Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 32 (4.8.1856)
- Date
- 1856-08-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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20. Jahrgang. A l lge meine --^32. Zeitung des Z ' Ein ■ ' V Unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. , Her au-gegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Phrlippson in Magdeburg. 1 Leipzig, den 4. August 1856. .Diese Leitung erscheint wöchentlich einmal,. Montag», und wird jährlich 78 Bogen in Quart incl. de» Titel». Register» ü..,s. w: müfassen?' In 'GemMeit de» Zwecke», derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis, äußerst niedrig : mit 3. Lhlr. für den Jahrgang;; 1;*&I* 1H. Rgr.^ fl Thlr. 12'gGr.> für sechs Monate — - 22'/r Ngr. (18 gGr.) für da» Vierteljahr'anMtzt worden. Me Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs' Expeditionen nehme» Bestellungen , an; der Hauptspedition für beide Letztere hatfich -U königl. fächs. Zeitungs. Expedition allhier unterzogen. In hüll. Leitettder Wrtikelr Wiener Briefe. Von H. Zirndorf. M. (Schluß.) - . . i . ■ ' Zeltrurgsirachrichten r D e u t s chla n d: Woryrs, Stuttgart, . Lauchheim,Hannover. Preußen: Anclam. .Rußland: '' Posen. ,... . ’ . Menarifche Ikvtrzen: Worms. Morvefpondenzr Charleston (S. C.), 25. Juni. Leitender Artikel. Wiener Kriefe. \ Von H. Zirndorf. ■■ ' . IIL ' ■; .. (Schluß.) ... . Am Ehre der Wiener Gemeinde darf behauptet werden, .daß diese -Worte den meisten Zuhörern fremd und seltsam klangen.u Der Mann, den Wien als seinen Führer verehrt,? Herr> Mannheimer, hat seinerseits eine edlere) höhere Auffassung des Judenthums stets zu verbreiten gesucht. Er, der im Rathe der Völker Oesterreichs milgetagt, der selbst redlich viitgewirkt hat, eine bessere Zeit zu schaffen hat doch den?rnkteriellen Gewinn dieser Zeit nie :so hoch ^angeschlagen/ - daß?dr ihr das geringste von den geistigen Gütern seines Volkes ' aufopfern möchte.' In seinen Vorträgen schlägt dasalte,' vörnehm^, ideale Jü-^- denthnm' -nochseine stolzesten' Schwingen zurw Adlerfiuge mit. überirdischen Geistern Mndie - Wettel ";?'r Nehmen wir Alles in Allem, so Haben wir in Herrn Landsberger einen der begabtesten Vertreter der neuen Magidim-Schule. Sein Vortrag ist der Drusch mit all seinen Vorzügen und Mängeln 5 aber er erhebt sich nicht über den Drusch. Wenige Redner dieser Richtung werden von einer so tiefen, gründlichen Kunde des Midrasch, von so schimmerndem Scharffinn, von so reicher Phantasie,., selbst von so lebendigem Witze unterstützt als er. Auch den Boden seiner fetzigen Wirksamkeit,, Hpsey,.'- finden bedeutend für den Weg, den er eingeschlagen. Man hat sich dort' noch nicht losgesagt von der Vorliebe für den Drusch mit feinen Geistesblitzen und löse an einander gereihten Gedankenspielen. Es steht ihm dott . ein Mann gegenüber, der diese Bahn höchft ehrenvoll eingeschlagen. WaS Pleßner in der Orthodorie, daß ist Landsberger in dep Reform. v Form und Diktion war rein und würdig; an manchen Stellen, wo der Vortrag einen höhern Schwung nahm, selbst edel und ergreifend. Aehnliches kann von dem Vorträge nicht berichtet werden? Dieser war kürzathmig, abstoßend, selbst unsicher, und für das Ohr wie für das Gemüth des Zuhörers wenig fördernd und anregend. '? / " Mit solchen Eigenschaften und Vorzügen muß Herr vr? Landsberger' einer der. bedeutendsten Schri^steÜer werden, wessn es ihm gefällt, "dieFuÜe seines Wissens in Hälacha' uNd' Midrasch, die' Schätze''seines reichen und ftuchtbaten Geistes m einer Sammlung von Reden nie-