Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 31 (28.7.1856)
- Date
- 1856-07-28
- Page
- Seite 416 (sequence 2)
- Language
- German
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iiS 416 fluß in geschichtlichen Thatsachen nur selten, treten ihr die Propheten mit ihrem- Leien StandpuHt und DeWft rchaßFesUMlesteWft^AsGMcheD, genüber ein Gelehrtenstand entwickelte, der mitten aus und in dem Volke blühte, und seine Jünger selbst unter den . „ i i jv- . das Czaarenreich getreten, nichts der Aufmerksamkeit würdiger-.ist, als A Lage unsrer Glaub ensgeHpffen in stlbM M Mseit d<KMA2AWlMrÄdf" lich/nMnAdenAlS di^^MGiMArMMhHo^i^^ Juden sich außerorden^D verschlimmert, um so mehr verschlimmert hatten, als auch in ihnen das Licht der Bil- Handwerkern ,und Tagelöhnern zählte. ^Mjt der Zerstörung Jerusifle^HHNUe^veltljDßMM^onÄÄLtheo-' logischen Autorität getrennt; und wenn der mittelalterliche Staat den Rabbinen noch die Ausübung bes Civilrechtes überließ, so verhütete - doch E Abhä-iAgfeiü -Lev r Rabbinen von ihren Gemeindendie^ Rivalität zwischen den Gemeindevorständen und Rabbinen, so -wie? die ..scho-,, nende Beachtung, welche jede Minoritätspartei, jede ecvIM^iWs^geHn^lhreMltgM^ muß, den Miß- brauch '.der.äMrest. Gewalt, welche.dem. übrigens stets aus allenElaffen recrutirten Rabbinenstand einwohnte. Mit'- der neuern Zeit vollendete sich nun diese Richtung. in den europäischen Staaten, indem das jüdische Recht ganz außertytaxift -gMllyitvupde,i Hiermit wurdechimechalb-des JudeMZWMe/ Maub.enß - - -;uO GewiffenWeiheit ohne Mplps. uyd Zerrüttung,. in^ sovollkommener,Meise verwirklicht, -/Paß-,schon dadurch.das Judenthum wahrhaft ideal geworden.,-,..7.'■■■ ■./. Mögen n»u die-Folgen dieses Princips in der Judmheit augenblicklich auch nachtheiligeft.in denn es läßt sich. nicht -verkennen, . daß.-.die- -geschloffene. Phalanx einer hierarchischen ..Orgg-nisati.on... für,Kipche- und\ Kirchenthum viel -nachdrücklicher. strebt und mit weltlicher Macht versehen ,; ihrem ^ftehen. mehr, Nachdruck zu. geben wermag — so .ist.-dych rhie.;Pemiffens/reih.eit.'rzu-ifehr--.per wahre Boden , - auswelchem.die. ächte Religiosität erblüht; die Gewiffenpsreiheit, hie eigentliche. .Waffe--.. mit -welcher, -gegen Aberglauben mnd Unglauben, -wirksam gekämpft wird; die, Gewiffe-yssreiheit,. die kräftige. Verkläreriw. demReligionslehre, als. -.daß.. wir nicht -.dieses im Judenthum wegen Mangels an-Mekey.ntnißformularen begründete- und geschichtlich durch .den Wegfall aller -hierarchischen Organisation verwirklichteMrincip als die..höchste Blüthe,unserer Religion anzusehen .Hätten, - welche sicherlich die herrlichste Frucht Hervorbringen, und, reifen wird.. , ... - Äußland. .-. Wir haben es schon wiederholt-in-diesen Blättern ausgesprochen,: daß bei den, veränderten Verhältnissen, in welche dang und Gesittung vielfachenEingang gefunden, so ist > -ÄhemAlkLÄe^>aDÄff!rliche Wort. Aleranders II. viele Schäden heilen, und auch seinen jüdischen Unterthanen eine neue Laufbahn eröffnen werde. f'VM rsreüEunSMherp -ünfM Lesern in deutscher Uebersetzung ein von uns verfaßtes Memoire mittheilen zu können, welches, die Inäe^enclricice beige vom 15. Juli veröffentlicht und mit folgenden Worten der Redaction dieses einflußreichen Journals eingeileitet'hat:f . ’ , „Man übergiebt uns ein sehr interessantes Memoire- ,.welches sicherlich gern gelesen/werden wird;- über die Lätze ...der,Israeliten in Äußlanb, und vorzüglich in Polen. Viele Dinge find schon über diesen Gegenstand geschrieben worden, aber das Memosrej, wpy dem wir sprechen, enthält eine grosse Menge/von Thatsachen, welche/noch nicht 'ans Licht - get'r.e.tew, oder hßs'1 jetzt. nur' ünp0 llko.mmen bekann t geworden sind , 'und welche uns die-AüfMerMmkeit üller Derer zu-pexdienftr/Meinen, welche'-sich für die Entwickelung Rußlands auf dem Wege der Ciüilisatiön interessiren. Ueber die Kgge der rztsflisch 5^0-lnischen -- " - •' " - d e n. '' ' '' Nichts ist richtiger, Ms der-Satz,, daß der Krieg oft eine ntächtige Pflugschar in der Hand der göttlichen Vorseh uE iss,' Mit welcher sie tief in den Äöden der'MenschZ heit einschneidet, um neue-zukünftige Saaten daraus zu zirhem.Lächelt dann,/die Sonne des Friedens--der^befiuchteten.Erde von Neuem,- so hebet bald eine nahe, oft un^ geahnte Schöpfung Halm und Blüthe empor. - >' nr 1. .; Der Friede hat den Osten und Westen'wieder versöhnt; und . die Blicke-. sind von. Neuem auf dieses kolossale Rußland gerichtet/, welches der Schätze -noch so unermeßliche für die Menschheit, in seinem Schoße birgt.Sie find vot Allem gerichtet auf .den neuen Selbstherrscher,-'der/ nachdem , er.den Kampf kräftig geführt,; so schnell den Friede^ Europa zurückzugeben verstand. - - - - I : Dieser Krieg war eine große Schule für -alle Welti Rußland,, insonders hat - sicherlich erfahren, daß in - seineü Instituten und Gesetzen Manches vorhanden, was die gro^' ßen'Bersprechüngen-:.ni cht gehalten- und in^ -der Prüfung sich,als eitel erwies; es hat aberauch erfahren, däß enormt