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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-02-25 · Heft 9 (25.2.1856) · p. Seite 119

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 9 (25.2.1856)
Date
1856-02-25
Page
Seite 119 (sequence 9)
Language
German
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wie'Per:Pvch'e "an der Newa!' Wenn' demnach Mba j gerathen, oder sogar befohlenman 'MeMe'heiligen! Büchet v'ergrabestd VeMchten, so sind' wir 1500 Jahre! später.nicht'verbunden^!d^n Äclth,"odei!'das Gebot'-ü - vollziehenvollends W die' Generülregel des Talmüd dagegen ist-: man sollte »nichts fkk». stobst { sein. Aber ich habe den Muth, aus den Worten des \ Räbtt« selbst' ein anderes Resultat zü leiten--und ihn! selbst "von der-Schuld der'Gründung des barbarischen \ Gebrauchs 'Mbefreien: 4K. rvird selbstim Talmüd l meist gebraucht W-Aüfbewahrung von Kostbarkeiten; und Schätzen, im Gegensatz von Saia* > welches vom' Äufspeichern vonLebensmitteln gesagt wird-(S. Tr. l Pesachim -t tfyiSfÄtttech.'-' r*D'ie Worte rin1 laffen : den SmttlizU : bei einem lebenden Gelehrten, und die \ Worte -rilLM heißenr selbst wenn er'itür s Halachoth treibt, und sich nicht mit beschäsiigt. j Der ganze Satz heißt dann: Unbrauchbare Pen-:' ta^uchb verwährl Man bei einem Gelehrten,j Per tsUvoN Gebrauch Machen kann, selbst wenn; die Bibel Nichtsein-s p e c ie l l e s F a ch' i st. Deck- \ nach würden Mse Sifre Hattora Nicht vergraben, sön- \ dem aufbeMührt werden'bei Gelehrten/ oder'noch "besser' in öffentlichen'Bibliotheken- und ich-frage daher an,: ob Mannicht-tz e g en, oder nach - meiner Erklärung mÄlMabadie Lo EreMplare vom Grabe rettet/-Mj dem Man: sie -in öffentliche Anstalten giebt? -; Mögen'Sie -und gelehrte Leser : bald ihr Verdick! hierüber! sprechen. - - F. Lt. |f;; Gutachten der Redaction. (I Die-herrschende Auslegung der Worte Raba's in j Megiila 26. L ist allerdings alt, abgesehen natürlichvon - Per-! Autorität Dieses selbst.? Die »gewöhnliche j Deutung: nn ^72k giebt-MaimonideS i HilOtt. 8ek. Tor. Abschn. X. §. 3. und Tur Or. Chaj. \ Hilch. B. Hacnes. §. 154. '! Dennoch^ glauben wir, daß näch der Ansicht ünftes 1 scharfsinnigen Correspondenten die Worte Raba's miß-: verstanden -sind. Es spricht dafürT) -Per Gebrauch j Pes?Wortes-4k gerade bei Büchern. -Schabb. 30. t 2. heißt es : ndnp ^r>2 Tiaab arbsn wo doch; sicher die Weisen' das Buch Koheleth nicht in die Erde - -vergraben,' sondern nur dem ö ff e n t lü ch em Ge-: chrauch e-e n-t^i eh en, und nur für Pie Gelehrten ^8-f -gänglich' haben wollten; 2)-der Zusatz!„bei einem^Gej lehrtest, Mnd^wLnn-rr fich-nur mit Halachöt beschäss tigt.l" - Garümwenn die Thorarolle einmal vergraben werden sollte/ nicht' eine eigene Gruft ihr öe> stimmt? wozu neben einem ^Gelehrtest/stlbst der sich im Leben nicht mit' ihr befaßte?'' Es ist viel' einsichtlicher t sie sollte bei' einem Gelehrten niedergelegt wer- -den/'ftlbst wenn er von ihr— zu einer Zeit, wo eS noch' keine- - gedrückte Schriften 'gab - :f ein en Gebrauch' machtdamit'die Rolle vor Mißbrauch und Schändung gesichert fei p dendn sie' bei einem Unwissenden äüsgesetzt/'war. Endlich' 3) gerade die' ÜM- 'gebuNgen der Worte Raba's im Talmüd äpa^ Ol, welche wahrscheinlich zu der gewöhnlichen Äüsdeütung'veranläßt'häbenl Vorhergehen die'Worte: '^v)7 -fnpÄ'! N'itT^n Wi!Ä7a - n»V;• also von den H ü kl en der Thoraröllen/ die alt geworden^ soll oder kann' man Tödtenbekkeidung machen, irjrb 177 ,-und üüf diese Weise entzieht man sie dem öffentlichen Gebrauches da, sie, so lange sie über der Erde sind, nicht sicher sind, zu einem profanen Gebrauche verwendet zu werden, — aber die Thoraröllen selbst entzieht1 Man diejeM, indem man sie einem Gelehrten zur Aufbewahrung -'übergiebt! Endlich so l g t auf jene Worte der Ausspruch - des vp--» "12 "rrner 2^ '„in einem irdenen Gefäße"- indem er die Wortt JirMejah's 32- ^14. anführt „thüe ' sie (den Kaufbrief -rc.) in ein irden Gefäß, damit- 'sie^bestehen viele' Tage." Bei ' Jirmejah ist aber keine Spur dom Vergraben deS Kaufbriefs im-irdenen Gefäß, sondern' er sollte aufbewahrt werdest über die Zeit der babylonischen Gefangenschaft- unddarum' in' öisteM irdenen'Äefäße. Sollte aber' einmaldie Thörärölle' Per Erde zub-Vermöd'erung übergeben -werdest, wozu in -einem''Westen Gefäße? wozu siä lange erhalten? ' Vielmehr steht man deutlich, wie die gew. Auslegung stus den Raba's Ausspruch vorhergehenden Worten etttstanden ist. Jndeß kommt auch diese Reformwie die Meisten — zu spät. Die Mollen, welche kritischen Werth -hätten, sind längst — vergrabend- - ' Dr. Ludw. PH ilippsöst.' Betliü^ i2.- Februar:' (Privatmisth^^ Vor einigen- Tagen fanden - die um diese ^Zeit üblichen Eramina in den Gemeindeschulen unter Aufsicht des siäbtischen Jnspectörs Herrn Gymnäststldirectör'-B o nn el l statt,'und siesielen höchst rühmlich aus.' -Jedtr Lehrer trug ein Mehr oder Minder^glänzendäs Merkmal 'der 9

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