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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-04-14 · Heft 16 (14.4.1856) · p. Seite 212

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 16 (14.4.1856)
Date
1856-04-14
Page
Seite 212 (sequence 4)
Language
German
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seine innerste Natur so sehr und so ausschließlich zum Dich- ) ter gesteMhelt, st viel edle Lebenskraft dem redlichen Strebest ,' der ^rforschisng' der Höchsten Dinge geweiht) und diese Grundrichtung seines ganzen Wesens tritt gerade da) aut lebendigsten hervor, wo am müthwifligsten der Zwei- - ftl, wö am^ mkmüDgeUdstkn d'er Unglaube, wo am werf meffensten die Gelbstvetgötterung,' wo ain ftrkastisthsten die \ Verzweiflüng M ihm ihre Stimme' erhebt) ''' Ja) st lief j ist der gehWnißvolle Trieb nach Wahrheit dieser Seele 'eingeprägt) daß Uran behaupten käNN, ein tiefer' sittlicher i Ernst Hilde' dest Grnndchärakter dieser Natür) ' Und das > Häßliche und Neckische habe ' sich nur än der Äerstäche angesetzt. Mögen immerhin die wildesten Geister der lüsternen Sinnlichkeit in seinen' Werken sich tummeln und ihre Gebilde weit über die Grenzen des Abgeschmackten hinauSführen: wer bürgt uns däfür^ ob Nicht edle Scham sich'hiw in den Deckmantel des Häßlichen hüllt, uni dem Selbstbewußtsein dev Größe zu entgehen? ’ *v;; .:)v; Die bescheidne Größe flüchtet sich hinter; das Abscheuliche, um der' Bewunderung auszu-! weichen: | ' ' ' (Effing.) Welcher Geist des Dünkels war es wdhl, der ihm jenes anmaßende Wort in die Feder dietirt, worin er im Erscheinen ber Kritik der reinen Vernunft den Sturz des Deismus verkündete? J „Auf beiden Seiten des Rheins sehen wir denselben Bruch mit der Vergangenheit, der Tradition wird alle Ehrfurcht aufgekündigt;' wie hier ist Frankreich jedes Vecht, so muß dort in Deutschland jeder Gedanke sich justificiren, Und wir hier das Königthum, der Schlußstein der alten socialen Ordnung, st stürzt ddtt dst Deismus^ der Schlußstein des geistigen alten Regimes." ' Salon, Äd. II. Der Dichter hat uns der Mühe überhoben, diese Ungeheuerlichkeit' zu widerlegen. Kräftiger kann män Nicht die Jrrthümer seiner Jugend widerrufen, als er dies in seinen „Geständnissen" gethaN. Wer dies poetische Testament gelesen, muß auf den Gedanken kommen: es fei!mit jener schneidenden VerhöhNiLng einer Wellidee Abethäüpt nicht so ernst, nicht so böse gemeint gewesen. „Diese stinNwehige'VeüisterDialeM kätin'M nen Hund aus dem Ofenlöch locken,' sie' kann keine Katze tödten, wie' vi<st weniger Hneii Wie, oder wäre auch dies letzte Gesiändniß, diese freiwillige Verherrlichung Gottes ' selbst ' nur eine Grille des mit Gegensätzen spielenden Dichtergeisies? Vicht'doch; diese WoW^schrstb er, als die kälte'Hand des TödeS ihn ernüchterte ) als M ' WM' jensertiger" Klarheit "sM 'estvloses' Schmerzenslager überglühte, als eine ' schöne Erinnerung Diner Jugeüd den Irrenden besuchtelauter 'SMnlungen , in denen die Lüge 'selbst aus der Molle'Men würde./" Äie' hat . die Rückkehr zur' Wahrheit schönere Worte 'gesundest'.;/' 'und' eS' scheint fast, M hätst sein bekannter Mosaikstyl von der Wurde' besGe^ststäNdes' einen/ Neuen''Glanztgeborgt? Ich kaust stur wieder ünd wieder üüs jene Üben erwahstten trestttchest Aufsätze' des Herrn Redakteurs üüd' aüf das Buch 'selbst''Hinweisen, um mich der'Mühe des WiederholeNs zu Übetheben. Wer mit solchen G'efinnüngen und Hdeen deck ÄudestthuMk 'zUrückkehrt, der hat ihm eigentlich 'Nie'eNtsa'g't; ünd' 'eSgilt hier nur, nachzuweisen, wie die edelsten Gaben jüdischer Sendung, wie Weltanschauung und- Art Israels schon früher in diesem hochbegabten Geiste zum Durchbruche gekommen seien..! iS eine und Israels/Feinde werden sagen: zu seiner Schmach,! stlns.aber liegt der Beweis ob zu seinem Ruhme. \ ' In seinein Buche „ übär V örne"', das ihm nicht ohne Grund st viele Verfolgungen bereitet hat, das aber reich aN grüßest und ftüchtbÜrM Gedanken ist, begeht Heine eine jener SetbsttäüschuNgest, die aus der Gefallsucht an sich selbst.entspringen. Er zieht eine Parallele zwischen sich mnd Börne, und kommt zu dem Resultate, jenem die nazarenisch -jüdische Richtung zuzuschreiben, sich selbst aber die hellenische. Wie viel ihm zu dieser hellenischen Art fehlte, wird am besten erkannt, westn wir ihn mit dem Manne zusämmenstellen, der ist ÄÜtschländ ganz besonders das Griechenthüm vertritt, mitGoethe) Hier die starre olympische Ruhe, die bis ins Triviale gehende SelbsiastbÄststg,' die Verschließung gegen Empstndungen ünd Mitgefühl, dii störrige Unparteilichkeit) wo es rühmlich ist ) Partei zu Nehmen, die ärgerliche FriedftrttWit, wo vet Krieg gegen'Äs Mittelmäßige Und GeMeind^ Mt heiligen Nöthwehr wird, endlich' dir ÜsttÄordnurig 'Äs GedänkeNs 'unter die Form: Bei Heine aber/ die fast 'kindische 'Lebendigkeit J dieses' Üebtrgihen 'von SelbstübethH' bstng zur ^etbstvetMerfung)' M''krünkhäste ReiMvkeit, die' "dfi däabÄhstfte Rauflust ünb^die müthwillige' Zerstörung der bedeutendsten MM' ' dM : ristMeutMstist Inhalts.'' Endlich'diese KäÄp'sbegier' gegen Mts Lächer- Üchk''mrd'"Schlechte', die mit' wahrem JugeNdMüthdik, trügerische 'Decke vdst' Mn' übistfirnißten Mchhiiten M Zeitgeistes Wßi) Ui letzten RittÄ det RoMüNtik in m Mnb'wtrft^ÄmgU'boN'deNMlkärm MMM

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