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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-04-28 · Heft 18 (28.4.1856) · p. Seite 248

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 18 (28.4.1856)
Date
1856-04-28
Page
Seite 248 (sequence 12)
Language
German
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248 der Errichtung eines Krankenhauses an; Stillstand im Wirken des Guten' und Schönen kennt man hier nicht. ,! Zu den traurigen Wirkungen, - welche: die erschütternden Ereignisse! der Jahre '1848 und -1849 erzeugten, gehörte auch die, daß am Schluffe der Katastrophe viele Bekenner unseres Glaubens aus.-Furcht, man würde den revolutionär verschrieenen Israeliten eine zu harte Kontribution aufleg en,:zum Chriftenthume übergingen. Auch in unserer Gegend kamen derartige Apostasien um diese Zeit, mehrere vor; aber einer der Apostaten hatte furchtbar, dieses Fehltrittes wegen gelitten.: Von den peinlichsten. Gewissensbissen in seinem Innern gefoltert, nagte der Wurm der Reue so lange an seinem Herzen, bis er im verflossenen Monate vor Herzeleid umit. dem Tode abging. Nun hat der Verstorbene während - seinerKrankheit den dem Judenthume treu .gebliebenem Angehörigen den Wunsch geäußert. nach seinem Ableben in einer Erde mit seinen jüdischen Brüdernzu ruhen..' Diese, dessen eingedenk, hatten daher gleich nach dem Ver-. scheiden desselben . im Vereine mit dem Gemeindevorstande mn Herrn L. Schwab, Oherrabbiner: zmP.esth, die Fräge> telegraphirt: ob die. Beerdigung eines re u igen Apostaten auf jüdischem.Friedhofe vom rituellen Standpunkte zulässig sei? worauf. Herr Schwab erwiderte : thätige Reuesühnt - alle Sündenund da solche vom Verstorbenen an den Tag gelegt - wurde, kann er,: falls die christliche Geistlichkeit es. nicht beanstandet, ohne Bedenken auf dem jüdischen Friedhofe beerdigt werden. Der Geistliche wurde gewonnen, sprach fein „Transeat" aus, und siehe da, der. Verstorbene wurde von einem christlichen Geistlichen eingcsegnet, und nach jüdischem Ritus und auf israelitischem Friedhofe beerdigt.F.. Die Schweiz. Bern, 27. März. In den letzten Tagen, hat der Bundesrath die rechtliche Stellung der. Schweizer Israeliten in einem besonderen Berichte an die Bundesdersammlüngpräciser, als.es durch einzelne CantonS-Behörden geschehen war,: bezeichnet. ...Ein Streit: zwischen den Regierungen Aargau und Zürich .hatte, eine Eytscheidung von Seiten des Bundes darüber veranlaßt. Der - Bündesrath zog:hierauf bei allen .Cantonen:Erkündigungen-'ein/? wie hie Israeliten beb denselben- -behandelt: cherden/lund: beschloß:hierauf:Wix Schweizer Israeliten genießen alle Rechte der Hundes,Verfassung gleich i den übrigen Schweizer -Piwgern^mit.Ausnahme derjenigen, von - welchen die:Bundesverfassung: sie fpeeiell ausschließM Damit ist^ der in manchen Gantone.Y geltenden,Willkürwer Faden.abgeschnittw./ < (Wir sind über die Tragweite dieses Beschlusses nicht int- Klaren, und' wünschen von einem- Freunde in der Schweiz Aufschluß. R e d ä c kiv'm)!' - ' Türkei. Smyrna> im Mär;. Wir haben - die einzelnen Vorgänge, wie bei allen' die Gleichstellung' der Confessionen betreffenden öffentlichen Acten die Rabbinen gleich der türkischem und christlichen Geistlichkeit - zugezoM wurden, nicht notirt, weil dies -Alles selbstredend ist. Jndeß ist doch Folgendes bemerkeuswerth/ um so mehr/ da/ wenn ein europäischer- Staatsmann und höchster Beamter solcheine Rede hielte/ gewiß größer' Lärm darüber geschlagen! würde/^Die^ Rebe nämlich / welche stach Verkündigung-'Ves Hätt'-Humajun' von 'dem Gouverneur Süleymän ^Pascha' -zst Smyrna an die versammelten geistlichen und weltlichem: BÄstä'nde gerichtet kvuch^/ lautete fwöMch: „Der Allerhöchste möge unserem vielgeliebten Souverain' -lange Iah re des G lückes- und des Wohlergehensverleihen. Seit dem Tage, an welchem-die göttliche Vorsehung'ihn' - auf den Thronseiner Väter berief, hat er:nicht aufgehörtH sich mit einer auch sticht einen einzigen Augenblick' unterbrochen gewesenen ^vaterländischen Sorgfalt Um die Verbesserung wer Geschicke seiner Völker zubemühen. Alle seine'Unterthanen werden von ihm als seine Kinder' betrachtet/ und da sie ihm Alle gleich - theuer sind, so hat er ihnen Allen, ohne Rücksichtauf ihrem Glauben / auch gleiche Rechte zusichern wollen, damit ihre Liebe: zu seiner Person 1 Und : zum Staate sichingleicher - Fülle und -Vollkommenheit bethätige; 'dieserhabene Werk istugegenÄärtkg^drlkch-'d'ett Hatt-Hümüjün/? de-ffest: Inhalt Ihr vernöÄmen -habt-'.zum Abschlüssegediehen/ Moslemin-, Christen und - Juden/ Hohe und ^Niedere, ich!' beschwört 'Euch / Wie ^Größe der- Größhedrlich'en Wöhlthät' dankbar zü^ ermessest/ llndl Euch'derselben dÄrch 'Histg'ebüng -füd den'Thron"ist gleichem Maße würdig-MdWeisen!"--' h-'am \l suh'm ibV» 'Jim uh r, : 1 ifjiYf -l-v.'-iTj wi ittfiyj 'j'it ir:,: , Mfnr/th'} Ib'li

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