Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 27 (30.6.1856)
- Date
- 1856-06-30
- Page
- Seite 360 (sequence 2)
- Language
- German
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860 beherrsche Euch. — Und dennoch wiederum nichts geht spurloser vorüber als das galten des Machen auf dem, AH)MSchiffe -siaujMr HHgetrenn-- titzpHWoDrD.HieHH.z^Hlmtzn.sind Her^8ieGzerschellten Bretter fluchen die Welken dahin, daß was jene enthalten haben, auf den Grund des Meeres sinkt. Nichts verkündet sein. Dasein mehr. Wenn in der heiligen Schrift eine gänzljch^lBeAichtun^.gezeichnet 'werden soll, dann heißt es: „Zerbrochen wurdest Du von den Meeren in den Tiefen des Gewässers" (Jech. 27, 34.). „Ueber Babel stieg das Meer auf, mif siiner, Wogen' Mengew'axds- - bedeckt" (Jirm. 51, 42.). Die Fläche der Erde ist bedeckt mit Trümmern der Vorzeit, und wenn auch auf dew Festlande die Werke des Menschen vergänglich' sind'/ so veMäg^'Ä"'8öch'''Jahrtausende hindurch Merkmale seines Daseins' zurückzülassen. Was aber verkündet aus dem Meere,' daß Völker darüber gegangen, daß Millionen' ihr Leben auf ihm "verbracht? Wenn heute .Nationen ihre Schlachten auf dem Ocean geschlagen, haben sich Sieger und Besiegte -von dem, Schauplatz entfernt,, und sind..die Dampfwolken. derMschütze verflattert, so giebt Nichts Kunde, dass. da drunten Zehutausende ihr Grab gefunden.und daß die stolzesten Schiffe, zertrümmert auf dem Boden des Meeres ruhen; der Himmel lächelt oder stürmt, . die See ruht oder wogt nachher wie-vorher. Is ist wie^ der.Prediger sagt:. „All' die Flusse^ gehen ins Meer/-und. das Meer, es.wird, nicht voll,. zu welchem Orte die Flüssegehen,.. dahin, gehen sie.immer, tviedex" (1, 7.). „Das Meer! kehrt zurück nach seiner Strömung" (2 Most 1.4, 27,)..- , Die .Oberfläche der Erde .wird, von dem Menschen immerfort bearbeitet, immerfort verändert. Selbst die,Gipfel der Felsen, sprengt er zu-seinem Bedarf und mitten durch das Gestein, gräbt er seine Wege und Tunnels. Der Mensch consumirt viel, aber er greift auch der Natur unter die Arme, um immer mehr zu schaffen. Er umgräbt die Erde, entzieht das Wasser dem feuchten und leitet es zum dürren Boden, daß er das Hundertfache von Manzen hervorbringt; er pflegt der Viehzucht, vermindert die Raubthiere , und sichert, so das Dasein zahllosen Thieren mehr. — Mit deur Meere weiß er uichts anzufangen; deß Wasser kann er nicht trinken, ^Salz nicht gebrauchen, und wenn auch die See unendliche Massen von Thieren nährt, so ist immer das Fischervolk, das ärmste und ^elendeste, und selbst dem Jäger des Festlandes an Cultur nicht gleich. Und dennoch ist das Meer die. Quelle des größten Reichthums; wer das Meer beherrscht, häuft des Ueberflusses und Glanzes mehr, als wer die Goldbergwerke des /Urals und^ie Edelsteingruben Psitofitz besitzt^-depn ihm werden 'aste Völ^n. zjnGach findet H aK,.mit dem PötWen sind AriAHeH^ HDeh§. Kostbarkeiten der Erd^Km Umtausch bringt, beeilter die kostbarsten für sich. Daher spricht Jeschajah: „Dir wendet des Meeres Fülle sich.zu, die Schätze der Völker kommen zu Dir"-(66, 5.)-. Aber das alte Israel hatte wenig von der Fülle des Meeres. Zwar bespülte das Mittelmeer die Westküste /des.rhtziligen Landes;.' so-waß in der Schrift Westen mit „meerwärts" bezeichnet wird, aber die Phönizier nördlich und die Philister südlich ließen den Israeliten wenig Raum am Meere; und dieser war gerade theils felsig, theils sandig, keinen paffenden Hafen bietend, höchstens Joppe, das den: Hafen für Jerusalem bildete. > Wir finden daher auch im- Verhältniß weniger bedeutsame Aussprüche und..Gleichnisse über das Meer. Ugenthümlich ist es, wie gerade insbesondere Jeschajah II., der in Babel lebte, die Psalmisten und Jjob es sind, welche mit den Scenen des: Meeresbekannter -zu sein-scheinen.- Aber auch Mosch eh kannte das Meer, denn schon in der Jugend mochte 'er viel am Ufer des Schilfmeeres gewa'ndert sein. Wie schildert er das M eer, im. Slurme: '. * „Beim Hauch Deiner Nase, thürMen -'sich.. - Wasser,.. r> Fließende standen wie Dämme, Fluchen gerannen im. Herzen des Meers." (2 B. M. 15, 8.) So auch der Psalmist: Darum fürchten wir nicht, wenn die Erde sich wandelt, Wenn wanken die Berge -im Herzen des: Meeres; Tosen,-schäumen, seine Gewässer, , n,. Beben, die - Berge durch -seinen. Uebermuch.-. .(46, 3^,4.) Und selbst in den Tiefen des. Meeres wußten sie Bescheid; so betet Jonah (2, 4 ff.) : , , .. . Du hattest in die Tiefe mich, , ' .-.v Ins Herz des Meeres geworfen, , . , ...... Und mich umschwoll die Strömung,,. All Deine Brandung, Deine Wellen, sie fuhren , über mich dahin, ...o . . Mich.umrangen Gewässer his.an die Seele,. , Die.Fluth umschwoll mich," .. Mein Happt umschlungen von Geschilf, . Zu den Gründen der Berge war. ich gefahren, -; Vor mir der Erde Riegel - für ewig —., . . s Da. zogest aus der Mube Du mein -Leben, Ewiger, . . , mein Gott! ... ... ,