Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 3 (14.1.1856)
- Date
- 1856-01-14
- Page
- Seite 39 (sequence 11)
- Language
- German
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SS ÜöW'. Merr' sind wir gewiß? sollte HW MaMheimer nicht befürworten.. . Um so weniger aber, ist es zu LÜligen, wenn die Angriffe auf Persönlichkeiten gerichtet werden. Und allerdings war die letzte Predigt, wa votn Religionsunterrichte die Rede war, gegen den im Schulamte ergrauten Lehrer,'mit dem, wie wir glauben, Herr Mannheimer ein freundschaftlichesVechältniß hat,. und gegen dessen vor Kurzem-'erschienenes' Lehrbuch in zweiter Auflage gerichtet. Wir enthalten^ uns jeder Ansicht über das, in wie fern die massenhafstn Lehrbü über die Religion die Religipn selber .befestigt haben. Ob ferner die einzelnen Bibelstellen wirklich die Bibel ersetzen können. Keinesfalls aber glauben wir, daß diese Erörterüngen, sobald sie an das Persönliche streifen, auf die Kanzel gehören. Wir sind überzeugt, daß man auf Herrn Mannheimers Stimme hören würde, wenn er am gehörigen Orte seine Ansichten auseinandersetzen möchte. Es ist uM DoG.nicht bekannt, daß derselbe irgendwie auf die Schule einen besondern Einfluß übt. Hoffentlich haben die in einem hiesigen,Blatte erschienenen Besprechungen über obgenanNie^LehÄuchNichsdiesö gereizte Stimmung hervorgerufen. ES waren dies allerdings hyperbolische Lobpsalmen.. Wenn der leibhaftige Messias herangerit- MkLme, könnte düs Creigniß der erstaunten Menschheit nicht mit größerem Trompetengeschmetter angekündigt werden'. Indessen man sah es dem Manne an, daß er den Lärm blos deshalb schlage, damit man das, was er sonst spricht, vergesse? Mir-aber schien es Pflicht, em^ ManN,'dem Gott eine Zunge gegeben,?,wie ein zweischneidiges Schwert", daran bescheidentlich zu etinnern, haß derartige gesprochene Kritiken vor dem Publikum nicht zum Heile der Sache find, die.die geschmäheten Männer zu vertreten haben. '' M. gäbe bei usts viel Positives zu schaffen; dann werdest diese Gchrechen von selbst fallen. Man schimpft übWtz^W'igionsb^chA.gutx Welche Mittel aber wendet man an, um die Kinder mit der Religion der Väter veEMWÄMÄchenL Das Haus stehr zumeist fern al- 1tem"ÄUiosNMen. Der Religionsunterricht kanw in den'hbmöopatischen Dosen, wie er gereicht wird, nicht .gMrig durchgreifend Was soll nun bleiben, wo gar kein Faden dwJugtznd mit dem Judenthume verbindet? AZtrden Sie rS glauben, daß die israelitische Jugend .hier Jahr.aus Jahr ein,;höchstens an den hohen Feiertagen, den Tempel gar michL vor stch stehlt — Da gäbe eS etwas zu thun. Da müßten sichdie-Herren zufam- ' menstehwen. Mit dem Schimpfen allein ist eS noch nicht abgethan. " - - - Anzeigen. Ein Elem'enrarlehrer, der zugleich befähigtist-, den hebräischen Unterricht, das Cantorat und deutsche Vorträge zu halten? findet sofort' mit einem jährlichen festen Gehalt von 300 Thlrn., freier Wohnung und' den üblichen Devenüen hier Anstellung. Qualificirte Bewerber wollen, ihre Zeugnisse franko an den Unterzeichnetensenden, — Reisekostenwerden nicht erstattet. . . Tirschtiegel, Prov. Posen, im December 1855,. . Wer Synagogen- und Schulvorstand. - -In der israelitischcnCultus- Gemeinde zuWörlitz wird die Stelle eines Cantors und Schächters erledigt. Hierauf Reflectirende (Unverheirathete) haben sich schriftlich an-den Vorstand zu^ wendest. Wörlitz bei Dessau. Der Vorstand der Cultus-Gemeinde Gin LeKrer.??? ..i "? Ein eraminirter jüdischer' Privat? Lehrer sinpet hier post Ostern 1856 ab .erst ' Engagement und blicht stäM seinem-Privat- Einkommen für den Unterricht der armen Kmder^em jährliches Gehalt von 100 Thlrn. stüs der Synagogen-Kaffe. .. Q-ualificirte;Personen. wollen sich, in portofreien Briefen'unter Einreichung ihrer Papiere bei dem Unterzeichnetenmelden.. . u . Zastrow, den 30. December 1855. Der Vorstand und die Nepräfentantrn der Synagogen--Gemeinde. ' Die hiesige Lehrer- und Eäntor- Stelle ist vbcant. Hierauf Reflectirende wollen sich unter Franco-Offerten beim Unterzeichneten melden. - - - Beckum, den 6. Januar 1856. . . Der Vorstand der Synaqo.aett - Gemeinde. ' Salomon FnlV. „!■■■ — „■—l.jfl ■■■ "" ■ ■■ "■■■I ■■■ ■■■■■'. . . In der israelitischen Gemeinde zu Osterode am Harz ist die Stelle eines 'Cantors und Religionslehrers, der. zugleich'das Schächteramt versieht, zum 1. Mai 1856 vacant. Hierauf Reflectirende haben sich ist portofreiest^ Briefen an den dortigen'Vorstand zu wenden ustd dUtchMugnisse sich über ihre- Befähigung auszuweisen. I...... Osterode am Harz, im Januar 1856. s Der Gemeinde-Vorstands. B H. GoldschmLdt. -LZom -1. Mai^d. 3. soll die Lehrer- und. S.chächterstell? inUnsererssraMtischen Vonreinde -neu besetzt werden, wozu sich -qualisicationSfähige Männer, unter Beibringung