Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 6 (4.2.1856)
- Date
- 1856-02-04
- Page
- Seite 76 (sequence 8)
- Language
- German
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76 jfer Herr als „V orsteh er^< die Klage führte. Es -thut! daS i Hervordrängen der Sache., wie ste vorliegt und unseren Hngelegenheitep im! Allgemeinen keinen -gUtenDienst.;-.- ir-.ii '/ .: Ad vojcem Preßangelegenheiten o sei bemerkt,; daß der Volkskalender von: Jarisch, gegen; welchen auch Ihr Blatt eine Replik brachte, nun verboten wurde. Freilich sind bereits 4 Auflagen von demselben vergriffen, indeflen schadet, es nichts als-g^is su deeteur, daß auch^diesen Herren (Herr vr. Jarisch lst Schul¬ MG und Katholischer Geistlicher), etwas von der weltlichen. Behörde ^erboten werden kann.. Das Verbot wurde herbeigeführt durch daS Einschreiten per hiesigen; protestantischen Gemeinde, dem sich dann.auch -der ^Vorstand der israel. Cultusgemeinde anschloß.. . - Eine andere Angelegenheit,- die jetzt, - die hiesige Gemeinde .beschäftigt, * betrifft eine jüdische. - Völks- .schule^i -Man kannes. den.Behörden/,nichtanders uachsagen,-7als/!daß sie, nach,bestem:.Willem-ffetS-den Unterricht für die hiesige- .israelitische. Jugend, gefördert haben.. - Meit-.Jahren, bereits über wünscht die .Regierung-! daß die Gemeinde eine, jüdische. Volks- Mule.-errichte.-. Die-Gemeinde wollte! jedoch nie .darauf eingehen, man fürchtete dadurch den SeparaMmus. ..zu fördern.-- Zugleich: aber--machte sich die Ansicht geltend,.'-eS/feichior--in»Wien-nicht siblich^daß wohlhabende! Leute - ihre: Kinder während' cher: Volks- Multzlaffen-ch.ie iSchuley besuchen (affen.-! Die. -Schule Düjchk-!daheryj nup von Iqys, poopltz -besuchtu werden, MlcheS. imap«; nicht - als; Vortheil hält^; -tt/? Seitdem auf Hlnordpung - des.-Ministeriums- - in -dmnVolLsschulen /das. konfessionelle Moment, /besonderst hervyrgehoiben .wurdeuntz eigene, katholische) - und /israelitische Le- .sebsicher gedruckt.wurden,.-ist die 'Frage aufs Neueveü- 4Mt w ordW i! MMmMchaben die Vertreter - sich dagegen, erklärt., -In. .letzter Zeit langte wieder von. der HMtGalterei -herqbdaß,,die Gründe nicht für > stich- .h alsig - befunden . wurden und die Vertreter - machten sich MchmM Mären/Bin-// .-.--1mV . u'jrni Pie -„Wiener Mitchellang.en^/bringen ibereitS 'y-l'rM n../- -- v.m v;l D-Wr können^ nichtanders,- .alsnüber diesen.Widerstand. der ^Vertreter"t uns verwundern.! , Was -,vertreten" dre Herren?. Sqs Ädenthmn,,. Bei'dem/Stayde der Dinge äber^wstd dÄ Düdchthum' dirst Volkes von früher Kindheit sin den' Schulen' Untirgraben-/ 'Änd die jüdische Masse gänzlich religionslos/-^- /da derEehrer deN 'Eltern, -die Hltzem.. bepj -Wrern- -entgegenstrebey-.,! >a j o Mjt d ö;c %■ i * das zweite Verzeichniß der Weihegeschenke für die von Frau Herz zu errichtende Kinderbewahranstalt' in Jerusalem^^/. ■ Prag, Januar. (PrivatmitG) Prag ^'st nun um ein schönes> herrliches, vielversprechendes'Institut reicher. - Der Privat - Verein zum > Wöhle > armer israelitischer -Waisenmädchen nahm düs diesjährige-allerhöchste Geburtsfest Ihrer Majestät der-Kaiserin E l i.s a b e t h zum feierlichen AnktzH/sttüMOieftm Tage die ins Leben geruftne WaistMst^'zu erösst nen^ Die Eröffnung fand, wiewohl nur gleichsam -in vertraulichem Zirkel, so doch in sehr feierlicher und würdiger Weise-Statt. Das Local der Anstalt -besteht aus einer Reihe von geräumigen Zimmern nebst sonstigem Zubehör und ist — Dank den reichlich -geflossenen Spenden! -- sehr -zweckmäßig- und anständig- - eingerichtet. Für die Zöglinge, deren-Zahl bereits - im. Wachsenb egriffen ist, - würde eine Erzieherinungestellt, die zugleich das Hauswesenzu beaufsichtigen hat.- - Den; wissenschaftlichen- Unterricht genießen sie in öffentlichen Schulen); nur -der UeltziätBunterricht wird ihnen Lin der Anstalt selbst ertheilt. Der Verein zahlt gegenwärtig 15 stiftende und 218 beitragende Mitglieder/ ' Frau- Franziska rRostnb erg ist Häuptgründerin; außerdem haben sich-' umdie Änd- -stalt! besonders/ -verdient' gemachtrn Wau FranziM v. Sa beastfebs, sgeb.- Edle WJ L. & m e^l y; die fast di!e ganze- - .Innere Einrichtung aus eigenm ' Mitteln bestritten- Frau T her n m A. •■/^ 'Mit - großer -Böfriedigungi vernehmenwir, daß: auch -die i Dü lm üd^ Dh o r-a - -A n. st a l i; nunmehr einer durchgreifenden Umgestaltung -unterzogen' werden soll/ — -; f "; ‘ Mit - Nächstem wird diehiesige Dempel- Gemeinde eine General - Versammlungabhaltenywobei' Nüment- )ich- - der - proseetirte--Umbau y -resp. ' Vetgrößerüsig des DempelS/berathen werden soll/- Doch -dürstt vid Mrgröß'erung /schwerlich.beschlossen werdendalViele ^- undunicht mit Unrecht -fürchteny! dastl eine^Äbertmalige Vergrößerungdes-Tempelsdenalten 'hiesigen Sp'nagogen auch den Rest sihrev w'ohlhabenbett Mi^ glieder - entziehen-wird'/ wodurch ihnen jede- 'Möglichkeit 6 zur; 'zeitgemäßen- - Amgestaltung - genvMckeN l seist würde. ' Und fürwahr 1 -bereits / hat-eins dev ältere» Synagogen. ernstliche! Schritte zur - zestgemäßen Umrgestaltung!gethan,'^. und mit Freude' berichtest wir, daß. - sie nicht! blos: bei! Tempel - Mitgliedern sonder»