Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 7 (11.2.1856)
- Date
- 1856-02-11
- Page
- Seite 85 (sequence 3)
- Language
- German
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8S Artschlage auß die Gewissensfreiheiteine Wunde gtzfchl^ gen^ würde, die lange- und;.schwer eitern-würde. ■-.• t J*inr Die Nachrichten über die.Absendung von Petitionen und > Protesten Seitens der - jüdischen < Gemeinden ' fen sich. , . . ■ .H:.;.: Der löbliche Vorstand zu B.res lau schreibt uns, „daß er gleich nach dem Bekanntwerden des Antrags den Beschluß gefäßt hä'tft / nicht nur Mst' eiiie" Vekition an das Haus der' Abgeötd'ireten zu settden, 'sondern auch die 'übrigen Gemeinden M Provinz durch UebÄftndung seines Entwurfs in^die 'Lägt! ''zu vüsetzen', sich" diesem Schritte anzuschließen.; s- - Das israelitische" C drtsi st orium zu" Edefeld häl eine kräftige Petition abgehett lassen. ' " ' Die Gemeinde und die Repräsentanten zu Peckelsheim senden uns eine Abschrift ihrer Petition, die in der That ganz ausgezeichnet ist. Ein kurzes, aber sehr kräftiges Wort sprach die Petition des. israfljtischxn--Eon si sto tiu ms zu TMrs§ daß wir uns nicht enthalten können, den Hauptpassus hierherzustellen. Es heißt: „So wenig uns auch dieser Antrag von Seiten eines Mannes," des /ehemaligen Redacteurs der' Kreuzzeitung, dessen feindliche Gesinnungen gegen uns allgemein bekannt sind, überraschen konnte , und so sehr wir auch glauben utit Bestimmtheit die Hoffnung hegen zu'dürfen, daß das hohe Haus mit großer Majorität diesen Antrag verwerfen werde: so fühlen wir uns dennoch verpflichtet, dem hohen Hause unsere tiefste Entrüstung hierüber, hierdurch kund zu geben, und dies um so mehr, als im hohen Hause kein Mann unseres Glaubens ist,' der in so tiefem Mitgefühle diese unsere Entrüstung äußern könnte. . > -i m ,,Wir. behaupten daher ohne Scheu und Fiircht, int Bewußtsein unseres göttlichen und menschlichen Rechtes, daß dieser Antrag Wagener's eine Verletzung der: heiligLsten Menschenrechte, eine Schmähung der ersten Grundsätze aller göttlichen offenbarten Religionen/ eine sehr Pe-- sährliche Waffe gegen alle -Minoritäten im Staate und endlich die größte unverzeihliche Ungerechtigkeit gegen uns Israeliten - ist/; da wir -W was -auch allgemein bekännt ist --—.unsere Pflichten gegen'König und Vaterland mit unserem: Güte i und' Blüte treu und gewissenhaft -untf iti Liebe stets erfüllt haben,u sowie wir auch allenthalben) :in jedem Orte, wo wir wohnen, durchHunser Unterstützen und Befördern der allgemeinen Interessen uns <die Liebe und Achtung'/unserer'Mitbürger erworben haben. Als bkftsn'VewM hwrfük fühM wir ütt, daß schöü'Un - M . Jahrew r 1845 ünd "46 die ' christlichen Mitbürger' "UN lerik Stadtfintvie1 vieler anderer Städte uüser'er Provinz) 'beM Rheinischen:Landtage füt sinftre Gleichstellütig 'petlftomr'r' haben und dieser auch unsere GleichstestüNg äüsgespro^ chen ünd befürwortet hat."- ' - " Aehnliche Petitionen sind,-wie üns Herr 'Obftrabd: . K ah an schreibt,' der auch hier Mit 'tzlewöhritM Eifevverfuhr, auch aus anderen Gemeinden des RtgierungsM zirks Trier abgegangetz., Jngleichen berichtet man uns hon Wittkowo im Großy. Posen , daß ' eine vom Gemeindevörstand.e und, dreißig Mitgliedern' Unterzeichnete Gegenvorstellung c^bgegangen. .. ' iv., ' 'l!ebd?Äe Petittön der Gemeinde zu Berlin enthält! die Poss Ztg. Folgendes: Von dem Vorstände der Hiel stgen' jü dr sch e n G e tn ei n'ö e ist eine Petition um M- : lehnuüg des Wägetier'scheü Antrages ^wegen Streichung det' W'orle' ,',der Aenüst der' bürgerlichen und staatsbürgMchtn Rechte ist' unabhängig von''hemreligiösen 'Bekenntnisse^ aus Art. 12'/der/Verfassung an daö Haus M'Ähgeörd'neten'getichtet 'worden. Der Pörstanö spricht darin die feste Ueberzeugung' aus,' daß das hohe Haus aus aWekanäftn' und anerkannten Gründen Leö Rechts der Moral' und der Reltgion den Wagener'schen Antrag ablehnen und nicht' die' Hand dazu' bieten werde, das Rechtsgefühl der Preußen jüdischen Bekenntnisses auf das Tiefste' und "schmerzlichste zu 'verletzen. Dem Vernehmen nach ist diese' Petition von ' acht"Berliner'' Ab,geordneten, ünb zwar von den Herren Bock, Bode,' Fleck, Kühne, Ääthis, Prittwiß ,' Äeuüer ürid ÄeNtzel dem Häufe ubekgeb'en Wörden./'" ''/' ' /'/ ./ '' 'Det' V'ötstasibchat '.einen"'Ädklassch 'seiner Petition 'äst dtt'^eÄ'eind'dn'/der"Pkövinz" Brandenburg gesandt. ' D^selbe'' khe'ili' üns' auch 'gütigst mit, daß zwar keine ofstciM Ddpülatio'n än Se.' ^rcellenz den Herrn PlinisterhtasldeNten'ergangen ist,' daß Derselben aber anderweitig 'Pe?ühi gen'de Z usi cke r N n gen gegeben w'ox- Lell. Wd°'bieft'chÄsirst"^rsVeütiche"Pachricht sagen 'unsere Leser dem löblichen Vorstande gewiß den innigstessDank. '' " Auch' der Mg/ 'de/"Siads' Piagdebürg, Herr C. Ä a'qÜ /ch^elbt deck Psrstande' daselbstt „ich' glaübk die Hoffnung aussprechen zu können, daß der erwähnte Antrag wenigstens' bock 'Hause' der Abgeordnete^ nicht ü^eädlnmeü' w^rdeü 'chird.' ' Äek '^dmmissionsdericht überU dlchM Antttltz'^.-istr^üoch» üi'cht irr unseren:. Händen, und' wenn-, wie zu dsrmüthen: steht) derselbe auch 7-1-