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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-07-07 · Heft 28 (7.7.1856) · p. Seite 376

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 28 (7.7.1856)
Date
1856-07-07
Page
Seite 376 (sequence 4)
Language
German
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GernSheim/ist mach-nicht 7ganz 15--Jahre alt> -77--Wie immer fanw am ersten Tag des- Schebuothftstes hierorts? die Confirmationsfeier.statt, . und noch, am selben Tage brachte ein Hiesiges Localblatt folgendes von dem evangelischem Pfarrer. Herrn. Dr; B raum unterzeichneteSl Inserat: ^>HeMRedacteur.l.''-WmnöeSmoK.Zrit und -möglich ist, diese- Zeilen lin ZhrElatt aufnehmen zu - können;. so bitte: Sie darum,' da dieses mein kleines Inserat7 gewiß, 'keineitles Lobenthält, sondern als der reinste Ausdruck meines Geistes und Herzens erscheint. Die. 7 (obengenannte) EonßrMtionsfeier Wurde wirklichauf..eine rührende, dem- Gejste unserer Zeit vollkommen entsprechende Weise... abgehalten.- - Was Herr I)r, L ewy so hn.gesprochen,, wgr - tief durchdacht und ist.aus .einem liebevollen Herzemgestossen. Sein Portrag zeugte von einer richtigen Auffassung der Mischen ..Lehre, so. wze des Mcist^s. .uflstrer Zeit; Md dabei sprach er so ergreifend,, daß kein Auge ohne.Thränen steblieben^ . 'Die. Kinder warensehr gut vorbereijet/ uüi) antworteten Mit Bestinnntheif und mit ver- Nehmßgriw Stimmet 'Äst^'dsx'HMrig^ 'Mchev von einem werhliHn und männlichen Chor vorgettageN wurde, war äusgezWnet zu nennen, so wie überhaupt die ganze Feierlichkeit eine würdige, tief ergreifende genannt werden muß, und daher mit Recht die öffentliche Anerkennung verdient." — Res. fügt hinzu, daß Dr. Lewysohn bis jetzt 81 Kinder hier confirmixt hat, und daß der nächste Confirmandenunterricht von 24 Kindern besucht weche^wirh, Das-Haus Rothschild in Paris gab als Beisteuer fur'dw dürch Ueberschwemmung Verunglückten .40,000 Frcs. Die .auftPergament..geschriebene ftbsn in der hiesigen Spnagoge wirdnach .einem-in demselben befindlichen Datum in diesem Jahre 400 Jahre, alt. "......... I Frankfurt,;19r Juni. (Privatmitth.) Unsere sonst so friedliche Gemeinde, die sich in der Regel nur von den .politischen - Stürmen, welche, auf den Barometerstand der Effecteneurse influiren, ausregen läßtwar gestern- und heute in - einer solchen Bewegung, _ die an die, schönen Parlamentstaga erinnerte., . Es handelte sich nämlich um dir neue Mahl zum Gemeindeaus?? schuß, welche dieses Iahz, u^.. so n Wichtiger^ 'Uyd-.bedeutungsvoller war, weil es galt, den offen hervorgetretenen hierarchischen Bestrebungen S t ein ’ s.entgegenzutreten und das chjHepchrWlgetastete Gut der persönlichen GewiffepSfreiheit unverletzt zu. wahren. Wir-Habens in »diesen Blättern bereits' den Hirteybrief Steines! erwähnt, wer aber den beabsichtigten Eindruck verfehlte, und von dem ^Veteran der - Lehrer, vr. Heß; kräftig < und würdig beantwortet wurde.. Stein, der nur beharrlich und konsequent ist, wo es seinen p ersönliche n Ehrgeiz betrifftdrohte, seine Demission zu. nehmen, wenn der Gemeindevorstand seine Forderungen nicht bewillige.- Zu einer Plenarsitzung des Vorstandes eingeladenum mündlich -seine,hierarchischen Gelüste zu formuliren und zu vertheidigen, .sprach er .sich dahin aus, daß.ihm ein Einfluß auf die .Schule verschafft werdrn müsse, und wolle es der Gemeindeverwaltung überlassen, ob dies durch Ertheilung von Sitz und Stimme im > Schulrath oder - d urch^ Beaussichtigung des Religionsunterrichts geschehen solle. Er stellte ferner das? Ansinnen an die Gemeindeverwaltung, ihm Sitz und Stimme in. der gemischten Kirchen -und Schulcommisston (eine staatliche Behörde) zu erwirken, und beschwerte sich darüber, baß der Oberlehrer D^MterNi-ftine Predigten, nicht - besuche. 777 Der Gemeindev orstand chatte weder die' Macht,' noch seine . Gesammtheit den Willen, diese Anstrebungen zu - unterstützen.-- Da. nun inzwischen die Mahl neuer Ansschuß.mitglie.der stattfänd, so kann man sich denken, welche Anstrengungen auf beiden Seiten gemacht wurden, einerseits di e in.telligente, andererseits die rabbin i s ch 0 Partei, zu verstärken — und die Jntsslligenzder Genius unsrer Zeit, hat einen glänzenden Sieg erfochten und mit einer Majorität von zwei Drittel gegen ein Drittel unterlag die rabbinische Partei. Die Altgläubigen haben sich an dieser Wählschlacht a-ift üt» u-, nur, schwach betheiligt, weil es sich hier nicht um eigentliche religiöse Interessen handelte.und ste selbst bei der erlangten Trennung in CultuS- und Schulsachen? keinen; Einfluß auf.die Gemeindeverwaltung mehr, anstreben.. - .7 Eiye in Paris erschienene Schrift cinq annöes de Voyage en Orient 1 §46—1851 (ft uns heute zugesandt worden. Der Verfasser uennt.sich, Israel..vM-r ILv; vpjageur L auteup uud-wird voll: den ftanzöstscheu 7 Rabbinern-und Proftfforen als. ein bMhmM Reisender und?! Gelehrter - empfohlen $ in wie tzru.' tzjxser.? EMpfehlWg: -ufl-! dem. sich , beigßlßgten,Ngnzen entspricht, - wird eine Kritjk - indiesen Blättern. zMeu. ,; Alts; dem Bericht über; die frayzösische Rabbinerv.ersammlllNg ist.noch: herWzuheben und nachzutra?.

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