Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 9 (25.2.1856)
- Date
- 1856-02-25
- Page
- Seite 112 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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ben sich seit Jahrhunderten so in die Verhältnisse hinerngelebt, daß sie Veränderungen nur fürchten. Materielle Vortheile sehnen Jüeft ^ebWetm^Mfew2sfallemDem n^t^ur' sie hervorgehe^.dagegen \uxj§ten^sie^den Militairdienst "und''das Zusammenleben mit den Türken. 'Die' Geistlichkeit endlich der Moschee wie der Kirchen und der Synagoge hat nur zu verlieren, und — das ihut sie nicht germE^'ME' Es ist dies Alles sehr einsichtlich. Der Wagener^sche Antrag. Es liegen uns ferner vor freundlichst 'zugesändte Berichte-über abgegebene' Petitionen von der Gemeinde zu Eisleben, Lyck, Cö'slin, zu Schwelm und Bürden, zu Gesecke, Schmaleningken, zu Aachen, Neuenkrrchen (Minden), Marienwerder, Riesenbürg, Neuwied, Salzwedel, Stolp, Neustadt .. .. \; if> .i-'!ß,vidfii5 .öS Beschluß der Mehrheit sich aber noch kein gewisses Urtheil abgeben lasse. ^EineZporzstgliche 2^heit-siHa^hKdiHpGtibA dHLiemeindGzmS iAt i n. AHeHHnHHichi HeilIdK mit großem Nachdruck Bekämpft wird, daß der Staar'dmrch Art. 12. religionslos sei, stellen wir den ersten Theil derselben her: , J „DieHnterzeichneteu chciltM sichÄskPertreter der Judenheit in der Hauptstadt Pommerns für berechtigt und deshalb für verpflichtet, dem hohen Landtage die instän- 'digß^Bijte. vorzulegen,; tzie Schmach und das Unheil abwenden zu wollen, mit welchen jener Antrag das preußische Jsraelitenthum zu überhäufen intendirt. ' „Wir begeben uns der Befugniß jeder Abwehr da, wo' das Revisiönswerk Derfaffüng^ wie es die "äußerste Rechte des. höhen Abgeordneten- Hauses sich zum Vorwurf gemacht,' in seiner' Umgrenzung Verkürzungen von Rechten einschließt, welche das gesammte preußische Bürgerthum angehen, und eine allseitige, ersprießliche Entbei Pinne, Rawicz, Hreschen, Wittkowo^ Wollste^in'und ^Lissa...,. it] .v,;lv.hiC.. , - r:v '^Insbesondere.,die Petition, .aus ,Lissa, wescher sich mehrere Corppr^tions - Popstände.dK dortigen Wahlkreises ansMossen, Mbt.eine, .gründliche Widerlegung deS. Wagener'fchen,Motivs,..und sucht dann die ganze Fragen .aus rechtlichen, sittlichem, politischen und humanen.Gesichtspunkten.zu beleuchten. ..,,v .ii;i Die Gemeinde ^u Essen,^gt in ihrer Petition: „In einem Staate, wo das Unrecht durch das Gesetz sanctionirt wird, da hat „das Recht für Alle" keinen Boden mehr." Der Gemeinde zu Neisse antwortete der Abg. Gutsbesitzer Allnock,, daß-er und'seine. Gesinnungsgenossen die wärmste Theilnahme und kräftigste Befürwortung zusichern, daß aber im Voraus eine Berechnung der Abstimmung bei der dermaligen Zusammensetzung des Hauses unmöglich sei. , 7 . .... ... ... - ,, Im Gegentheil schreibt an die Gemeinde zuJastrow eines der hervorragenden Mitglieder der Reichten,. Graf von Nittberg, Landrath: „Gleichzeitig glaube ich Jh,^ nen dje Beruhigung, geben zu dürfen, daß der betreffende Antrag die.Majorität nicht erhallen wird, da,m i t. Mir ein,.großer Hhei^ der Pechten des Hauses ^e^ gen demselben stimm^,w,ipd."^ ..!!!?> .Der. .Gemeinde,^u Dülmen..perheißt der-Abg. des HeeiseS,-Hey.tn.ex..Z,uu».hoh l.daß. er und.seine GGn§ nungsgenossen gegen Wagen er stimmen werden, über den Wickelung des Staatenlebens .bedrohen- — wie sie etwa die beabsichtigte Streichung des Artikels 4. der .Verfassung^ in? tendirt; denn sicher muß die Judenheit da den- Verlust verbriefter Rechte mit Ergebung ^ertragen; wo auch die -Christenheit auf Resignation' an^ewiestnist?" den Artikel 12' der Verfassung ^u .Ireichech 'hat nupWirkung auf die. jüdischen Unterthanen ^r. Majestätdes Königs von Preußen, .und .hezieht^sich, lediglich auf die Derogation von ZüständigMen und Befugnissen, welche die fortgeschrittene^Civilisation,. der lebendiger gew ordene Rechtssinn und der erhabene Förderer beider, Se. Majestät dex König > ' der Judenheit 'verliehet unb < durch Ür^unde' iin^ Eid garantirt hat; denn"dre^christlichen Bekenntnisse verbleiben..auch uach^ der, Streichung d.es Artikel->1:2; im^Vollgenuß^hre^Pechto.; Muhameperner pbe^ HM PerchrZußifchx Staat.?ebey sso Menig in -.seinem VerstandsHie ^Heiden. Ker Anwag.des AbgeordnetenMr Neustettin wiH dittEchsnß cipationsangelegenheit. der.Juden, welche die'VerWungsZ urkunde vom.- 31.; Januar 1850zum: reifen,Abschlußgebracht, auf-die ersten.mittelalterlichen- Rudimente., Mückführen, und einen Zustand Herstellen,' den! die Gesittuwg Deutschlands, glücklich/ überwunden. hat, den .deriJüde des neunzehnten Jahrhunderts mit seiner lfortgeschrittenen-Eul-? tur nicht -mehr .zu .vereinen, vermag.. Der-Antragsteller selbst schMt .eS.!. gusgegeben ,zu..haben,.tn .dem - Lebens, und Perhalten der, Juden! berechtigende:Anlässezu-, seindr sPro?; positionn zu ,i snchen j h.enn.^-er; chatte^sicherlich-diese -Mühe picht gescheut^ WM! sie:sihm.Handhaben-'zui-ssemem Antz