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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-04-21 · Heft 17 (21.4.1856) · p. Seite 227

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 17 (21.4.1856)
Date
1856-04-21
Page
Seite 227 (sequence 5)
Language
German
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227 lüW' dieses indirekten und keineswegs ' ehrenvollen' Weg Wahkewwervb^ unr Zdie - Zulassung der Juden: zm erwirrken. Lord I. Russell bemerkt r über zwei Dittge sei -däs^HäUS Mnig ,^darübernämlich - daß eS nicht' mehr noththue > VeV - Prätendenten dew Geh örfamr abzufchw ö- '*&/ und daß Me Stelle' des Abjurations - Eides /"welche die hrdtestMische -Thronfolge sichere, beizubehalteu sei, wöMett-jit -Äuch M. Gibsott nichts - einwende.- Die ei- 'TentlichS'-Friig'ä, ^um Wiehes Pch handle, Leweffe: die Zulassung der Juden zu Staatsämtern und Plätzen im Parlaments Wenn Napier meiüej - daß man durch eine solche Zulassung daS Christenthum zu einer öffenen Frage mache, fo müsse er DeM ^widersprechend An-der Stellung des -Chri- PenthuMS - werde durch die Bill nichtsgeänderter die Pill 'erkenne- - vielmehr- Vlös desi Grundsatz - an, - dass die AUS» Äbuwss Wlitischer- Fünctidnen ' nicht von dem religiösen Bekenntnisse -- äbhängen' dürfe. Der Abjurations-Eid habe ursprünglich gar nicht den'Zweck" gehabrj 'die Juden aus- - zitschließen^ ^sondernmir* Wlt^fteservätiö 'mentalis gewisser Christen zu begegnen. Walpole tadelt an der Bill, daß sie den Stempel der Unwahrheit an sich trage. Scheinbar solle sie zur Abschaffung einer nutzlosen Eidesformel: dienen, während^ fiel iw Wirklichkeit.'die von den Parla-; mentS - Mitgliedern zu leistende, feierliche Erklärung, daß die Regierung Englands eine protestantische und der Charakter ' der englischen -Gesetzgebung ein christlicher fei, abschaffen wolle. Lord P a lmersto n erklärt,^ er werde mit; Freuden seine Stimme für die zweite Lesungder Bill-abgeben-, da dieselbe : einen Eid abschaffe, den.Niemand leiste, -ohne daß erwünsche-, ermöge nicht ttöthig haben, denselben zuHleisten:- Dieser - Eid paffe nicht für -unser Zeitalter. - Eine Beibehaltung' der die protestantische Thronsolge^ anerkennenden - Erklärung wünsche - auch - er. D israeli-bedNuert-tief,- daß-die Frage in einer solchen Form -vor^-das Haus gebracht worden ist und daß man die protestantische Ehroufolge, so wie ändere gar nicht dahin gehörige Dinge Mit' zum Gegenstände der Erörterung gemacht har. - Niemand habe geläugnet, daß der Abjura- MNS-Eid^nseiner gegenwärtigen Form etwas, höchstj MnömaM M-!- 'Er - habe die -Zulassung ' der Juden nie Mf -Grund s religiösen Freiheit befürwortet? Wenn? -Man »sichauf dieses abstratte Pritttip stütze so werde man! wielleicht Ruf schwer -zu überwindende Schwierigkeiten sto-; ßrn.^ Seiner-Austcht Nach müsse man - dm Zudem gerade | Weshalb, weil Ettglünd ein christliches Land und -ein christ- £ sicher Staat - M Recht zuerkennen / im Parlamente; zu -sitzen. AusderMitte des jüdischem Volkes, fei das Chri-1 stenthum hervorgegangeU., und aus diesem/Grunde habe der Jude gerechten; Anspruch. auf die Achtung des Christen. Erwerde; für die! zweite Lesung der Bill. stimmen und später im Comits.eine neue Eidesformel- Vorschlägen, in: welcher die Stelle „auf den wahren) Glauben :eines Christen" :beibehalten< werden; solle. , Eine andere Eidesformel, in welcher diese Worte nicht Vorkommen, sollen, werde er:, für. die etwa /insParlament gewählten Juden Vorschlägen. Nachdem nöch New de gute gegen die Bill gesprochen,. kommt es; zur Abstimmung, und das Amendement,Sir :F.: Thesiger's wird mit 230 gegen 135 Stimmen v erw o r fen. Für die zweite. Lesung ergiebt sich mithin eine Majorität von 35 Stimmen. Konstantinopel, im März. Crrcutair des Chacham-Aaschi. (Nach'dem rUniversisraelite.) Nachdem der Haiti-Humaloan am 18. Februar v. proclamirt war, veranstaltete der gerade in Konstantinopel befindliche Baron Alphons von Rothschild, eine Versammlung israelitischer Notabeln, um die besten Mittel zu erwägen, die zur Hebung des moralischen und socialen Zustandes der türkischen Juden dienen möchten. In Folge dessen erließ der C h a ch a m - B a sch i (Oberrabbiner) ein Mrculair an seine Collegen, welches ihnen die Beschlüsse dieser Versammlung kund that, die resumiri folgende waren:;: ■ : . 1) Nach, dem Hatii- Humaioim öom 18. Februar 1856 ist es Pflicht des Ch a ch am - B aschi, alles Mögliche für das Wohl der Juden dieser Stadt und der ganzen Türkei zu thun, indem.-er Schreiben an seine Collegen schickt, in denen, er sie aufsordert, in Uebereinstimmung mit den beigefügten Vorschriften' zu handeln, ihm Bericht, zu erstatten und von ihm Rath zu verlangen. 2) Die Verwaltung der Gemeinden wird einem Comite anvertraut, das aus den achtbarsten, und unterrichtetsten Männern, und aus fränkischen Israeliten, die seit langer Zeit schon: im Lande wohnen, bestehen soll^: Dieses Comitä wird die Versammlungen regeln, damit, dieselben in Ordnung und Ruhe vor sich gehen und wird über die Ausführung : unsrer Verordnungen über die Steuern n. st w. wachen. - 3) ES wird auch ein Counts für öffentlichen Unterbricht ernannt. Dieses Comits, bestehend aus sechs Mit-

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