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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-08-18 · Heft 34 (18.8.1856) · page 16

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 34 (18.8.1856)
Date
1856-08-18
Page
– (sequence 16)
Language
German
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dop Lob zurüWeiftn> PMfffHieMHstich?. uiM" „meiner männljchen-Öffenheit" ‘ spenden-{ da dies ja nichts weniger, als-ein Glaübcnsbekenntniß enthielt nnd selbst der hyperorthodore Jude ^inen Anstoß daran nehmen, sondern im Grgeütheil - beifällig1 das Treffende des Vergleiches anerkennen muß. Wenn- Sie aber dennoch behaupten^-,die MechrzchhhPnMwer Zuhörer theilte'hier meine Änsichtwr'cht^^, so. müssen dies nur solche gervesen sein,die, Her deutsch en, Sprache unkundig, mich 'nicht beruhen k ö n n t e n,' öder ' solche, die aus gewissen Gründen mich nicht verstehen wollt e n.; Denn haß es - nicht m e jne.Mficht: sei, man solle den Mantel, von sich.werfen, gehtja, schon aus meinen oben angeführten Eingangsworten hervor: „Das Greifbare muß die Flamme unsres -Glaubens auszeichnen, das KÜrperl-iche muß ihm-eigen sein, ihn versinnlichen. " Noch deutlicher aber ist> dies aus dem Bilde.von /dem. FruchtkorndM Halme, und der Hülse, zu entnehmen, das dem Gleichyisse vom, Mantel folgte. Bei diesem Bilds wenden Sie. inheß,- -mein? Herr/ eine Escamotage an, die Ihnen >in . Pen Augen; redlich Gesinnter durchaus nicht zur Ehre ,gereichen-kann.,. Sie sagen nehmlich: -„Er gehrguchte dgß -Glcichniß vou-Sprey und Heizen, jener die Hülle dep nährenden Getresdefrucht--hie' der kluge Landmann ausscheidet -Wh emststx$tf, ,Har/aber dieses -Ausscheiden und.Entfernen die- Pointe, des Bildes, oder nicht vielmehr , etwas/ganz MbensäMches /und die PointedasjemM, was Sie,wohlweislich-,}verschwiegen? Pun, wir wosten, dies bald. Nachweisen! stjnmittelhar auf das Gleichniß von dem Handersmanne fislgjen nehmlich die Worte: '■-ü-fif.":vj „Aber sehet, wenn die religiösen Ceremonien auch „nur das Aeußere, nur die Schale für den Kern des „Glaubens sind, so -vermag ja. der,Kern sich nicht zu „erhalten, wenn die, Schale ihn nicht, unrschließt, und - „so ist ja. der - aus Seele- -und Leib, bestehende Mensch „einmal ein Hefen,, welches das.. p ur Geistige,, nur ,,Seelische njcht/ zu,saHn,> vermag, , dem, Wsnex-.auch „ein Körperliches-unp-Leibliches geboten werden-muß, „woran er sich klammere,und?halte:--Wal habeg hie „religiösenSinnLilper an und.für sich.-keinen Wochen „Werth, wol läuft die Frömmigkeit des. Wews^ew,-. wenn „er auf jedem Schritt und ^xitt!CerempHiev,..hbWftsoll, ’ „sogar Gefahr, in hlöße Herkh eisigkeit curszuarten,.^ dgr--- „um haben/ denn . auch.'..unsre-'GeWsL<HreH,.yzich Mcht -„den Grundsatz .astfgeMh.-n'p-'Lrk., nstM 'w Cere^UjrA ^-ür.ke»-. chchp in? mMnhgftex „Heise zur Ausfithrung. kommen" zMalmudjBMchM „49a); ab,er. wenn sie das, Maß .Hasten, wenn,., He ,in „edler,/ markiger Heßah.," in ansprechender, würdiger ,-Ko.rm uns öptgegLptpesen,,' sind sie pauy? yiHt-MMn^ „uns als eine Leiter,, M/diMn„. aus -Heren-SproHn „wir himmelan steigW^unsreuz.Htztte mähM? „müssvn sie Hann mM". *, .eigeuthümstchm,--,Wren „Heist d,es. Judenthums chatzpest^ Md den, HHten. /unHM „Herzens' -ßeymye Tlone putlochen? Wapum sollen .wsr Posen, 6. August?4M. i'y: i;: s rf f./»? .^fie,demnach verwerfenwarum nicht vielmehr Mchpch- 11 Mächten.slndhvdrth/^al^n'? ÄchkA dee(MH^ekr-Pt -„auch-,.so lange die Saat auf dem- Felde reift', "achtet ja -auch Mt Halm, der das Weizenkorn trägt und ' ,Hnk den 'nährenden Saft aus der Erde Schooß zu- „führt, und wilden Halm, so dje Hülse auch, die es H ^sc^UMM) um^e^t, oHg^eMze^.avenn die Saat ge- . „mäho und eulgeheimst worden, Äs Stroh zur Seite ..M»HpMcherwEßen läßt und meist das ' -''/,FMchtkdtli-'Wtzk rmd' iieE Darum möge denn auch - „die Ceremonic, dieser Halm und diese Hülse auf denr , „Fe ld e des OlWbens}] '.tzM,wpor das Greifbare und „KöMerliche, ohW Delches ch.er .Geiß-die unwandelbaren „GlaubimswahrheitW WdiGrulchsätzett' rmmnerizu.-fas- . „sen. vermag>. derGlMbensstammc Ms unsrem Herzens- .„.altare -zum -ehp/enden- Merkmak-gepeichen- Nrenn es - „auch chas Fruchskorn, der .Religionjene ewigen- Wahr- „heiten selber,,, der -innige- Gottesglaube-und. die that- „kräftigeMenschenliebe stnd,^die zum eist Gnade-finden „werden -in den-Augen dG.großen Hausherrn dxoben-l. - „wenn uns einstsekne-^Hand>vonu-dem? Fe llde rdid-A - »Lebens abgemähet mch-, für-die Ewigkeit^einAesam-? ^.--„melt hat." . , > . :f. v ■Hqbe.-ich demnach/ betont,, ,-der klugoLandmann.scheide die Hülle Ms /und entferne siesobald-tzp^den ,.Segen in die Scheuer gebracht , oder wicht , vielmehr-? daß ^er-ste achte^; -so - -lange >fie,> afis, dem- Felde^-fichtg- .habe: - ich - mit nzeiwen Hopten; angedentet„ - Jspael - müsse Cer.emonialgesetz- Tradition oder Mnhagim Mgebenoder -nicht '-vielmehr sie. heibehalten,. wenn die Dräuche keine'schlechten) findwelche ja ste selbst verwerfen?- — Doch Ihnen istnd. die geäußerten - .Infichteys,viestei,cht! -h-a-x u m -zu - frei,/ .weil: «Sie Ceremonien- und Mi-nhagim in gleiche - Reihe 5-mit,:'den w.i-ch rssg ste-n Rcligionsgebote.n, stellenmit.Glauben an Ejptt,, Sittlichkeit, -Menschenliebe )U. s. w.---^- aber warum erklären- Sie-.. dann nicht Majmonides und gndere .große und ssrpmme Männer dep /Vor- und.Jetztzeit- ^-.üNtzmiva sunt oüiosL -—- als Ketzer?) ja, warumerklären.Sie--nicht) der Talmud .sei -zu-- freisinnig,- weil er. bei gefährlich Kranken den Sabbath zu Wweihen... erlaubt,, undnur in-Bezug auf Götzendienst, Blutschuld': und Biutschan-dd dys) Leben--.-aufzuopfirn, befiehlt?-.77-7 ,, - 7 .rr. - Doch ich.-glaube, zur Genüge dargethan., zu haben, wie grundlos. Ahps 'Mschuldigun gen find,: und, - will zw Ihr er eigenen Ehre: annehmen,- daß Sze beim -,Äbfassen. Ihres Gerichtes nur) -gewissen-. Emstü-sterungen Gehör ghgeben, oder - Mich.-.- nur. mih halbem Ohre gehört und.- -.darum 'mißverstanden-haben.. Zum Schlüssewill ich Ihnen -nur- - noch -mittheilen, dass die von Ihnen citirten Proheu,.!!selbst dem Mnne vqch/,Micht.-ggnzs.richtig,,wiedergegebcn-find).unds.daßtzJhre Per^etzmUKge^. mich,;zw i p.g e.n.meine. - Predigt > der»Öes-- stntlMeit - zu übergeben. Mögen -Hie b0 n tkl und mit Jhneu. das lesende Publikum -.urthMlen, . ob: hie/Äusstelchngen, die Siegemacht, gegründet find oder nicht. -; •*,-,n •... r Ergebenst - n. - - . vr. Lakdsberger, RÄbbmer'.' ...... . - - . . -. . l ■.■■■■ , , , . - . n,i] - (rüvmIM n-tzm<ß»öii.lJ./B),jHjtrschßrl)dlin Leipzig. 1

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