von - den- Jahrbüchern fehlt uns! daher nur noch das- . bald erscheinende Kl ei n' sche. Dahingegen haben wir noch' von meinem derartigen neuen Unternehmen zu-berichten, - das! einem besonderen Zwecke gewidmet sein soll: /Jahrbuch für israelitische ElternLehrer Und Schulfreunde",' heräusge-! geberi von AdolfHlatvatsch, Wien 1856." Der Her-! ausgeber hat die rühmliche Absicht/ dem'jüdischen Lehr-! -und Erziehfache ein besonderes Organ, einen Mittelpunkt,- eine.wirksame -Förderung zu schaffen? 'Wirr müssen offen j gestehen /. daß der Herausgeber hiermit ein sehr westntli-/ ches Bedürfniß berührt hat;' wir sprechen es aber auch als unsere Ueberzeugung aus, daß, je leichter es ist, tri-' viale und ^banale Redensarten über Schule und Erziehung i zU Markte zu bringen, desto schwieriger'und seltener wirk-! lich bedeutende Arbeiten ' auf dem pädagogischen Gebiete; getroffen werden. Wollen wir daher den ersten Versuch des Herausgebers .mit Nachsicht ansehen und -hoffen--daß aus .demselben mit/der Zeit ein würdiges und zweckentsprechendes - Institut hervorgehe , wozu - es allerdings der Mitwirkung der tüchtigsten Lehrkräfte' in D e ut fch l a n d bedürfenmöchte. Dieser erste Jahrgang enthalt zuerst Reden,;kurzeibiographische Skizzen über I öhlso n Unb-Per?ir e, einen Aufsatz/ über die jüdische Volksschule - vd'n Herrheimer, klar gedacht und gründlich' ausgeführt, zwei kurze! Aufsätze (über.'physische: - Erziehung / über deutsche Rechtschreibung vom Herausgeber, talmudische Sprüchwörter. hon E h rm an n, über die Psalmen (nichts Neues), über .Schulen und Lehrer' aus dein Talmud, über Bibelunterricht, dann- Gedichte/ von denen di« meisten'schon alt :und s allgemein b ekannt sind; endlich Mittheilungen aus i und!'.üher/.Schulen,/welche zumeist. Q esterreich s betreffen. . Endlich, i Bibliographie, wie' es scheint, > parteiisch und unvollständig/ •’? ' " -;1 : 3um Schluffe/ dieses Berichtes heben wir intt großem Vergnügen/ hervor / wie. auch dieser-Zweig! unserer Literatur in erfteulichem - Fortschritt begriffett'ist; '11 ' 1 ' ' Hombür g, im.. Pu gu^ ,JT? Ein NeisewerL? .t-zw; ir.; -Bericht von. Dr. I- M.'Jost/ - . . tForts. u.! Schlußmrs,Nr.-30.)? /(//(('-(',' Ueber die Lage und die Sitten der Israeliten in)K u r - - di stau Zerfahren' wir' Folgendes: ^urdiEan gehört) mehr dem Namen nach als; th'ätsächlich zur Türkei) ' Die Bergbewohner liebew ihre! Freiheiten/ SiÜen 'Üüd"'Gew.ohnhnten, und haben' dafür nur einen Tribut äst.)den Sultan 'zu zählen. Unter sich bilden‘ sie 'eine'Verbindung 'von Stämmenf beten jedes 'sein^Oberhaupt)har) (Än^rhÄb der Stämme sind viele' FMiliensehden,., " Die hier) lebenden"-Israeliten'find' vost ' Wilden" ihr' strengssest''<Sutne des Wortes umgeben! Fünf,' zehn,..' zwanzig) 'Familien derselben gehören einem Kurden an, der sie mit Abgaben belastet und schmählich behandelt.! Jene) entrH!en) sie in Baarem oder in Erzeugnissen; jede einzeln« zahlt wohl bis 500 (türkische) Piaster fähflich.' Außerdem müssen sie zu Zeiten Frohndienße leisten.'''Där))Herr hat), über fie das Recht ' üb er Leb en ' utid Tdd,' und v erkauft). Ei nzelne oderFamilien ohne Erbarnlen.. Wenn, der.H'er): )zu Pferde seiUen Israeliten ankrifft,' zwingt er /diesen^ Hause vor ihm'herzüläufen, töte 'ein Hunh. Am' empörendsten ist folgender Gebrauch,. de'r' tu vö.Her'-Sixengd geübt wird. Wenn ein Israelit heirathen will, )so muß erseine Braut mit Gold dem Oberhaupt abkäüsen, wenn sie durch ihren Mann in den Besitz'ttnäh)'.ändex'n' Hauptes übergeht/ - und der snthere das Kopfgeld)'dadurch'' einbüßt. So " lange die Zahlung nicht erfolgt/kann der Herr sich die Braut zur Befriedigung seiner Lust hinuHmsm . Dieser letzte Punkt wird jetzt nicht inne"gehälM/ Mädchen den^ Gewalthaber,) der ''ste heldidigm wollte) ojetödtet hat/ dafür aber ist die Gelhforbernng übermäßig groß geworden.— Die Israeliten kennen kaülü den' Namen 'M Thora; äu-ßerst wenigd'haben'lefew gelernt;' ihr 'G'oÜesdienß besteht in Schma, nämlich dem ersten Vers bavon! ) E'rf feit ' einiger 'Zelt dmhfängeäDä aus Bagdäh' Bibeln und Gebetbücher,-'' üüd einigej haben'' d'ett t]^ Ähre 'Gebräuche - findnur cherkörnnrliche Uebüügen,' 'hir ste1 ÄaHrnenmäßig begehen! ^Aber ^Peigebig Md )D ' und' aUch gastfrei'."'" - v“L ,). ''^^ f’th., 11 -: Wenn /; waö selten- ‘ üorkommt) ein Räbbi )'aÜs' Äetufälem"dott "eintrifft,' sb eilt üian ihm änMgen) )küßt 'iM die Schultern, die Haar^)dke' '8üß«i,^je ^'nä^ Ätzr' StaW dessen'- der"ähn'MrW-'ühd'WA^khu 'im Triüuchh ßns 37* '