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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-07-21 · Heft 30 (21.7.1856) · p. Seite 406

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 30 (21.7.1856)
Date
1856-07-21
Page
Seite 406 (sequence 6)
Language
German
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406 gen Kan)e^e.Predigt über die Psiichten.einer Ehefrau, und entließ -dann.Alle befriedigt. -- -. : ,;; -iU(Forls-eMn g.rfolg'tr')' Zeitnngs»achrichtell. Deatfchlaud: Aus- Rheinhessen, im? Juli. (Privatmitth.) Es wurden kürzlich von unserer Staatsregierung: den Lehrern -unseres GroßherzogthumBwelche-einen geringen Gehalt und eine ziemliche - Anzahl' Dienstjahrehaben, —- ein; Verhältniß, das, beiläufig gesagt, leider gar oft .vorkommt —Gehaltszulagen aus der Staatskasse bewilligt, und wurden hierbei die jüdischen Etementarlehrerdenchristlichen -gleich behandelt.. So erhielt der jüdische-Lehrer H;.. chün G. .-#.«.*<»eine Gehaltsr zutage von jährlich 40Fll .für 1856 und sogar für 1854 Md 1855 80 Fl. nach bezahlt. . Wenn es : nun. gewiß! dankend. anzuerkennen ist-, daß unsere Regierung .die finanzielle Lage der Lehrer im-Allgemeinen zu. verbessern - sucht, : auch .hierin-, . wie seither in. jeder Beziehung, keinen konfessionellen Unterschied macht, und wir sie: darum bezüglich ihrer Toleranz vielen andern Regierungen DeutschlandS.zum Muster aufstellen können, so wdllen.-wir doch: nicht deshalb diese Zeilen mittheilen, um dieser Regierung Weihrauch zu streuen,- wollen nicht-: wie?so viele, unserer Glaubens? genossen, jedes;--,Rechjchen."-, daS man uns. giebtoft tropfenweise .giebt, als -eineGnade -betrachteteund es vor der-Welt als solche ausposaunt wissen, neinwir geben diese Notiz, hauptsächlich: deshalb, umdie jüdischen Gemeinden unseres Großherzogthumszur Gründung von, Elementarschulen anzuspornen. —-?••• Im Allgemeinen herrscht nämlich in unserem Lande ein sehr fühlbarer Mangel an tüchtigen jüdischen Lehrkräften und. widMN-M. eben.nur: sehr Wenigerem Lehrerberufe,: -wx.il die /misten Schulen blos Religionsschulen, deren:.Lehrer ganz Meinvom Willen dev Gemeinde abhqngen, von denselben alle drei-; Jahre entlassen werden können-und ihnen - vom Staat-. nqch unseren-jetzt bestehenden Gesetzen, keine Zulagen-« Pensionen iu dgl. in Aussicht.stehen. Ganz-anders, aber-und gewiß- ,zum Vortheil... unseres jüdischen Schulwesens würde es .sich, gestalten, . wenn recht,viele jüdische^ Elementarschulen, .gegründet würden. Die Lehrer solcher Schulen KyY hon christlichen-.vollkommen sleichngestellt und mancher Jüngling: würde mit- Müden diesen Beruf wählenwenn, ihm - auf genannte WeifLeinr sicherere Eristenz'iats: seither-Mboten! würden r.-suv^e. chu Möchten darum unsere,Gemeinden -endlich einfehendaß nicht durch:Abhängigkeit -sondern durch desinitivevom Staat garantirte Anstellung: und bessere: Besoldung ihrer Lehrer (welch letztere ja namentlich! mach obiger Mittheilungjetzt allen jüdischen Elementarlehrern in Aussicht! stchtllderl Beruf derselben --.erleichtertihr Wirken: ein 'freudigeres und dadurch'! auch ihr (der Gemeinden) Gedeihen gefordert werden - Bückeburg, im Junii- - (Privatmitth^) . Nicht in eine geräuschvolle,: geschäftige Stüdt will ich Sie heute führen-- nichtein Bild des: Treibens Md Wirkens reicher materieller und geistiger:,-Kräftevor.' Ihnen.- aufrollen, nicht, -von idem Streit -und. Kampf der Parteienvon dem Siege: der einen undvon der: Niederlage .der andern Sie unterhalten- , nein-: heute muffE Sie mir in ein kleines, einfaches Städtchen: folgenin den. eng geschloffenen Kreis weniger Familien und, mit mir ihr Thun- Lassen und Treiben, belauschend. AnerkeMung und - Nacheiferung -verdient' es wenn eine. Gemeinde, die nicht -über Tausende zu verfügen-hat,- die derLeitungeines Rabbiners entbehrt,' die -sich ganz, und gar selbst überlassen ist, durch große Opfer der Einzelnen erstarkt, und gekräftigt dasteht, unddieses 'ist der Fall bei der jüdischen Gemeinde »zu Bückehur g.! -Einem Rabbmate hat sie sich nicht angeschlossenudst--Regierung, kümmert sich -nicht mm sissL Möge sie'.einen Lehrer .haben oder mögen? die Kinder ganz-ohpe -Religion aufwachsen (wie z.^ B. in dem benachbarten-St.), mögen sie friedlich.neben einander wohnen,: oder bitterer Streit die Glieder der Gemeinde trennen, sie selbst müssen Alles entscheiden; wenn-sie nur ihre Steuern zahlen., dann können sie glauben, was sie wollenwenn das --Judenthum sie nicht:lehrte-- wassie glauben sollen. Sie fühlen sich wohl unter dieser. Selhstrrgierung; zum ernstlichen Bruchder-nichtleicht wieder ausgeglichen wäre, ist es .noch? nicht gekommene Freundschaftlich- Md friedlich verkehren diezweiundzwanzig-Familien,: von denen idrr größte Theil. dem Kaufmanns- und Handelsstande angehört,-mit einander. Wohlhabenheit, die die Meisten der , täglichen Sorgen enthebt, läßt die Giftpfianze des Neides, welche so -häufig nicht allein denVerkehr der -Familien töd? set, .sondern auch noch häufiger ihren bittern-Samen

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